Der Struwwelpeter (1955)

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Filmdaten
OriginaltitelDer Struwwelpeter
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1955
Länge79 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
Stab
RegieFritz Genschow
DrehbuchFritz Genschow
Renée Stobrawa
Hans-Joachim Weichert
ProduktionFritz Genschow Film
MusikHans-Joachim Wunderlich
KameraGerhard Huttula
SchnittAnneliese Krigar
Besetzung

Der Struwwelpeter ist ein deutscher Kinderfilm aus dem Jahr 1955, der auf dem gleichnamigen Bilderbuch von Heinrich Hoffmann basiert. Der Film entstand unter der Regie von Fritz Genschow, der auch die Rolle des Erzählers übernahm.

Handlung[Bearbeiten]

Im Film werden die Geschichten des Kinderbuchs von einem Erzähler (gesprochen von Fritz Genschow) begleitet. Die Szenen halten sich größtenteils an die Vorlage von Heinrich Hoffmann. Die Reime werden in gesprochener, gesungener Form alle genannt und dabei werden die Geschichten szenisch dargestellt. Meistens werden dabei sogar die zeichnerischen Motive nachgestellt.

Der Struwwelpeter[Bearbeiten]

Peter verzichtete seit langer Zeit auf einen Besuch beim Friseur und hat weder Schere und Kamm an sich herangelassen. Dieser Zustand brachte ihm den Namen Struwwelpeter ein.

Hanns Guck-in-die-Luft[Bearbeiten]

Hanns ist auf dem Weg zur Schule und schaut ständig in die Luft und fällt bei seinem Gang zur Schule zusammen mit seiner Schultasche ins Wasser, wo er von drei Fischen ausgelacht wird. Anschließend wird er von zwei Erwachsenen gerettet.

Der Suppen-Kaspar[Bearbeiten]

Der dickliche Kasper wird von der Köchin des Hauses regelmäßig mit Suppe verwöhnt. Eines Tages kommt er auf die Idee die Nahrungsaufnahme der Suppe zu verweigern und Sport zu machen. Er wird mit der Zeit immer dünner und weigert sich die Suppe zu essen. Schließlich wird er so schwach und dünn, dass er verstirbt und mit einer Suppenschüssel begraben wird.

Der Zappel-Philipp[Bearbeiten]

Philipp zappelt am Esstisch solange bis es seinem Vater nervt und er es ihm verbietet. Allerdings mach Philipp weiter und fällt vom Stuhl und kann sich nur noch an der Tischdecke halten, die er ebenfalls mitabräumt.

Der Daumenlutscher[Bearbeiten]

Ein Junge namens Konrad hat das Hobby ständig am Daumen zu ltuschen, obwohl es ihm von seiner „Frau Mama“ verboten wurde. Als sie fortgeht warnt sie ihn, nicht am Daumen zu lutschen, da ihm ansonsten der Schneider diese abschneiden würde. Das interessiert ihn nicht und der Schneider schneidet ihm mit einer riesigen Schere beide Daumen ab und seine Mutter kann ihn nur noch in den Arm nehmen.

Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug[Bearbeiten]

Pauline ist mit ihren beiden Katzen alleine zuhause und spielt im Tanze mit Streichhölzern. Hierbei steckt sie sich selbst in Brand und die beiden Katzen beweinen sie kläglich.

Die Geschichte vom wilden Jäger[Bearbeiten]

Ein Jäger versucht einen Hasen zu erlegen, allerdings ist der Jäger nicht besonders klug und fällt schließlich in einen Brunnen und kann nur von seiner Frau herausgezogen werden.

Die Geschichte vom bösen Friederich[Bearbeiten]

Diese Episode beginnt mit den Worten:

„Der Friederich, der Friederich der war ein arger Wüterich!“

Der Wüterich beginnt in der Wut der Peitsche um sich zu schlagen, seine Schwester zu quälen, die gute Stube zu zerstören und Tiere zu quälen. Als er allerdings auf einen Hund trifft, beißt ihn dieser ins Bein und der örtliche Arzt verarztet ihn mit widerlicher Medizin und einer Spritze.

Die Geschichte vom Mohr[Bearbeiten]

Ein Mohr wird von drei Knaben verspottet, die daraufhin vom „Nikolas“ zur Strafe in schwarze Tinte getaucht werden und damit viel schwärzer als der Mohr sind.

Die Geschichte vom fliegenden Robert[Bearbeiten]

Der Fliegende Robert hält es bei wildem Wetter nicht in der Stube aus, und der Sturm trägt ihn davon.

Epilog[Bearbeiten]

Schließlich dreht sich die Zeit zurück und der Nikolaus beschenkt zusammen mit dem Christkind alle Protogonisten nachdem sie ihre Taten bereuen.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Struwwelpeter wurde unter anderem am Stölpchensee gedreht.[1] Die Dreharbeiten fanden 1954 statt.[1] Am 23. Januar 1955 erlebte der Film in mehreren Städten seine Premiere.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]