Frühreifen-Report

Aus Film-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
OriginaltitelFrühreifen-Report
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1973
Länge87 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
Stab
RegieErnst Hofbauer
DrehbuchGünther Heller
ProduktionWolf C. Hartwig
MusikKarl A. Dilz
KameraKlaus Werner
SchnittHerbert Taschner
Besetzung

Frühreifen-Report ist ein deutscher Erotikfilm aus dem Reportfilm-Genre. Der Film aus dem Jahr 1973 entstand unter der Regie Ernst Hofbauer. Der Film versuchte an den Erfolg der Schulmädchen-Report-Filme anzuknüpfen und vermittelte den Eindruck, dass es sich bei den sexuellen Handlungen um frühentwickelte Jugendliche handelt.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Der Amtsleiter eines Stadtjugendamts beginnt damit über mehrere Fälle aus seiner alltäglichen Arbeit zu berichten und behauptet hierbei schockierende und erschreckende Wahrheit zu präsentieren. Hierbei behauptet er das ein Großteil der Jugendlichen ihre ersten sexuellen Erfahrungen vor dem 14. Lebensjahr machen. Gefördert würde diese Tatsache vor allem durch die Medien, die sexuelle Handlungen positiv darstellen.

Er beginnt mit der Erzählung davon, dass die 12-jährige Gisela sich gerade beim Baden befindet, als der gutaussehende Architekt Werner Heimbach ihr Haus betritt und sie sexuell verführt. In diesem Augenblick kommt ihre Mutter hinzu und sieht, wie Werner sie sexuell verführt. Wie sie sich schließlich entscheidet wird am Ende des Films aufgelöst.

Während er weitere Fälle erzählt unter anderem von dem 10-jährigen Kalli, der seine Schwester und deren Verehrer den Versicherungsvertreter Herrn Krüger mehrfach beim Beischlaf stört um neues Geld abkassieren zu können. Der krasseste Fall aus diesem Frühreifen-Report ist die Geschichte von der elfjährigen Birgit Seifarth, deren Mutter mit einem Liebhaber zusammen ist, der mit ihr unzufrieden ist. Als ihre Mutter ihre Tochter dabei beobachtet, wie sie an sich herumspielt, verlangt von ihrem Liebhaber sie mit einigen Schlägen auf den nackten Hintern zu züchtigen. Ab diesem Moment kassiert Birgit für jeden Mist immer stärker werdende Züchtigungen. Als er sie in der Abwesenheit ihrer Mutter auch noch sexuell belästigt, greift ihre Mutter nicht ein, in der Angst ihren Freund zu verlieren. Ab sofort ist Birgit das sexuelle Spielzeug des Liebhabers ihrer Mutter. Ein halbes Jahr später reißt Birgit aus der Hölle aus und wird beim Diebstahl erwischt. Das Jugendamt wird sich um Birgit kümmern.

Ein weiterer interessanter Fall ist der des Bauernmädchen Resi die von der großen Welt träumt und den Bauern Peppi verführt, sie für Sex zu bezahlen. Sie erkennt, wie sie Männern das Geld aus der Tasche ziehen kann und macht sich auf die Welt zu erobern. Als sie von einem Millionär zu einer Sexparty mitgenommen wird, hat sie die große Chance in die Stadt zu kommen. Allerdings erfährt ihre Mutter davon, dass ihre Tochter zu einer solchen Party geht und jagt den Partygästen die Polizei auf den Hals. Resi wird schließlich aufgegriffen.

Nach diesen und weiteren Beispielsfällen mit humoristischen Einschüben, wird der erste Fall des Films fortgesetzt. Die Eltern von Gisela besprechen die Fakten und die Mutter kommt auf die Idee sich mit ihr mehrfach über die Themen Sexualität zu unterhalten. Sie berichtet ihr, dass sie nur Sex mit einem Mann haben wolle, wenn sie sich vorstellen könnte mit ihm ein Kind zu haben. Daraufhin bricht Gisela jeden Kontakt zu Werner Heimsbach. Die Eltern von Gisela werden als leuchtendes Beispiel für eine frühreife Generation dargestellt.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film feierte am 17. August 1973 in Westdeutschland seine Premiere und wurde am 6. Januar 2011 auf DVD von Studiocanal Home Entertainment veröffentlicht.[2][3]

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films schrieb spöttisch über den Film:

„Rasch zusammengeschustertes, schon im Titel irreführendes Sexfilm-Produkt. Der Film ist weder ein Report, noch sind die Mädchen, die da zur Schau gestellt werden, frühreif.[4]

Das Heyne Lexikon des erotischen Films schrieb über den Film:

„Hoppehoppereiter mehrerer Jugendlicher, wobei die im Titel erwähnten ‚Frühreifen‘ gemäß dem Gesetz zum Schutze der Jugend recht angejahrt aussehen.[5]

Das Magazin Cinema schrieb:

„Pseudo-skandalös geht es im "Frühreifen-Report" zu, der altherrenwitzig zeigt, dass minderjährige Mädchen in den 70er-Jahren einfach viel reifer waren als früher. Und im angestaubt wirkenden Lustspiel "Schüler-Report" wird u. a. Sascha Hehn von einer Opernsängerin vernascht.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]