Alter Kahn und junge Liebe (1957)

Aus Film-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
OriginaltitelAlter Kahn und junge Liebe
Alter Kahn und junge Liebe 1957 Logo 001.svg
ProduktionslandDDR
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1957
Länge80 Minuten
Stab
RegieHans Heinrich
DrehbuchHans Heinrich
ProduktionDEFA
MusikGerd Natschinski
KameraEugen Klagemann
SchnittHildegard Tegener
Ferdinand Weintraub
Besetzung

Alter Kahn und junge Liebe ist eine deutsche Kömodie des Jahres 1957, die unter Regie von Hans Heinrich entstand. Der Alternativtitel des Films lautet Sonne über den Seen.

Inhaltsverzeichnis

Handlung[Bearbeiten]

Die Lastkähne „Marie“ und „Anne“ reisen zusammen mit dem Schlepper „Horst“ auf dem Weg von Berlin nach Waren an der Müritz. Auf der Anne geht es fröhlich zu, da Anne Vollbeck auf dem alten Kahn ihres Onkel Herrmann Vollbeck Urlaub macht, um die Schönheiten der Mecklenburgischen Seenplatte zu entdecken. Auf der Marie hingegen herrscht ein rauerer Ton, da Heinrich „Hein“ Borcherts Kahn hoch verschuldet ist. Das stört vor allem seinen Sohn Karl „Kalle“ Borchert, der eigentlich das Leben genießen möchte, aber hierfür keine finanziellen Mittel zur Verfügung erhält. Hein entscheidet sich dafür eine zu schwere Zementlieferunng anzunehmen, um seine Schulden schneller ab zahlen zu können.

Während des Urlaubs von Anne Vollbeck verliebt sich Karl in sich in und sich in ihn. Allerdings bemüht sich auch der B-Patent-Kapitän Horst Richter um sie und plant sogar mit ihr zusammen zu studieren, um sein A-Patent zu erhalten. Darum versucht er sie mehrfach zu beeindrucken, unter anderem zeigt er ihr seinen Schlepper und schenkt ihr eine teure Brosche. Doch sie lässt ihn abblitzen. Schließlich kommt es zum Streit zwischen Kalle und seinem Vater, wegen 15 Mark die er für ein Geschenk für Anne ausgeben möchte. Er möchte auf den Kahn lieber verzichten. Ein kleiner Fahrfehler von Kalle, der durch die schwere Ladung verursacht wurde sorgt dafür dass die Marie beschädigt ist und die Fahrt unterbrochen ist. Notgedrungen werden auf Heins Kosten einige Zementsäcke mit dem Lastwagen transportiert. Darauf bezeichnet Hein Anne als Flittchen, was Anne am meisten verletzt ist, dass Kalle sie nicht in Schutz nimmt, sondern nur wortlos dasteht.

Da Hein die Zeit davon läuft um die Ladung rechtzeitig zu transportieren, beschließt er trotz Sturmwarnung den Kahn weiterfahren zu lassen. Diese Entscheidung bringt Hein und seine Frau in Lebensgefahr, während Kalle genötigt wird auf eine Feier zu gehen. Nach einer Prügelei rennt Kalle zu seinem Vater und rettet den beschädigten Kahn. Dieser muss schließlich doch verkauft werden, allerdings werden aus Anne und Kalle ein Paar.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Für Götz George war dieser Film der Beginn seiner langjährigen Filmkarriere, da hier seine erste Hauptrolle im Alter von 16 Jahren erhalten hat. Seine erste Nebenrolle übernahm in dem Film Wenn der weiße Flieder wieder blüht.

Für Regisseur Hans Heinrich war dieser Film der zweite Film der sich mit Thema Binnenschifffahrt beschäftigte, der Vorgänger Der Kahn der fröhlichen Leute gehört zu den erfolgreichsten Film der DEFA.[1]

Der Film erlebte am 22. Februar 1957 im Berliner „Babylon“ seine Premiere. Horst Naumann trat 1973 nochmals in einem Film mit gleichen Titel auf, der nicht auf der Geschichte des Films basierte.

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films beschreibt den Film als „gelegentlich holprig inszenierte, anspruchslose Unterhaltung“.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]