Ator II – Der Unbesiegbare

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Filmdaten
Deutscher Titel Ator II – Der Unbesiegbare
Originaltitel Ator 2 – L'invincibile Orion[1]
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1984
Länge 82 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Joe D’Amato
(als David Hills)
Drehbuch Joe D’Amato (ungenannt)
Produktion John Newman
Musik Carlo Rustichelli
Kamera Joe D’Amato
(als Federico Slonisko)
Besetzung

Ator II – Der Unbesiegbare ist ein italienischer Barbarenfilm des Jahres 1984, der unter der Regie von Joe D’Amato entstand. Der Film stellt nach Ator – Herr des Feuers den zweiten Teil der Filmreihe dar. Er versucht als Mockbuster von dem Erfolg der Barbarenfilme, die vor allem durch den Film Conan der Barbar symbolisiert werden, zu profitieren. Der Film wird häufig zu den schlechtesten Filmen, die jemals produziert wurden gezählt.

Handlung[Bearbeiten]

Das Schloss Hohenschwangau wurde für einige Luftaufnahmen verwendet

Einige Jahre nachdem der Barbar Ator den Spinnengott besiegt hat, entdeckt der weise Wissenschaftler Akronnos die Atomenergie in Gestalt des Strahlenden. Akronnos befürchtet, dass sein ehemaliger Schüler Zoran, sich dieses Wissen unter den Nagel reißen möchte und bittet seine Tochter Mila nach Ator zu suchen. Dieser hat ebenfalls bei Akronnos einige Jahre studiert und sich dabei einiges an Wissen angeeignet.

Ator zog sich zusammen mit dem Samurai Thong in eine Höhle zurück, um dort ein mächtigeres Schwert zu schmieden. Schließlich nimmt Zoran seinen ehemaligen Lehrmeister gefangen und Mila versucht den Helden zu erreichen und wird dabei von einem Pfeil angeschossen. Ator und Thong versorgen medizinisch deren Wunde und beschließen mit Mila vereint Akronnos zu befreien.

Hierfür begibt sich Ator mit seinen Gefährten in mehrere Abenteuer und muss unter anderem einige Höhlenmenschen besiegen. Während einer Pause begegnen sie zwei fliehenden Frauen, die sie um Hilfe für ihr Dorf bitten, in dem auch Ator aufgewachsen ist. Ator ist bereitet ihnen zu helfen und erfährt, dass der Dorfälteste die Bewohner seines Dorfes einer Sekte überlässt, damit diese einem Schlangengott geopfert werden können. Ator selbst wird von dem Dorfältesten betäubt und muss miterleben, wie die Sektenmitglieder das Dorf auslöschen. Schließlich soll auch er dem Schlangengott geopfert werden, allerdings kommt ihm Thong zur Hilfe und Ator kann sowohl die Sekte als auch den Schlangengott vernichten.

Mit einem Paraglider, der von Akronnos erfunden wurde, gelingt es dem Barbaren und seinen Mitstreitern, einen Überrasschungsangriff zu starten, bei dem Zoran sein Ende findet. Schließlich beschließt Akronnos das Strahlende zu vergraben und Ator damit zu beauftragen dass er die Menschen weiterhin beschützen möge, während Mila erklärt, sie werde auf Ator warten.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film wurde von Joe D’Amato produziert, um den bestehenden Vertrag aus dem ersten Ator-Film mit dem Hauptdarsteller Miles O’Keeffe weiter nutzen zu können. Ein Drehbuch wurde für den Film nicht erstellt.[2]

Die Dreharbeiten gestalteten sich mehr als schwierig, da Miles O’Keeffe religiöse Probleme mit den Film hatte. Hierzu sagte Joe D’Amato dem italienischen Fanzine „Nocturno”:

„Schon war alles bereit zum Drehen, ja wir hatten schon vor zwei Tagen mit den Proben begonnen, als Miles sich weigerte, am Projekt teilzunehmen – aus Problemen religiöser Natur. Er war wie ein Besessener mit der Religion. Eines Nachts sind wir bis vier am Morgen mit Miles wachgeblieben, der auf den Treppen saß, vor dem Büro, um zu weinen. Seine Psyche war ein wenig labil, der Arme … (In deutscher Übersetzung aus dem Italienischen)[3].“

Als Filmset wurde unter anderem eine Höhle verwendet, die mehrfach im Film erscheint und verschiedene Lokalitäten vertritt: So z. B. als Heimat der Höhlenmenschen, als Aufenthaltsort von Ator oder als Labor von Akronnos. Auch einige Luftaufnahmen wurden aus Archivaufnahmen verwendet, die zwar sehr schön aussehen, aber nicht zu den vorherigen Kulissen des Films passten. Die Burg von Akronnos ist zuerst als italienische Villa zu sehen und später verwandelt es sich teilweise in das Schloss Hohenschwangau mit bayerischer Landesflagge.[4]

In Amerika erhielt der Film gleich mehrere Titel Ator the Invincible 2, The Blade Master, Ator, the Blade Master, Cave Dwellers und The Return. Wobei Cave Dwellers der bekannteste wurde, da der Film mit diesem Titel in der Filmreihe Mystery Science Theater 3000 verwendet wurde. In Deutschland wurde er unter dem Namen Ator – Der Unbesiegbare für die Fernsehsendung Die schlechtesten Filme aller Zeiten verwendet.

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film erreichte bei einer Zusammenfassung der 66 schlechtesten Filme aller Zeiten auf der Webseite von Total Film den 44. Platz.[5] In den IMDB-Bottom-100-Charts erreichte der Film den 69. Platz.[6]

Die Webseite Die besten Horrorfilme.de schreibt über den Film:

„Hier hat sich kein geringerer als Joe D'Amato (Nackte Eva, Sado - Stoß das Tor zur Hölle auf) versucht. Konnte man Ator – Herr des Feuers von ihm noch halbwegs als unterhaltsam ansehen, ist dieser Film nur noch als Fantasy-Trash-Gurke zu bezeichnen. Wäre D'Amato ein unbeschriebenes Blatt, hätte man ihm dies als Dilettantismus verzeihen können, denn hier ist wirklich alles im Eimer. Die Story ist flach, die Darsteller allesamt schlecht, die Maske und Kostüme billig und die Action alles andere als gut ausgearbeitet. Den absoluten Tiefpunkt erleben wir bei Ators Kampf gegen die Riesenschlange.[7]

Die Zeitschrift Cinema urteilt über Ator II:

„Anabolika-Mutanten hauen sich die Rübe ein. Mies![8]

Die Webseite Filmflausen schreibt über den Film:

„’Ator – Der Unbesiegbare’ wird seinem Titel in keinster Weise gerecht und geht schon in der 2. Runde k.o. Wer aber nicht genug von Fell-Gamaschen, klirrenden Blechschwertern und Steinbruch-Epik bekommt, kann ruhig mal einen Versuch wagen.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roberto Chiti, Roberto Poppi, Enrico Lancia, Mario Pecorari: Dizionario del cinema italiano vol. 5, Gremese 2000, S. 54
  2. Palmerini, Luca M.; Mistretta, Gaetano: Spaghetti Nightmares. Fantasma Books: Key West 1996; dort: 79
  3. vgl. Marco Giusti, dizionario dei film italiani STRACULT, Milano 1999: 824.
  4. Film
  5. 66 Worst Movies Of All Time. In: Total Film. 15. Februar 2012. Abgerufen am 30. September 2013.
  6. IMDB-Eintrag
  7. Die besten Horrorfilme
  8. Cinema
  9. Filmflausen.de-Eintrag