Chuck Norris

Aus Film-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Chuck Norris am Set von "Delta Force" (1986)

Chuck Norris (* 10. März 1940 in Ryan, Oklahoma; eigentlich Carlos Ray Norris Jr.) ist ein US-amerikanischer Kampfkünstler, Action-Schauspieler und Buchautor. Er entwickelte außerdem seine eigene Kampftechnik mit dem Namen Chun Kuk Do.[1]

Lebenslauf[Bearbeiten]

Chuck Norris im Jahr 1976

Chuck Norris wurde unter dem Namen Carlos Ray Norris Jr. in Ryan, Oklahoma geboren.[2] Seine Elteren Wilma Scarberry and Ray Norris. Chuck Norris ist der Sohn von Ray und Wilma Norris, beide Elternteile sind jeweils halb Cherokee, halb irischer Abstammung.[3] [4]

Chuck Norris hat zwei jüngere Brüder zum ersten seinen Bruder Wieland der 1943 geboren wurde und 1970 in Vietnam starb zum anderen seinen Bruder Aaron der 1951 geboren wurde und später mit ihm gemeinschaftlich zusammenarbeitete. Seine Eltern ließen scheiden, als Chuck Norris etwa 16 Jahre alt war.[5]

In seiner Kindheit war er eigentlich schüchtern und weniger sportlich und sein Vater Ray hatte ein Alkoholproblem.[6] [7]

Schließlich schloss er sich 1958 der United States Air Force als ein Air Policeman an und war auch in Südkorea tätig. In dieser Zeit erhielt er seinen Spitznamen Chuck und begann mit dem Training des Tang Soo Do, wo er schließlich den 8. Dan erreichte und in den 1990er Jahren die Kampftechnik des Chun Kuk Do entwickelte.[8]

Bis 1962 war er als Air Policeman tätig und versuchte mit einer eigenen Karatestudio-Kette Geld zu verdienen. 1963 bestritt Norris in Salt Lake City sein erstes Kampfsporttunier.[9] Es folgten weitere Turniere, von denen Norris mehr als 30 gewinnen konnte. Er treaf in den Turnieren unter anderem auch auf Joe Lewis und im Jahr 1967 auf Bruce Lee. [10] Ferner interessierte er sich für weitere Kampftechniken wie das Brazilian Jiu-Jitsu und erlernte bei Carlos Machado den populären Roundhouse-Kick, der mit Chuck Norris Namen verbunden ist.

1968 brachte ihn Bruce Lee zum Film, zunächst erhielt er eine Nebenrolle in dem Film Rollkommando mit Dean Martin und Elke Sommer in den Hauptrollen. Bis 1972 war Norris hauptsächlich in Nebenrollen zu sehen und wirkte unter anderem auch in der Roger Corman-Produktion The Student Teachers mit. 1974 beendete Norris seine Karriere im Kampfsport.[11]

1972 erhielt er schließlich seine erste große Hauptrolle in dem Film Die Todeskralle schlägt wieder zu mit Bruce Lee, in dem er einen amerikanischen Karatemeister verkörperte der seinem großen Gegner Bruce Lee unterlag.

An einer Karriere beim Film war Chuck Norris eigentlich nicht sehr interessiert, er wollte sich eigentlich um seine Kette von Kampfschulen kümmern, die kurz vor dem Ruin standen. So übernahm er 1973 die Rolle des Bösewichts in dem Streifen Der Boß von San Francisco, um sieben Kampfschulen zu retten.[12]

Sein guter Freund Steve McQueen brachte Norris dazu, Schauspielunterricht zu nehmen und eine Laufbahn als Schauspieler einzuschlagen[13] Es folgten weitere Actionfilme wie Breaker Breaker oder Der Schwarze Tiger.

Chuck Norris im Jahr 2006

Chuck Norris spielte hauptsächlich den Helden in Filmen wie beispielsweise in Der Bulldozer (1979) und Octagon (1980), die über 100 Millionen US-Dollar an den Kinokassen einnehmen konnten.[14] Die Filme folgten schnell und Chuck Norris wurde bei seiner Arbeit unter anderem auch seinem Bruder Aaron und seinem Sohn Eric Norris unterstützt. Die meisten Filme aus den 1980er und 1990er Jahren entstanden unter der Produktion der Filmfirma Cannon Films. Seine letzte Kinorolle übernahm er 1995 bis 2004 in Top Dog. Es folgten Direct-to-Video-Produktionen wie Forest Warrior, Enter the Hitman oder The President’s Man.

1993 übernahm er die Hauptrolle von Cordell Walker in der Serie Walker, Texas Ranger, die bis 2001 produziert wurde. Hier verkörperte er einen Ranger, der sich für Recht und Gerechtigkeit einsetzt.

Spätere Filmauftritte von Chuck Norris wurden rarer. Er übernahm 2003 schließlich die Rolle eines Engels in dem christlichen Horrorfilm Bells of Innocence, der Film wurde ebenfalls nur als Direct-to-Video-Produktion veröffentlicht. 2004 benahm er einen Cameo-Auftritt in der Komödie Voll auf die Nüsse. 2012 spielte er nochmals auf seine Rolle von John T. Bookers an, in dem er diese Rolle in dem Film The Expendables 2 übernahm.

Familie[Bearbeiten]

Chuck Norris hat fünf Kinder: zwei Söhne aus erster Ehe (1958) mit Dianne Holechek und Zwillinge, einen Sohn und eine Tochter, aus der zweiten Ehe (1998) mit Gena O’Kelley sowie eine weitere Tochter.[15] Sein Sohn Mike ist als Stuntman, Regisseur, Produzent sowie Schauspieler aktiv.[16]

Christliche Prägung[Bearbeiten]

Chuck Norris ist christlich-evangelikal geprägt und ist ein Anhänger des Kreationismus. Die Evolutionstheorie ist für ihn falsch.[17]

Er unterstützt außerdem die Intelligent-Design-Bewegung.

Chuck Norris Facts[Bearbeiten]

Auf die Chuck Norris Facts anspielende Kreidezeichnung

Die Chuck Norris Facts, werden im deutschen Sprachraum auch als Chuck-Norris-Witze bezeichnet und zu einem weltweiten Internetphänomen geworden. Die Fakten übertreiben die übertreiben und persiflieren die Härte, Stärke, Männlichkeit und Fähigkeiten von Chuck Norris. Diese sind vor allem durch seine Stereotypischen Figuren entstanden, die er verkörpert hat.

Ein Beispiel hierfür ist folgender Witz:

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird er nicht nass. Das Wasser wird Chuck Norris.“

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. About the Chuck Norris System
  2. Chuck Norris, Joe Hyams 1. In: The Secret of Inner Strength; My Story, 1st, Little, Brown and Co., Boston 1988, ISBN 0-316-61191-3.
  3. Tobias Hohmann: Norris, Hille 2013, S. 9.
  4. Ira Berkow: At Dinner with: Chuck Norris, The New York Times. May 12, 1993. 
  5. Chuck Norris – Strong, Silent, Popular. September 1, 1985.
  6. Chuck Norris Fights to Be a Better Actor in 'Hero and the Terror' Role, The Los Angeles Times. September 2, 1988. 
  7. Breaking the Silence : People.com.
  8. Candace A. Wedlan: Body Watch; Kicking Old Habits; Chuck Norris found he couldn't eat just anything after he hit his mid-30s. These days, TV's top ranger feasts on veggies, fowl and fish. And he tries to keep his distance from peanut clusters., The Los Angeles Times. October 2, 1996. 
  9. Tobias Hohmann: Norris, S. 19f.
  10. Tobias Hohmann: Norris, S. 21f.
  11. Tobias Hohmann: Norris, S. 56.
  12. Tobias Hohmann: Norris, S. 47-51.
  13. Tobias Hohmann: Norris, S.61ff.
  14. Tobias Hohmann: Norris, S.101.
  15. Biography and Profile of Chuck Norris. In: about.com, abgerufen am 12. März 2012 (englisch)
  16. Tobias Hohmann: Norris, S. 292
  17. On Chuck Norris 'mania' sweeping the Net