Die Rache des Würgers

Aus Film-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Die Rache des Würgers
Originaltitel Bride of the Monster
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1955
Länge 68 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Ed Wood
Drehbuch Ed Wood
Produktion Ed Wood,
Donald E. McCoy,
Tony McCoy
Musik Frank Worth
Kamera Ted Allen, William C. Thompson
Schnitt Warren Adams,
Igo Kantor
Besetzung

Vorlage:Infobox Film/Wartung/Originaltitel existiert nicht als Lemma

Die Rache des Würgers ist ein US-amerikanischer Horrorfilm des Regisseurs Ed Wood aus dem Jahre 1955. Bela Lugosi war in diesem Film in seiner letzten Hauptrolle zu sehen.

Handlung[Bearbeiten]

In einer stürmischen Nacht suchen zwei Wanderer nach Schutz und Unterkunft und klopfen aus der Angst vor einem Monster an die Türe eines verlassenen Hauses. Dort werden sie von Dr. Eric Vornoff und dessen riesigen aber stummen Assistenten Lobo abgewiesen und erschreckt. Dr. Vornoff begibt sich in sein Labor und befiehlt einer riesigen Krake die beiden Männer anzugreifen. Während einer von den beiden Männern von der Krake erwürgt wird, schlägt Lobo den anderen Mann bewußtlos und bringt ihn zu Dr. Vornoff. Dieser erklärt ihn, dass er mit der Kraft von Atomstrahlen entweder in einen Supermenschen verwandeln oder ihn töten wird. Schließlich missglückt das Experiment und der Mann stirbt. Zurück bleibt ein geknickter Dr. Eric Vornoff, der wieder einmal einen Fehlschlag erlitten hat.

Währenddessen ist die Reporterin Janet Lawton schon seit einiger Zeit an diesem Monsterthema interessiert und hat einige Artikel im Bezug auf das Monster in der regionalen Zeitung veröffentlicht. Sie möchte unbedingt hinter das Geheimnis des Monsters kommen und befragt neben ihrem Freund Lt. Dick Craig auch dessen Vorgesetzten Cpt. Tom Robbins zu dem Verschwinden von 12 Menschen. Diese geben ihr keine Informationen wieter und sie begibt sich selbst auf die Suche. Schnell findet sie heraus, dass bereits 1948 eine Hütte im Wald von Dr. Eric Vornoff gekauft wurde und seit dem in dem Wald und Sumpfgebiet Menschen verschwunden sind.

Sie macht sich in den Wald auf und erlebt einen Autounfall. Ihr bewußtloser Körper wird von Lobo gefunden, der sich an ihre Angora-Mütze kuschelt und sie zu Dr. Vornhoff bringt. Dieser hypnotisiert sie und beschließt sie in eine Superfrau zu verwandeln. Zeitgleich erscheint Prof. Vladimir Strowski im Büro von Cpt. Tom Robbins, der ihm seine Hilfe anbietet, da er mehrere Monsterfälle unter anderem in Loch Ness untersucht hat. Er soll von Dick Craig begleitet werden, eigentlich lieber nach seiner Freundin suchen würde.

Allerdings hat sich Strowski alleine auf die Suche gemacht und die Hütte von Dr. Eric Vornoff gefunden. Dort versucht er ihn davon zu überzeugen in seine sowjetische Heimat wieder zurück zu kehren, nach dem dieser von zu Hause verbannt wurde. Er entscheidet sich den Wissenschaftler in eine Falle zu locken und ihm der Krake zum Fraß vorzuwerfen. Dick findet das Haus von Dr. Vornhoff und dessen geheimes Labor, in dem Dr. Vornhoff versucht Janet Lawton zum Supermenschen mutieren zu lassen, in dem er sie radioaktiven Strahlungen aussetzt. Allerdings versucht Lobo das zu verhindern, in dem er sich Dr. Vornhoff schnappt und ihn auf den Tisch schnallt.

Während Lobo mit dem mutierten und supermächtigen Dr. Vornhoff kämpft und verliert, umstellen weitere Polizisten das Haus und jagen Dr. Vornhoff. Dieser flieht und fällt direkt in die Arme der Monsterkrake um nach dem Kampf mit der Krake in einer Atomexplosion vernichtet zu werden.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Die erste Fassung des Drehbuchs wurde von Alex Gordon unter dem Titel The Atomic Monster angefertigt.[1] Die Finanzierung des Films war allerdings nicht vorhanden. Ed Wood versuchte das Drehbuch unter verschiedenen Namen wie beispielsweise als The Monster of the Marshes finanzieren zu lassen. Die Dreharbeiten begannen im Oktober des Jahres 1954 in den Ted Allan Studios. Am Set gab es mehrere Probleme. Die Finanzierung des Films war nur möglich, weil der Rancher Donald McCoy darauf bestanden, dass sein Sohn Tony McCoy die Hauptrolle übernehmen soll und das Finale eine atomare Explosion beinhalten sollte.[2]

Im Mai des Jahres 1955 wurde der Film im Paramount theater unter dem Titel Bride of the Atom uraufgeführt.[1] Die Veröffentlichung des Films wurde durch einen Deal mit Samuel Z. Arkoff möglich, der mit dem Film soviel Geld verdiente dass es ihm möglich wurde die Filmfirma American International Pictures gründen konnte.[3]

Sehr bekannt wurde aus dem Film der Monolog von Bela Lugosi in dem er folgende Worte spricht:

„Home? I have no home. Hunted, despised, living like an animal! The jungle is my home. But I will show the world that I can be its master! I will perfect my own race of people. A race of atomic supermen which will conquer the world![4]

Dieser Monolog wurde auch für Tim Burtons Film Ed Wood wieder verwendet. Der Film versucht die Dreharbeiten der Filme Glen or Glenda?, Die Rache des Würgers und Plan 9 from Outer Space nachzustellen. Hierbei behauptet der Film, das die im Film verwendete Attrappe des Krakens ohne Motor in einer Nacht und Nebelaktion gestohlen wurde. Diese Behauptung des Films gehört allerdings in das Reich der unbestätigten Legenden und Mythen von Hollywood.[2]

Der Film wurde unter anderem auch in der Filmreihe Mystery Science Theater 3000 präsentiert.

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Die Nebenfigur von Officer Kelton erhielt weitere Filmauftritte unter anderem in dem bereits erwähnten Plan 9 from Outer Space und in den Filmen The Naked Monster und Kelton's Dark Corner: Trilogy One. Diese knüpfen allerdings nicht an die Haupthandlung von Die Rache des Würgers an, stattdessen wurde der Film mit Night of the Ghouls direkt fortgesetzt, in dem ein falscher Okkultist in das alte Haus von Dr. Vornhoff einzieht um dort das große Geld mit einigen Beschwörungen zu verdienen. Der Film The Unearthly hingegen zeigt Lobo, der jetzt einem Psychiater als Handlanger dient.

Kritiken[Bearbeiten]

Schlombies Filmbesprechungen schreibt über Die Rache des Würgers:

„Die Rache des Würgers ist jedem Trashfreund ans Herz zu legen. Er ist kurzweilig, weiß ganz besonders durch seine naiven Dialoge und Handlungsabfolgen zu belustigen und ist anbei doppelt so witzig, wenn man zuvor Tim Burtons Film über „den schlechtesten Regisseur aller Zeiten“ gesichtet hat. Mit dem dort erlangten Hintergrundwissen gibt es gleich noch viel mehr zu lachen, als ohnehin schon.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Rhodes, Gary D. (1997). Lugosi: his life in films, on stage, and in the hearts of horror lovers. S. 142 - 143, McFarland. ISBN 0-7864-0257-1
  2. 2,0 2,1 Craig, Rob (2009), "Notes", Ed Wood, Mad Genius: A Critical Study of the Films, McFarland & Company, ISBN 978-0-7864-5423-5, S. 293-294
  3. Craig, Rob (2009), "Bride of the Monster (1956)", Ed Wood, Mad Genius: A Critical Study of the Films, S. 83 - 103 McFarland & Company, ISBN 978-0-7864-5423-5
  4. Filmzitat
  5. http://schlombies-filmbesprechungen.blogspot.de/2013/01/die-rache-des-wurgers.html