Ewiger Wald

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Ewiger Wald ist ein deutscher Kulturfilm aus dem Jahr 1936, der mit nationalsozialistischer Propaganda versetzt ist. Der Film entstand unter der Regie von Hanns Springer und Rolf von Sonjevski-Jamrowski.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film erzählt mit poetischen Bildern und Gedichten die deutsche Geschichte des Waldes. Der Film beginnt mit der Eiszeit, in der Wald nicht von den Menschen bevölkert wurde. Erst mit der Bronzezeit beginnen die Menschen aus den Bäumen des Waldes einfache Häuser zu bauen. Als die ersten Menschen sterben, werden Fragen nach Gott und dem Sinn des Lebens laut.

Als die Germanen von den Römern im Teutoburger Wald angegriffen werden, hilft ihnen die Stellung des Waldes um die Schlacht zu gewinnen. Auch die Wikinger verdanken ihre Macht dem Wald, da ihre Schiffe aus dem Holz des Waldes gefertigt wurden. Später ersetzt das Christentum, die heidnische Religion an Waldgötter und das Schicksal ändert sich. Die Kreuzzüge sollen dafür sorgen, dass der Wald und Boden vermehrt wird.

Schließlich werden die Ritter und Bischöfe der Päpste immer gieriger und fällen die Wälder in Würrtemberg. Das führt zu einem Aufstand der Bauern, der blutig endet. Einige Jahrhunderte später werden die Wälder erneut gepflanzt, sie sollen auf Befehl des Königs in Reih und Glied wie Soldaten stehen. Nach der Niederlage im Weltkrieg wird der Wald von den Feinden abgeholzt. Kurz darauf entsteht ein Fahnenwald der Hakenkreuzbanner.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film wurde am 16 Juni 1936 dem Tag des Volkstums uraufgeführt.[1][2] Die Auftragsarbeit war der NS-Kulturgemeinde und gehörte damit zum Naturschutzprogramms des Nationalsozialismus.[3]

Die Gedichte klingen wie folgt:

„verrottet, verkommen, von fremder Rasse durchsetzt. Wie trägst du Volk, wie trägst du Wald die undenkbare Last.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Meder,Thomas. “Die Deutschen als Wald-Volk. Der Kulturfilm EWIGER WALD (1936).” in: Il bosco nella cultura europea tra realtá e immaginario, ed. Guili Liebman Parrinello, 105-129. Rom: Bulzoni, 2002.
  • Wilke, Sabine. “'Verrottet, verkommen, von fremder Rasse durchsetzt'. The Colonial Trope as Subtext of the Nazi-'Kulturfilm' EWIGER WALD (1936).” German Studies Review 24 (2001): 353-376.
  • Zechner, Johannes. “Wald, Volksgemeinschaft und Geschichte: Die Parallelisierung natürlicher und sozialer Ordnungen im NSKG-Kulturfilm EWIGER WALD (1936).” in: Kulturfilm im „Dritten Reich“, ed. Ramón Reichert, 109-118. Wien: Synema, 2006.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IMDB-Eintrag
  2. Filmportal: Ewiger Wald
  3. Filmportal: Ewiger Wald
  4. Textprotokoll des Filmes Ewiger Wald (1936). Kopie im Bundesarchiv Filmarchiv Berlin. Zitiert in Karl Kovacs: Der Wald als ideologisches Instrument im Dritten Reich. Grin Verlag, ISBN 3640337085,ISBN 9783640337088, S. 12. (online)