Die Pfingstorgel (1965)

Filmdaten
Deutscher Titel Die Pfingstorgel
Originaltitel Die Pfingstorgel - Eine Moritat aus dem Gäuboden
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1965
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Kurt Wilhelm
Drehbuch Kurt Wilhelm
Alois Johannes Lippl (Originalgeschichte)
Produktion Hans Stepan
Musik Karl List
Kamera Erwin Tischler
Besetzung

Die Pfingstorgel ist eine deutsche Fernsehkomödie aus dem Jahr 1965 von Kurt Wilhelm.

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Zwei Moritatensänger präsentieren dem staunenden Publikum, die Geschichte der Pfingstorgel von Mauth. Der Bürgermeister Nikolaus Zirngibl ist zusammen mit seiner Tochter Gertrud zu einer Hochzeit im Nachbarort eingeladen. Da er sich sehr geizig verhält und vor nur einem Bier die Zeit absitzt, wird er von den Hochzeitsgästen verspottet, weil nicht einmal ihre Kirche eine Orgel besitzt. Währenddessen hat Gertrud nur noch Augen für den Musikanten Ambros Flohreiter, mit dem sie heftig flirtet.

In dieser Nacht beschließt Ambros sein Leben als Musikant aufzugeben, um Bauer zu werden und um die Hand von Getrud anzuhalten. Sein Vater offenbart ihm, dass er eigentlich ein Bauernsohn aus Mauth ist und somit der zweitreichste Bauer des Dorfes wäre. Allerdings wurde er von seinem älteren Bruder Emmeran Flohreiter vertrieben. Sie beschließen zusammen mit ihren Freunden, im Dorf aufzumarschieren und um die Hand der Tochter des Bürgermeisters anzuhalten.

Am nächsten Tag wird in einer Sondersitzung des Gemeinderates, über die Anschaffung einer Orgel diskutiert. Hierbei wird ein Opferstock geöffnet und festgestellt, dass innerhalb der letzten sechzig Jahre sehr wenig Geld und einige Hosenknöpfe für die Anschaffung einer Orgel gegeben wurde. Nach einiger Zeit erfährt der Bürgermeister, dass die Musikanten aufmarschiert sind, in seiner Wut lässt sich der Bürgermeister dazu hinreißen, die Musikanten als Diebe zu bezeichnen, die den Opferstock ausgeraubt hätten. Bartholomäus Flohreiter der Vater von Ambros, verspricht dem Bürgermeister, dass es ihm eines Tages leid tun würde.

Gemeinsam mit ihren Freunden der Fahrenden Zunft, beschließen sie eine Orgel für das Dorf anzuschaffen und diese heimlich aufzustellen. Nach einiger Zeit haben sie das Geld zusammen und in einem Nachbarort von Mauth findet ein Volksfest statt. Dort versucht Emmeran Flohreiter mit Ambros zu reden, er bietet ihm an, ihm den Hof zu überschreiben, da sich die Vereinigung der beiden Höfe finanziell lohnen wird.

In der Zwischenzeit hat es Bartholomäus geschafft eine Orgel zu kaufen und diese heimlich vor Pfingsten in der Kirche aufzustellen. Zur feierlichen Weihe der Orgel werden von ihnen 42 Vereine eingeladen, während der Bürgermeister und die restlichen Bewohner des Dorfes völlig überrascht sind. Bartholomäus Flohreiter stellt den Bürgermeister zur Rede und offenbart seinen Namen und verlangt von dem Bürgermeister die Einwilligung zur Hochzeit. Als sich dieser weigert, eilt ihm Emmeran Flohreiter zur Hilfe und fordert das Eheversprechen ein. Als der Bürgermeister erfährt, dass Ambros den Hof überschrieben bekommt, ist auch er von dieser Hochzeit begeisert.

HintergrundinformationenBearbeiten

Die Geschichte des Films basiert auf dem gleichnamigen Hörspiel von Alois Johannes Lippl. Das Hörspiel wurde zuvor bereits 1938 unter dem gleichen Titel unter der Regie von Franz Seitz verfilmt.[1]

Produziert wurde der Film vom Bayerischen Rundfunk. Alois Johannes Lippl, war zum damaligen Zeitpunkt der Intendant des Senders. Der Film feierte am 1. Mai 1965 seine Fernsehpremiere.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten