Frankenstein 70 – Das Ungeheuer mit der Feuerklaue

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Filmdaten
Deutscher TitelFrankenstein 70 – Das Ungeheuer mit der Feuerklaue
OriginaltitelThe Projected Man
ProduktionslandGroßbritannien
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1967
Länge77 Minuten
Stab
RegieIan Curteis
John Croydon
DrehbuchJohn C. Cooper
Peter Bryan
Frank Quattrocchi
ProduktionJohn Croydon
Maurice Foster
executive
Michael Klinger
Tony Tenser
MusikKenneth V. Jones
KameraStanley Pavey
SchnittDerek Holding
Besetzung

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Frankenstein 70 – Das Ungeheuer mit der Feuerklaue (Originaltitel: The Projected Man) ist ein britischer Science-Fiction-Horrorfilm des Jahres 1967, der unter der Regie von Ian Curteis und der Hilfe von John Croydon entstand.

Inhaltsverzeichnis

Handlung[Bearbeiten]

Dr. Paul Steiner hat in einem Forschungsinstitut zusammen mit Dr. Chris Mitchel einen Teleportationslaser entwickelt, mit dem er zukünftig Menschen um die Welt schicken möchte. Allerdings hat Dr. Steiner nicht das Vertrauen seines Geldgebers Dr. L.G. Blanchard und engagiert aus diesem Grund Dr. Patricia Hill, als seine Assistentin. Die ersten Versuche mit Meerschweinchen sind in einer Katastrophe geendet. Als Frau Dr. Hill mit der Arbeit an diesem Experiment beginnt, läuft es wesentlich besser und ein Äffchen kann ohne Gefahr transportiert werden.

Als Dr. Blanchard hiervon erfährt, wird er von seinem Auftraggeber dazu aufgefordert das Projekt zu sabotieren. Daneben setzt er eine Präsentation vor Professor Lembach an, die nach der Sabotage damit endet, dass ein Großteil des Labors in Flammen aufgeht. Als der entmutigte Dr. Steiner fordert er Professor Lembach dazu auf, die Präsentation zu wiederholen. Dr. Blanchard hingegen verlangt das Projekt sofort zu beenden, um seinen Auftraggeber einen großen Gefallen zu tun. Er entlässt sämtliche Mitarbeiter an diesem Projekt.

In dieser Nacht beginnen Patricia und Chris eine Affäre, die sich bereits im Vorfeld entwickelt hat. Der eifersüchtige Dr. Steiner überredet Sheila Anderson dazu, das Experiment mit ihm durchzuführen. Im Vorfeld hat er Patricia und Chris darüber informiert, dass er sich bis zu einer gewissen Zeit bei ihnen melden wird, was nicht erfolgt ist. Patricia und Chris eilen zu dem Experiment und erleben wie Dr. Steiner verschwindet.

Währenddessen versuchen drei Gauner eine Wand zu zerstören und begegnen hierbei dem völlig entstellten Dr. Steiner, dessen halbes Gesicht sich in einen Totenschädel verwandelt hat, während die andere Hälfte völlig in Ordnung ist. Seine Hände setzen die Menschen und Tiere in seiner Umgebung unter Strom und somit sterben die drei Gauner unter den Folgen einer Electrocution. Dr. Steiner organisiert sich einige stromabweisende Handschuhe und beginnt einen Rachefeldzug gegen Dr. Blanchard und seine Gehilfen.

Hierzu versetzt er Sheila Anderson in Angst und Schrecken, die ihm die Namen preisgibt. Dr. Steiner tötet einen nach dem anderen und gibt sich Dr. Hill und Dr. Mitchel zu als Monster zu erkennen. Patricia versucht Dr. Steiner zu helfen und kooperiert mit der Polizei, die die bereits stattgefundenen Morde untersucht und von einem Serientäter ausgeht, dessen Tötungsmethode sie nicht erklären können. Dr. Steiner versucht sein Leben auszulöschen, in dem er die Energie aus seinem Körper verbraucht und einigt sich mit Dr. Hill in das Labor zurückzukehren, um seinen Körper wiederherzustellen. Dr. Steiner verwendet die Laser, um selbst für immer zu verschwinden.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Das Drehbuch für diesen Film wurde von Frank Quattrochi wesentlich früher für die Produktion eines neuen Hollywood-Films geschrieben, der in den USA spielen sollte. Allerdings wurde das Drehbuch niemals in die Tat umgesetzt. Stattdessen wurde das Drehbuch von Alex Gordon entdeckt und er war von diesem Buch so begeistert, dass er das Buch seinem Bruder Richard schickte. Die beiden entschlossen sich die Verfilmung in London spielen zu lassen.[1] Die Produktion des Films übernahm Richard, der Ian Curteis mit der Regie des Films beauftragte. Für Ian Curteis war dieser Film sein Kinodebüt, nachdem er bei mehreren Fernsehproduktionen die Regie übernommen hatte.[2] 50 Prozent der Finanzierung wurde von Compton einem Unternehmen von Michael Klinger und Tony Tenser übernommen.[3]

Produzent Richard Gordon sagte über die Besetzung des Films:

„These were the kind of people that we could get for pictures, and even though their names may not have meant anything in the United States or elsewhere, they gave the pictures a lot of extra weight in the U.K.“

„Das war diese Art von Menschen, die wir für den Film gewinnen konnten, die in den USA oder sonstwo keinen großen Namen hatten, sie gaben unseren Filmen eine große Portion an Extragewicht in Großbritannien.“[2]

Bryant Haliday wurde für die Rolle von Professor Steiner gecastet, allerdings war er ursprünglich stattdessen für die Rolle seines Gegenspielers vorgesehen.[4] Einer der Gründe für die Rollenbesetzung war, dass dem Studio das Geld fehlte einen großen Hollywoodstar zu engagieren. Ein weiterer Grund war, dass er bereits in erfolgreichen Horrorfilmen wie Curse of the Voodoo (1965) oder Devil Doll (1964) mitgewirkt hat. Für Haliday waren die Dreharbeiten ein großes Vergnügen.[2]

Für die Rolle von Dr. Patricia Hill wurde Mary Peach engagiert. Norman Wooland übernahm die Rolle des Bösewichts Dr. Blanchard, der offensichtlich nur die Marionette eines größeren Verbandes ist.[4] Der Kopf dieser Organisation besitzt eine Katze und benimmt sich wie James Bond-Gegenspieler Ernst Stavro Blofeld, dessen Gesicht allerdings nicht zu sehen ist.

Die Produktion des Films unterlag zahlreichen Problemen: unter anderem war eines seiner Probleme die Unerfahrenheit bei der Produktion eines Kinofilms, da er Zeitpläne viel zu straff setzte und das Budget vergrößern wollte. Die Produzenten wollten das allerdings nicht; aus diesem Grund wurde John Croydon engagiert, um den Film notfalls auch alleine zu beenden, da seine Entlassung immer wieder diskutiert wurde. Seine Unterstützung wurde in den Credits nicht erwähnt.[5]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

The Projected Man wurde in Großbritannien von der Compton-Cameo Films Ltd im Sommer des Jahres 1966 unter einem X-Rating veröffentlicht und durfte somit nur von Zuschauern über 16 Jahren gesehen werden.[6]

Der Film wurde in Amerika von den Universal Studios als Double Bill zusammen mit Insel des Schreckens veröffentlicht. Die Idee hierfür stammte von Richard Gordon, da er Hi Martin von den Universal Studios diesen Film präsentieren durfte. Hi Martin hat diesen Film trotz seiner unfertigen Schnittfassung sehr gemocht und empfand die Idee für dein Double Feature als großeartige Möglichkeit Geld zu verdienen.[7]

Im Jahr 1998 war der Film Teil der Reihe Mystery Science Theater 3000.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein Wissenschaftler, der mit der Umwandlung von Materie in reine Energie experimentiert, wird bei einem unterbrochenen Selbstversuch in eine Art Frankenstein-Ungeheuer verwandelt, das sich schließlich selbst zerstört. Trivialfilm, der Science-fiction und Horror unterhaltsam mischt.“[8]

„Ian Curties' packendes Horror-Drama steht in der Traditionder klassischen Horror-Filme wie "Frankenstein" und "Die Fliege". Er illustriert die tragische Geschichte einesexzentrischen Wissenschaftlers, der seiner Arbeit völliglosgelöst von der Welt nachgeht.“[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Weaver, Tom (2006). Interviews with B Science Fiction and Horror Movie Makers: Writers, Producers, Directors, Actors, Moguls, and Makeup. McFarland & Company. S. 188, ISBN 0786428589.
  2. 2,0 2,1 2,2 Weaver, Tom (2010). Sci-Fi Swarm and Horror Horde: Interviews with 62 Filmmakers. McFarland & Company. S. 340, ISBN 0786458313.
  3. John Hamilton, The British Independent Horror Film 1951-70 Hemlock Books 2013 p 150-154
  4. 4,0 4,1 The Projected Man Cast and Details. In: TV Guide. Abgerufen am 11 September 2013.
  5. Weaver, Tom (2010). Sci-Fi Swarm and Horror Horde: Interviews with 62 Filmmakers. McFarland & Company. S. 341 + 342, ISBN 0786458313.
  6. E. Anna Claydon: The Projected Man: The B-Movie and the Monstrous-Masculine. In: Extrapolation. 48, Nr. 3, Winter 2007. Vorlage:DOI. Abgerufen am 28 October 2013.
  7. Weaver, Tom (2010). Sci-Fi Swarm and Horror Horde: Interviews with 62 Filmmakers. McFarland & Company. S. 182, ISBN 0786458313.
  8. Frankenstein 70 – Das Ungeheuer mit der Feuerklaue im Lexikon des internationalen Films
  9. http://www.prisma.de/filme/Frankenstein-70-Das-Ungeheuer-mit-der-Feuerklaue,231395