Frauennot – Frauenglück

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Filmdaten
Deutscher Titel Frauennot - Frauenglück: Das Hohelied der ärztlichen Kunst
Produktionsland Schweiz
Erscheinungsjahr 1929
Länge 20 Minuten
Stab
Regie Sergei Michailowitsch Eisenstein
Drehbuch Grigori Alexandrow,
Sergei Eisenstein
Produktion Lazar Wechsler
Kamera Eduard Tisse
Emil Berna
Besetzung

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Frauennot - Frauenglück: Das Hohelied der ärztlichen Kunst ist ein schweizerischer Dokumentar-Kurzfilm aus dem Jahr 1929, der unter der Regie von Sergei Michailowitsch Eisenstein entstanden ist.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film zeigt zwei Fälle die sich mit dem Thema illegale Abtreibung beschäftigen.

Der erste Fall[Bearbeiten]

Eine Familie aus den ärmsten Verhältnissen erwartet ihr fünftes Kind. Die Ehefrau ist schon so verzweifelt, dass sie nicht mehr weiß wie sie ihre Familie bisher durchbringen soll und wendet sich an Frau Loise Moudgaiss, die bereits mehrere Kinder mit einfachsten Mitteln abgetrieben hat. Einige Tage später ist sie noch so geschwächt, dass ihr Mann beim Krankenhaus anruft.

Der zweite Fall[Bearbeiten]

Eine Frau ist in ihren Mann einem Bauarbeiter verliebt und freut sich auf ihr gemeinsames Kind. Allerdings ereignet sich am gleichen Tag ein Unfall bei dem ihr Mann stirbt. Sie entschließt sich schweren Herzens ebenfalls ihr Kind abtreiben zu lassen und entscheidet sich es in einer Klinik zu tun. Dort wird sie bestens medizinisch betreut. Währenddessen wird die Abtreibung aus dem ersten Fall gezeigt, bei dem Frau Moudgiass mit den schlimmsten Fehlern arbeitet und die Frau quält. Schließlich kann ihr Ehemann sie nur noch begraben.

Im Anschluss des Films wird auf die Gefahr explizit hingewiesen und hierbei werden die ersten Worte des Films gesprochen.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film zählt zu ersten Erfolgsfilmen der schweizerischen Filmgeschichte. Der Film entstand während einer Europareise des russischen Filmpioniers Sergei Michailowitsch Eisenstein, er sollte sich mit dem Tonfilm auseinandersetzen. Hierbei entstand dieser Film über Abtreibung der mit einem Musikscore untermalt wurde.[1] Er war zusammen mit Grigori Alexandrow und Eduard Tisse in der Supervision des Films tätig. Die medizinische Beratung erfolgte durch Dr. Rudolf Waltraut.[2]

Filmproduzent Lazar Wechsler bewarb diesen Film als meistverbotener Film der Geschichte.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bordwell, David (1993), The Cinema of Eisenstein, Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, ISBN 978-0-674-13138-5
  2. http://www.imdb.com/title/tt0136963/fullcredits?ref_=tt_ov_st_sm
  3. Bordwell, David (1993), The Cinema of Eisenstein, Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, ISBN 978-0-674-13138-5