Der Mann, der Bäume pflanzte

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Filmdaten
Deutscher TitelDer Mann, der Bäume pflanzte
OriginaltitelL’homme qui plantait des arbres
ProduktionslandKanada
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1987
Länge30 Minuten
AltersfreigabeFSK 0
Stab
RegieFrédéric Back
ProduktionFrédéric Back
Hubert Tison
MusikDenis L. Chartrand
Normand Roger
KameraClaude Lapierre
Jean Robillard
SchnittNorbert Pickering
Synchronisation

Der Mann, der Bäume pflanzte ist ein kanadischer Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1987. Er basiert auf der gleichnamigen Erzählung von Jean Giono.

Inhaltsverzeichnis

Handlung[Bearbeiten]

Im Jahr 1910 unternimmt ein 22-jähriger Mann ganz alleine eine Bergwanderung durch die karge Bergland der Provence in Frankreich. Nachdem ihm dass Wasser ausgegangen war, begab er sich für mehrere Stunden auf die Suche und trifft zufällig einen fast schweigsamen Schafhirten. Dieser 55-jährige Mann gibt Wasser, etwas zu essen und lässt ihn in seiner Hütte übernachten. Kurz vor dem Essen sortiert der Hirte namens Elzéard Bouffier mehrere Eicheln. Daraufhin entscheidet sich der junge Mann dafür einige Zeit bei diesem Mann zu bleiben.

Elzéard Bouffier erzählt ihm, dass er nachdem er seinen Sohn und seine Ehefrau verloren hatte, sich dafür entschieden hat, ein Leben in Einsamkeit zu führen. Er entschloss auf Grund des Mangels an Bäumen, etwas dagegen zu unternehmen und sät seitdem täglich 100 Bäume.

Schließlich ereignet sich der Erste Weltkrieg und der Erzähler wird in den Krieg eingezogen und muss kämpfen. Nach dem Tod und der Gewalt unternimmt er aus Bedürfnis nach frischer Luft wieder eine Wanderung in der Gegend und trifft auch wieder auf den Schäfer, der seiner Tätigkeit des Bäumepflanzens weiterhin unbeirrt weiterverfolgt. Er besucht Elzéard Bouffier regelmäßig in den nächsten Jahren und das Wachstum des Waldes verändert die Landschaft. Es ibt wieder Wasser in den Brunnen und Menschen kehren in die ehemals verlassenen Dörfer zurück.

Die Regierung nimmt an, dass dieser Wald als Laune der Natur entstanden ist und erklärt das Gebiet in einem Festakt zum geschützten Gebiet. Über vier Jahrzehnte pflanzt Bouffier Bäume und wechselt in der Zwischenzeit den Beruf zum Imker. Bouffiers Leistung bleibt beinahe unentdeckt, er verpasst den Zweiten Weltkrieg, allerdings werden einige Bäume für die Verarbeitung zu Kohle abgeholzt. Allerdings liegt der Wald viel zu abgelegen, um den Pflanzungen großen Schaden zuzufügen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg reist der Erzähler ein letztes Mal in die Berge, um sich von Elzéard Bouffier zu verabschieden, da dieser im hochbetagten Alter zufrieden und glücklich verstirbt.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Die Geschichte des Autors Jean Giono wurde von vielen Lesern als glaubhaft empfunden, so dass sie dachte das es sich hierbei um eine historische Figur handeln würde. Allerdings war Elzéard Bouffier eine erfundene Figur.[1] Er schrieb über die Geschichte an einen Wasser- und Forstverantwortlichen der Stadt Digne folgendes:

Ich bin traurig, Sie zu enttäuschen, aber Elzéard Bouffier ist eine erfundene Persönlichkeit. Das Ziel bestand darin, die Liebe zum Baum zu fördern, oder genauer, die Liebe zum Pflanzen von Bäumen zu entfachen (was von jeher eine meiner teuersten Ideen ist).[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Mann, der Bäume pflanzte bekam unter anderem folgende Auszeichnungen:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]