Der Spion, der aus dem Speiseeis kam

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Filmdaten
Deutscher TitelDer Spion, der aus dem Speiseeis kam
OriginaltitelLe spie vengono dal semifreddo
ProduktionslandItalien
USA
OriginalspracheItalienisch
Englisch
Erscheinungsjahr1966
Länge82 Minuten
Stab
RegieMario Bava
DrehbuchItalianische Version:
Castellano & Pipolo
Franco Dal Cer
Englische Version:
Louis M. Heyward
Robert Kaufman
ProduktionFulvio Lucisano
Louis M. Heyward
MusikItalianische Version:
Lallo Gori
Englische Version:
Les Baxter
KameraAntonio Rinaldi
SchnittItalianische Version:
Frederick Muller
Englische Version:
Ronald Sinclair
Besetzung

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Der Spion, der aus dem Speiseeis kam ist eine italienisch-amerikanische Agentenfilmparodie des Jahres 1966, die unter der Regie von Mario Bava entstand.

Handlung[Bearbeiten]

Nachdem der verrückte Wissenschaftler Dr. Goldfoot offiziell für Tod erklärt wurde, werden überall auf der Welt erfolgreiche Politiker und ähnliche Funktionäre bei einer Explosion getötet. Die Explosion wird regelmäßig durch den Kuss eines Roboters ausgelöst, der wie eine attraktive Frau aussieht. Während der ehemalige Geheimagent Bill Dexter herausgefunden hat, dass Dr. Goldfoot noch am Leben ist, wird er von seinem Vorgesetzten Colonel Doug Benson verhöhnt.

Er sorgt schließlich dafür, dass die beiden trotteligen Hotelpagen Ciccio und Franco beim Geheimdienst als Agenten anfangen dürfen. Diese finden eher zufällig das Versteck von Dr. Goldfoot und dessen geheimes Labor. Als sie Colonel Benson hiervon berichten, sorgt Dr. Goldfoot dafür, dass sein Versteck wie ein harmloses Mädchenpensionat aussieht. Schließlich gelingt es den Beiden die Double-Maschine zu aktivieren und zahlreiche Frauenroboter zu produzieren. Zusätzlich entführt Dr. Goldfoots Handlanger Fong die hübsche Rosanna, in die Bill verliebt ist.

Nach einiger Zeit wird Ciccio von Dr. Goldfoot gefangen und dupliziert. Der Wissenschaftler gibt dem Double den Befehl jedes Lebewesen in seiner Nähe zu töten. Bill kann den Roboter ausschalten und Ciccio und Rosanna befreien. Dr. Goldfoot und seine Lakaien fliehen schließlich mit einem Flugzeug, in dem sich eine Atombombe befindet, nach Moskau, um den Kreml in die Luft zu jagen. Bill und seine trotteligen Freunde nehmen mit einem Heißluftballon die Verfolgung auf und können die Explosion des Kremls verhindern. Während Ciccio und Franco vom russischen Militär verhaftet und nach Sibirien gebracht werden, kehrt Bill als vollwertiges Mitglied der CIA zurück.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film wurde als inoffizielle Fortsetzung des Films Dr. Goldfoot und seine Bikini-Maschine aus dem Jahr 1965 produziert und hat inhaltlich wenig mit dem Vorgänger zu tun. Die Figur von Dr. Goldfoot wurde regelmäßig von Vincent Price verkörpert. Ursprünglich wollte Fulvio Lucisano, der Chef von Italian International Film, eine Fortsetzung zu dem Film Zwei Trottel gegen Goldfinger (1965) produzieren. Allerdings entschied sich American International Pictures dafür an den Erfolg des ersten Dr. Goldfoot-Films anzuknüpfen.[1] Mario Bava wollte ursprünglich eigentlich nicht bei diesem Film Regie führen, allerdings zwangen ihn vertragliche Verpflichtungen zur Übernahme der Regie.[1]

Die amerikanische Version unterscheidet sich von der italienischen, da in der amerikanischen Version Vincent Price im Mittelpunkt stand, während in der italienischen Version das Komikerduo Franco Franchi und Ciccio Ingrassia die meiste Zeit mit ihren Gags ausfüllten.[2]

Die Dreharbeiten fanden im April 1966 in den Cinecittà Studios und in der Gegend des Parco di Principe, im Rome Cavalieri Hilton und im Luna Park statt.[3]

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film war kein großer finanzieller Erfolg und wurde von vielen Kritikern als Bavas schlechtester Film bezeichnet.[4]

Samuel Z. Arkoff ging davon aus, dass der Film floppte, weil sich Laura Antonelli weigerte sich auszuziehen.[5] Vincent Price selbst bezeichnete den Film als seinen größten filmischen Fehler.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Dr Goldfoot and the Girl Bombs at Mario Bava
  2. Richard Harland Smith, "Dr Goldfoot and the Girl Bombs", Turner Classic Movies accessed 5 July 2014
  3. When in Rome, Don't Give Up: Schizophrenic Roman Holiday Champlin, Charles. Los Angeles Times (1923-Current File) [Los Angeles, Calif] 26 June 1966: b1.
  4. Second 'Dr. Goldfoot' Film Really a Bomb, Thomas, Kevin. Los Angeles Times (1923-Current File) [Los Angeles, Calif] 02 Dec 1966: d24.
  5. Samuel Z Arkoff & Richard Turbo, Flying Through Hollywood By the Seat of My Pants, Birch Lane Press, 1992 p 136-137
  6. Vincent Risoli-Black, "Wrong Turn: the Fifth Season of Love: The Way... the Way Out... and the Wayward Dolphins" iUniverse, 23 Sep 2010 p 84 accessed 5 July 2014