Die schwarze Katze (1934)

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Filmdaten
Deutscher Titel Die schwarze Katze
Originaltitel The Black Cat
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1934
Länge 66 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Edgar G. Ulmer
Drehbuch Peter Ruric
Produktion Carl Laemmle
Musik Heinz Roemheld
Kamera John J. Mescall
Schnitt Ray Curtiss
Besetzung

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Die schwarze Katze ist ein Horrorfilm aus dem Jahr 1934 mit Bela Lugosi und Boris Karloff in den Hauptrollen. Der Film wurde von Carl Laemmle produziert. Der Filmtitel nimmt Bezug auf die Geschichte Der schwarze Kater von Edgar Allan Poe hat allerdings relativ wenig mit dessen Geschichte zu tun, außer das Dr. Vitus Werdegast tierische Angst vor Katzen hat.

Handlung[Bearbeiten]

Peter und Joan Alison befinden sich gerade in ihren Flitterwochen und reisen durch Ungarn. Während ihrer Zugreise treffen sie auf den ungarischen Arzt Dr. Vitus Werdegast mit dem sie beiden weiterreisen. Er gibt vor seinen alten Freund Hjalmar Poelzig besuchen zu wollen. Als das Ehepaar mit einem Autobus zu ihrem Hotel weiterreisen möchte ereignet sich ein tragischer Unfall, bei dem der Bus wegrutscht und dessen Fahrer stirbt und Joan Alison ihr Bewußtsein verliert. Zuvor erfahren Peter und Joan, dass an diesem Ort während des ersten Weltkrieges mehrere tausend Menschen gestorben sind und Dr. Vitus Werdegast hier gekämpft hat und 15 Jahre in Kriegsgefangenschaft verbracht hat und seine Familie verloren hat. Dr. Werdegast bleibt nichts anderes übrig als das Ehepaar zu seinem "alten Freund" zu bringen. Poelzig ist ein österreichischer Architekt der sein Haus im modernen Stil der Neuen Sachlichkeit auf den Ruinen einer im Ersten Weltkrieg zerstörten Festung namens "Marmaros" errichtet hat. Er war zu vor der Kommandant dieser Festung.

Dort kümmert sich Dr. Werdegast um sie und verabreicht ihr ein Schlafmittel. Schließlich möchte Vitus Werdegast von Hjalmar Poelzig erfahren wo seine Tochter und seine Ehefrau geblieben sind. Doch Poelzig bezeichnet Dr. Werdegast als verrückt. Als Peter Alison zu diesem Gespräch hinzukommt, erscheint eine schwarze Katze die von Dr. Vitus Werdegast ängstlich aufgenommen wird und erstochen wird. Als Joan hinzukommt, reagiert sie wie eine Schlafwandelnde.

Am nächsten Morgen scheint der Spuk für das Ehepaar der Vergangenheit anzugehören und sie beschließen das Haus zu verlassen. Allerdings werden die beiden festgehalten und befinden sich als Gefangene in den Händen von Poelzig. Dr. Vitus Werdegast muss mit Poelzig Schach um das Leben des Paares zu retten und verliert. Schließlich zeigt er ihm die jugendliche Leiche von seiner Ehefrau, die der Hausherr jugendlich erhalten hat. Seine Tochter soll ebenfalls gestorben sein, allerdings ist sie die jetzige Ehefrau von Poelzig.

Dr. Werdegast versucht Joan Alison aufzuklären und erklärt ihr das Poelzig ein moderner Teufelsanbeter ist, der einen Satanskult gegründet hat und das sie in dieser Nacht das Opfer sein soll. Dr. Vitus plant sie allerdings zu retten. Kurz darauf erscheint die Ehefrau von Poelzig in Joans Zimmer und wird anschließend von Poelzig umgebracht. Schließlich soll das Ritual der Opferung einer Jungfrau stattfinden und Joan wird vorbereitet.

Dr. Werdegast muss mitansehen wie sie zum Altar geführt wird, allerdings fällt eine der Jungfrauen tot um und Poelzig ist abgelenkt. Es gelingt ihm mit ihr zu in den Keller zu fliehen. Ebenfalls gelingt ihrem Ehemann sich aus seinem Gefängnis zu befreien. Allerdings wird er von einem Diener von Poelzig entdeckt und zusammengeschlagen. Schließlich kommt auch der Diener von Dr. Werdegast hinzu und es gelingt ihn diesen zu töten, allerdings ist er ebenfalls tötlich verletzt. Dr. Werdegast erfährt das seine Tochter noch lebt und versucht sie zu finden. Es gelingt ihm nur ihren Leichnam zu finden und Poelzig mit der Hilfe seines sterbenden Dieners anzuketten.

Dr. Vitus Werdegast möchte seinem Gegner die Haut bei lebendigen Leib anziehen, allerdings wird er zuvor von Peter Alison angeschoßen. Es gelingt Dr. Vitus Werdegast kurz vor seinem Tod das Gebäude in die Luft zu sprengen und den beiden zur Flucht zu verhelfen. Einige Zeit später veröffentlicht Peter Alison ein Buch über dieses Abenteuer und wird von den Kritikern zerrissen.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film wurde mit einem Budget von 95.000 Dollar innerhalb von 19 Drehtagen produziert. Die Figur von Poelzig ist eine Hommage an den Bühnenbauer Hans Poelzig (* 30. April 1869 in Berlin; † 14. Juni 1936 in Berlin), der unter anderem die Kulissen für den Filmklassiker Der Golem, wie er in die Welt kam aus dem Jahr 1920 gebaut hat.

Die schwarze Katze feierte seine Premiere am 3. Mai 1934 und spielte in den Vereinigten Staaten 236.000 Dollar ein. Als einer der ersten Filme wurde Die schwarze Katze beinahe durchgehend mit Musik unterlegt. Unter anderem sind Werke von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Johann Sebastian Bach und Franz Liszt zu hören. Boris Karloff spielte für eine Szene die Toccata und Fuge d-Moll auf der Orgel.

Die Idee mit einem Ehepaar das gegen ihren Willen festgehalten wird, wurde für Filme wie die Rocky Horror Show wieder verwendet. Dieser Film war die erste Zusammenarbeit von Boris Karloff und Bela Lugosi, es sollten acht weitere Filme folgen.

Kritiken[Bearbeiten]

Die Kritiker beschrieben den Film wie folgt: "(…) Gruselfilm in volltechnisierter Umwelt im Stil der Neuen Sachlichkeit, in der sich die erstmals gemeinsam spielenden Horrorstars Karloff und Lugosi mit einem Schuß augenzwinkernder Ironie bewegen; zum Reiz des Genreklassikers trägt der Gegensatz zwischen Lugosis schwerem Akzent und Karloffs lispelndem Upper-class-englisch bei." (Wertung: 3 Sterne = sehr gut)Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 727

Weblinks[Bearbeiten]