Alt Porn

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Typisches Alt-Porn-Model mit Nippel-Piercing

Alt Porn (auch bekannt als „alt-porn“, „altporn“, alternaporn, oder einfach nur „alt“) ist die Abkürzung für „alternative Pornografie“. Das hervorstechende Merkmal des Pornogenres ist das die Darstellerinnen mit einem alternativem Aussehen aus den Subkulturen der Punk-, Emo-, des Gothik- oder der Skaterkultur ausgestattet sind. Die meisten Alt Porn-Filme werden von Indepent-Studios oder kleinen Filmemachern produziert. Die Models haben meist körperliche Veränderungen wie Tätowierungen, Piercings oder vorübergehende Unterschiede wie gefärbte Haare.

Ursprung und Entwicklung des Genre[Bearbeiten]

weiteres Beispiel für ein Alt-Porn-Model
Show auf den Inked Awards

Das Alt-Porn-Genre findet seine Wurzeln im Cinema of Transgression (Kino der Überschreitungen), das von Nick Zedd erdacht wurde. Diese Undergroundfilm-Bewegung, die ursprünglich in New York City beheimatet war, wurde von Nick Zedd mit folgenden Worten beschrieben:

„We propose that all film schools be blown up and all boring films never be made again.“

Wir schlagen vor, dass alle Filmschulen in die Luft gesprengt werden sollten und alle langweiligen Filme nicht mehr produziert werden sollten.[1]

Die Filme des Cinema of Transgression können als Vorläufer des Alt Porn-Genres verstanden werden. Weitere Einflüsse waren in den 1990er Jahren Filme von Gregory Dark, David Aaron Clark, Michael Ninn und Stephen Sayadian. Ein weiterer Einfluss auf das Alt-Porn-Genre war das Erotikmagazin Blue Blood, dass seit 1992 erotische Modells im Gothic- oder Cyberpunk-Look zeigte. Mit dem Aufkommen des Internets wuchs das Interesse am Thema Alt Porn. Webseiten wie Supercult oder die SuicideGirls sorgten dafür, dass der Alt Porn populär wurde.

Einfluss in die Filmbranche[Bearbeiten]

Im 2001 sorgten zwei Amateurpornos mit dem Titel Technosex für einen größeren Bekanntheitsgrad in der Hardcore-Branche. Im Jahr 2002 parodierte Regisseur Antonio Passolini mit dem Film The Ozporns die populäre MTV-Serie The Osbournes. Seit 2004 arbeitet Regisseur Eon McKai in diesem Genre. Er sorgte dafür, dass der Alt Porn auch in großen Studios wie bei der Vivid Entertainment Group produziert wurde. Zu den bekannten Darstellern des Genres zählen Joanna Angel, Justine Joli, Katja Kassin, Dana DeArmond, Kurt Lockwood, Rob Rotten, Sasha Grey, Mia Rose, Ava Rose, Kleio Valentien und Charlotte Stokely. Im Jahr 2005 erhielt der Film Stuntgirl des Regisseurs Jack the Zipper bei den AVN Awards die Auszeichnungen „Best All Sex Release“, „Best Couples Sex Scene – Video“ (Angelica Costello und Manuel Ferrara) sowie „Best Director – Non Feature“.

Bekannte Filme[Bearbeiten]

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • „AltPorn: AltPorn Genre History Timeline (part 1)“ by Beeker the StatsNrrd, Altporn.net, April 28, 2007.
  • „AltPorn: AltPorn Genre History Timeline (part 2)“ by Beeker the StatsNrrd, Altporn.net, May 15, 2007.
  • untitled comment by Forrest Black, altporn LiveJournal community, February 11, 2003.
  • „The Prince of Alt-Porn“ by Tristan Taormino, Village Voice, November 11th, 2005.
  • „Vivid Forms Vivid-Alt To Distribute Eon Mckai“ press release by Vivid PR, Adult Industry News (website), February 17, 2006.
  • „Vivid wins Alt war without shot being fired“ by Gram Ponante, Porn Valley Observed (website), May 10, 2006.
  • „SuicideGirls revolt“ by Deirdre Fulton, Portland Phoenix, October 7, 2005.
  • „Obscene But Not Heard“ by Peter Koht, Metroactive, January 4, 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nick Zedd: Cinema of Transgression Manifesto