Frauengefängnis (1975)

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Filmdaten
OriginaltitelFrauengefängnis
ProduktionslandSchweiz
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1975
Länge80 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
Stab
RegieJesus Franco
DrehbuchJesus Franco
Connie Grau
Christine Lembach
ProduktionErwin C. Dietrich
MusikWalter Baumgartner
Daniel White
KameraJesus Franco
SchnittPeter Baumgartner
Marie-Luise Buschke
Besetzung

Frauengefängnis ist ein schweizerischer Frauengefängnis-Sexploitation Film aus dem Jahr 1975, der unter der Regie von Jesus Franco entstanden ist. Der Film wurde erst in den späten 1970er beziehungsweise in den frühen 1980er Jahren veröffentlicht.[1]

In Großbritannien sorgte das British Board of Film Classification dafür, dass der Film der eigentlich für das Jahr 1976 veröffentlicht werden sollte, erst nach mehreren Kürzungen veröffentlicht wurde.[1]

Handlung[Bearbeiten]

In einem Frauengefängnis das sich auf einer Insel befindet, werden die inhaftierten Frauen regelmäßig von den Wachen gefoltert und vergewaltigt. Besonders schlimm hat es Rosaria Cortina erwischt, die zu Beginn des Films nackt und angekettet eine für sie unerreichbare Schlüssel vor Nudeln erreichen möchte, während sie ein Wärter mit Fragen und Verhöhnungen durchlöchert. Diese Behandlung hat Rosaria den Verstand gekostet. Sie ist zusammen mit Pompadour und Bertha Contrini in einer Zelle inhaftiert.

Kurz darauf wird Maria da Guerra in das Frauengefängnis gebracht. Sie muss bei ihrer Ankunft ein Formular unterschreiben, dass ihr sämtliche Menschenrechte entzieht. Sie wird in der ersten Nacht auf Drahtbett mit Stromschlägen gelegt, damit sie die Regeln des Gefängnisses besser kennenlernt. Einige Tage später erscheint der Gouverneur der Insel, der einen Brief von einer Gefangenen erhalten hat, in dem die Misshandlungen deutlich geschildert werden. Die Gefängnisdirektorin, die eine Vorliebe für lesbische Sexspielchen und Albert Speer hat, untersucht diesen Brief und stößt auf Bertha Contrini die sie vergewaltigt. Maria wird ebenfalls in die Gefängniszelle von Bertha und den anderen gebracht. Eines Nachts träumt sie davon, dass sie ihr Vater zum Inzest zwingen wollte und sie sich gegen ihn gewehrt hat. Hierbei ist er auf einem Kaminsims gefallen und anschließend gestorben.

Einem Mittagessen wird ihr eine tote Ratte unter das Essen gelegt und sie wird hierfür bestraft. Kurz darauf wird Maria von dem Gefängnisarzt medizinisch versorgt und zum Sex verführt. Während Pompadour von der Gefängnisdirektorin eine Spezialbehandlung erhält, beschließen die beiden zusammen mit Rosaria zu fliehen. Die Flucht gelingt ihnen dank der Hilfe des Arztes. Allerdings werden die drei von den Wärtern erwischt. Während Bertha zusammen mit Nestor einem Diener des Gouverneurs erschoßen wird, gelingt es Rosaria und Maria zum Haus des Gouverneurs zu fliehen. Allerdings erwartet sie dort die Gefängnisdirektorin und erschießt die beiden Frauen.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

In der Szene in Maria von ihrem Vater zum Sex bedrängt wird, übernimmt Regisseur Jesus Franco die Rolle des Vaters.[2]

Der Film entstand in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Erwin C. Dietrich, dieser Film stellt der Beginn einer Zusammenarbeit im Bereich des Frauengefängnisfilms dar, unter anderem entstand in dieser Kooperation auch der Film Frauen für Zellenblock 9 aus dem Jahr 1978.

Kritiken[Bearbeiten]

„So ist FRAUENGEFÄNGNIS ein ständiges Doppelpassspiel zwischen sadistischen Spielchen und sexueller Gewalt, wobei der Schmuddel groß geschrieben wird. Letzteres manifestiert sich insbesondere in den zahlreichen Gynäkologenperspektiven und die ein oder andere lesbische Hardcoreszene.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Judith Mayne (2000). Framed: lesbians, feminists, and media culture. University of Minnesota Press. S. 131. ISBN 0-8166-3456-4.
  2. Tatjana Pavlović (2003). Despotic bodies and transgressive bodies: Spanish culture from Francisco Franco to Jesús Franco. SUNY series in Latin American and Iberian thought and culture. SUNY Press. p. 117. ISBN 0-7914-5569-6.
  3. http://www.filmtipps.at/kritiken/Barbed_Wire_Dolls_Frauengefaengnis/