Erbkrank

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Filmdaten
Deutscher TitelErbkrank
ProduktionslandDeutschland
Erscheinungsjahr1936
Länge23 Minuten
Stab
RegieHerbert Gerdes
ProduktionRassenpolitisches Amt

Vorlage:Infobox Film/Wartung/Kein Originaltitel angegeben

Erbkrank ist ein deutscher Propagandafilm des Jahres 1939, der über die berüchtigte Aktion T4, die auch als Euthanasiemorde der NS-Zeit bekannt ist, handelt. Der Film entstand unter der Regie von Herbert Gerdes und wurde im Auftrag des rassenpolitischen Amtes hergestellt.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt[Bearbeiten]

Der Stummfilm zeigt zuerst, wie schlecht es den gesunden Deutschen ginge, während Erbkranke in speziellen Heimen betreut würden. So wird gezeigt, dass diese „von Gott gestraften Menschen“ in harten Fällen auch gefüttert werden müssten. Im Film wird die völkisch-rassische These vertreten, „dass ein Trinker als Vater und eine minderwertige Mutter mehrere schwachsinnige Kinder und einen Idioten zur Welt bringen werden.“[1] Es werden auch Beispiele dieser Art präsentiert, um diese These optisch vertreten zu können. Daneben wird aufgezeigt, was die Behandlung jeden dieser gezeigten Menschen den Staat jährlich kosten würden. Schließlich wird auf Berufsverbrecher eingegangen, die sich ebenfalls in der Psychiatrie befänden.

Der Film vertritt die NS-Meinung, dass man mit diesem Geld, was man im Grunde für diese Erbkranken vergeuden würde, den armen gesunden und kinderreichen Familien geben und diesen damit helfen könnte. Um ein „gesundes Volksleben“ garantieren zu können, vertritt der Film die chauvinistische Position, dass man „unwertes Leben“ selektieren müsse.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film sollte eine Rechtfertigung für die Euthanasiemorde darstellen und diese Maßnahme im Volk populär machen. Der Film wurde ab 1937 regelmäßig in den Berliner Kinos gezeigt.[2] Der Regisseur des Films drehte mehrere Filme dieser Art.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Originalzitat aus dem Film
  2. Proctor, Robert. Racial Hygiene: Medicine Under the Nazis. Cambridge, Mass.: Harvard University Press, 1988, p. 358