A*P*E

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Filmdaten
Deutscher Titel A*P*E
Originaltitel A*P*E
Produktionsland Südkorea, Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1976
Länge 87 Minuten
Stab
Regie Paul Leder
Drehbuch Paul Leder, Reuben A. Leder
Produktion K.M. Yeung, Paul Leder
Musik Bruce MacRae
Kamera Daniel L. Symmes, Tony Francis
Schnitt Paul Leder
Besetzung

A*P*E (Alternativtitel: Ape oder The Ape) ist ein südkoreanisch-amerikanischer Monsterfilm aus dem Jahr 1976 von Regisseur Paul Leder. Der Film wurde von Kukje Movies, Lee Ming Film Co. (Südkorea) und Worldwide Entertainment (USA) mit 3D-Effekten produziert.[1] Fast zeitgleich wurde von Dino De Laurentiis der Film King Kong produziert, der ein Remake des Filmklassikers King Kong und die weiße Frau darstellt.[2] Dementsprechend kann A*P*E als Mockbuster angesehen werden.

Handlung[Bearbeiten]

Ein etwa 12 Meter großer betäubter Gorilla wird auf einem Schiff gefangengehalten um ihn nach Disneyland zu transportieren. Dem Gorilla gelingt die Flucht aus seinem Gefängnis. Er durchquert, dass Meer und begegnet einem weißen Hai, den er mit aller Kraft bekämpft. Nach kurzer Zeit erreicht der Gorilla Südkorea und beginnt damit einige Dörfer und Industriegebiete zu zerstören.

Zeitgleich plant die bekannte Schauspielerin Marilyn Baker in Südkorea einen neuen Film zu drehen. Bei ihrer Ankunft wird sie von Tom Rose begrüßt mit dem sie eine Beziehung hat. Der Gorilla erweckt schließlich die Aufmerksamkeit der südkoreanischen und amerikanischen Armee. Capt. Kim und Col. Davis beschließen gemeinsam gegen diesen als "King Kong" bezeichneten Affen zu kämpfen. Sie erhalten den Auftrag dieses Wesen lebendig zu fangen. Daraufhin evakurieren sie große Teile des Landes.

Während der Dreharbeiten zu dem neuen Film, muss Marilyn Baker eine Vergewaltigungsszene spielen und flieht vor ihrem filmischen Vergewaltiger. Allerdings kommt der Gorilla ihr zur Hilfe und entführt die blonde Schauspielerin. Die Armee eilt zu ihrer Hilfe, hierbei gelingt Marilyn Baker die Flucht. Sie wird bei Capt. Kims Familie einquartiert, während Marilyns Schwarm Tom Rose den Gorilla verfolgt.

Nach mehreren Niederlagen des Militärs erhält, es schließlich die Freigabe den Gorilla zu töten, nachdem er sich in Richtung Seoul bewegt. Dem Affen gelingt es nochmals Marilyn Baker zu entführen. Allerdings wird er so stark vom Militär beschoßen dass er stirbt.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film wurde innerhalb von kürzester Zeit gedreht um mit dem kommenden Film King Kong als Mockbuster konkurrieren zu können. Der Film enthält einige Elemente der Originalgeschichte. Aus diesem Grund wurde der Film auch als The New King Kong auf einem Teaser-Plakat beworben.[3] Rechteinhaber an King Kong war RKO. Diese führte gegen die Produktionsfirmen von A*P*E einen Rechtsstreit in der Höhe von 1.5 Millionen US-Dollar.[4]

Aus diesem Grund wurde der Titel A*P*E geändert und mit der Tagline ausgestattet "Not to be confused with King Kong" (Nicht mit King Kong zu verwechseln). In Südkorea und international wurde der Film trotzdem als Super King Kong und King Kong Returns vermarktet.[5]

Der Begriff A*P*E steht eigentlich für:

Attacking Primate MonstEr“

Das ist eine Anspielung auf M*A*S*H, die ebenfalls über diese Titelgebung verfügt. In Nordamerika wurde der Film im Oktober 1976 zwei Monate vor King Kong veröffentlicht. In der deutschen Fassung spricht der Koreaner Capt. Kim mit einem mittelbayerischen Dialekt. Weitere Verleihtitel waren später:

  • A*P*E: Attacking Primate Monster
  • Attack of the Giant Horny Gorilla
  • Hideous Mutant
  • The New King Kong

Sehr bekannt und populär wurde vor allem die Szene in der der Gorilla seinen Mittelfinger ausstreckt. Sie wurde später als Cover für das Buch The Official Razzie Movie Guide verwendet.[6]

Kritiken[Bearbeiten]

A*P*E wurde als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten bezeichnet, hauptsächlich wurden die schlechten Special Effects und das Gorilla-Kostüm negativ aufgenommen. John Wilson der Erfinder der Goldenen Himbeere beschreibt das Affenkostüm wie folgt:

„looks more like your grandmother's lamb's wool coat collar than an actual simian.“

es sieht eher aus wie Großmutters Jackenkragen aus Wolle als ein wirklicher Affe.[7]

Mike Bogue schreibt über den Film, dass er nicht der schlechteste Monsterfilm ist der jemals produziert wurde, allerdings würde er sehr hoch in einer Top Ten-Liste der der schlechtesten Monsterfilme stehen.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Podcast zum Film
  2. IMDB-Eintrag King Kong
  3. Stephen Jones. The Essential Monster Movie Guide Titan Publishing Group. 2000. S.36
  4. Stephen Jones. The Essential Monster Movie Guide Titan Publishing Group. 2000. S.36
  5. Plakate in der Türkei und in Frankreich
  6. Cover von The Official Razzie Movie Guide
  7. John Wilson. The Official Razzie Movie Guide. New York: Warner, 2005. 7-9
  8. A*P*E at Americankaiju.com. Retrieved 18 June 2009