Die Liebesnächte des Herkules

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Liebesnächte des Herkules
Originaltitel Gli amori di Ercole
Produktionsland Italien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1960
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Carlo Ludovico Bragaglia
Drehbuch Alessandro Continenza
Luciano Doria
Produktion Alberto Manca
Musik Carlo Innocezi
Kamera Enzo Serafin
Schnitt Renato Cinquini
Besetzung

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Die Liebesnächte des Herkules (Originaltitel: Gli amori di Ercole) ist ein italienischer Sandalen-Abenteuerfilm des Jahres 1960, der unter der Regie von Carlo Ludovico Bragaglia entstand.

Handlung[Bearbeiten]

Während der Abwesenheit des Halbgottes Herkules wird sein Heimatdorf von König Eurytos Armee überfallen. Hierbei wird neben zahlreichen Bewohnern auch dessen Ehefrau getötet. König Eurytos von Ecalia ist jedoch selbst das Opfer einer Intrige und wird von dessen Befehlshaber Lycos getötet. Er plant die Deianira die Tochter von Eurytos zu heiraten, um seine Macht zu festigen.

Als Herkules sich an Eurytos rächen möchte, muss erfahren, dass er bereits verstorben ist und Deianira möchte sich einem Gottesurteil unterwerfen, um die Schuld ihres Vaters zu sühnen. Bei diesem Gottesurteil stellt sich heraus, dass sie und ihr Vater nicht an der Ermordung seiner Frau beteiligt waren. Schließlich verliebt sich Herkules in sie. Daraufhin versucht ihm Lycos einen Mord an einem Offizier unterzuschieben. Herkules versucht seine Unschuld zu beweisen, in dem er eine dreiköpfige Hydra tötet. Hierbei wird er stark verletzt und von den Amazonen gerettet.

Königin Hippolyta möchte Herkules an sich binden und ihn mit der Hilfe einer Hexe verzaubern. Hierfür nimmt sie Dianiras Gestalt an und versucht ihn zu verführen, um ihn anschließend wie alle ihre Liebhaber in einen lebenden Baumstamm zu verwandeln. Währenddessen findet Dianira heraus, dass Lycos ihren Vater ermordet hat und ansonsten für die Unterdrückung ihres Volkes verantwortlich ist. Als sie ihn in den Kerker werfen lassen möchte, gehorchen ihr die Soldaten nicht mehr und werfen sie in der Kerker. Lycos versucht sie zur Hochzeit zu zwingen.

Herkules gelingt schließlich mit der Hilfe der Amazone Némée die Flucht aus dem Königreich der Amazonen und organisiert anschließend eine Rebellion gegen Lycos. Es gelingt ihn das Königreich zu befreien, allerdings flieht Lycos mit Königin Dianira als Geisel aus dem Königreich in eine Höhle. Hier wird er von einem Yeti-ähnlichen Wesen getötet. Herkules rettet seine neue Herzenskönigin vor dem Monster und kann sie in seine Arme nehmen.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film stellt eine Fortsetzung des Films Herkules und die Königin der Amazonen der unter der Regie von Pietro Francisci entstand. Zeitgleich zu Die Liebesnächte des Herkules entstand der Film Die Rache des Herkules als direkte Fortsetzung mit anderen Schauspielern unter der Regie von Vittorio Cottafavi, der nur zwei Tage später in den italienischen Kinos präsentiert wurde. Für Mickey Hargitay war dieser Film das Debüt als Hauptdarsteller.[1]

Die beiden Hauptdarsteller Mickey Hargitay und Jayne Mansfield, waren damals auch im realen Leben miteinander verheiratet. Mansfield erhielt die Gage von 75.000 US-Dollar für diesen Film[2]. Gedreht wurde der Film direkt in Italien, als der Sandalenfilm populär war. Ihr wurde der Film angeboten, als sie in Spanien den Film Sheriff wider Willen abdrehte und stimmte dem Filmangebot zu, wenn ihr Mann die Hauptrolle übernehmen könnte.[3] Während der Dreharbeiten war sie bereits im vierten Monat schwanger und hatte von ihrem damaligen Arbeitgeber 20th Century Fox die Erlaubnis erhalten, an den Dreharbeiten teilzunehmen.[4] Der Film erlangte in sowohl in Italien, als auch in Amerika im Rahmen einer Fernsehausstrahlung den Status eines Kultfilms.

Am 14. April 2017 war der Film Bestandteil der elften Staffel der Reihe Mystery Science Theater 3000.

Kritiken[Bearbeiten]

„Eher erheiternd als zu Tränen rührend: Der Humor, der unfreiwillige, kommt jedenfalls nicht zu kurz.“

Lexikon des Fantasy-Films[5]

„Es handelt sich um einen mythologischen Comic, jeglicher Originalität entbehrend, bescheiden gespielt und inszeniert.“

Segnalazioni Cinematografiche, vol. 48, 1960.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag auf Italo-Cinema
  2. Michael Feeney Callan: Jayne Mansfield – ihre Filme, ihr Leben. 1989
  3. S.85 Faris, Jocelyn Jayne Mansfield ABC-CLIO, 01/01/1994
  4. S. 108 Strait, Raymond Here They Are Jayne Mansfield SP Books, 1992
  5. Ronald M. Hahn, Volker Jansen, Norbert Stresau: Lexikon des Fantasy-Films. 650 Filme von 1900 bis 1986. Heyne, München 1986, ISBN 3-453-02273-4, S. 299–300.