Furry

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Zeichnung einer anthropomorphen Füchsin

Furry (engl. fellig, pelzartig, mit Pelz besetzt oder mit Pelz bekleidet) ist ein Sammelbegriff für das Interesse an anthropomorphen Tieren in Schrift, Bild und Ton. Der Sammelbegriff kann sowohl für Cartoon- als auch für Comicfiguren stehen. Die meisten Fans dieser Gruppierung kommen aus Amerika, Japan, Großbritannien und Deutschland.

Furry kann im allgemeinen Sprachgebrauch als Substantiv als auch als Adjektiv gebraucht. Fans des Genres bezeichnen sich auch selbst als Furries, Furs oder Furry Fans.

Begriffsherkunft und Einflüsse[Bearbeiten]

Eine traditionelle Darstellung der Furries

Filmhistoriker und Fandom-Historiker Fred Patten, vermutet das dass Furry-Konzept auf einer Science-Fiction-Convention des Jahres 1980 entstand als Steve Gallacci sein Comicalbum Albedo Anthropomorphics vorstellte und hierbei eine Diskussion über anthropomorphe Charakteren in Science-Fiction-Geschichten begann.[1] Diese Diskussion soll dazu geführt haben, mehrere Gruppen über dieses Thema sprachen und sich als Furrys auf diversen Conventions präsentierten.

1983 wurde der Begriff Furry Fandom durch Fanmagazine geprägt und gehörte zur Popkultur. Hauptsächlich werden zu diesem fiktive pelzige Säugetiere mit menschlichen Zügen und Charakterweisen gezählt.[2] Die Furrys orientieren sich an Charakteren aus Kimba, der weiße Löwe, Watership Down oder aus Robin Hood.[1]

Schätzungsweise sind 80 % aller Furry-Fans männlich.[3][4]

Einfluß auf die Filmwelt[Bearbeiten]

Furries im pornografischen Kontext

Das Thema Furry wird häufig in grafischen Werken wiedergegeben, die von Künstlern über das Internet oder Conventions vermarktet oder kostenlos zur Verfügung gestellt werden. In der Filmkunst und in Märchen wie wurden die aufrechtgehenden Tiere bereits vor der Begriffseinführung verwendet. In Filmen wie Kaze – Ghost Warrior von Amadhia Albee oder Finsterworld werden die Furries verwendet.[5]

Einfluss auf die Pornofilm-Industrie[Bearbeiten]

Auch in der Pornofilmbranche gibt es für das Furry Fandom einen hohen Marktanteil und somit wird das Thema häufig in den Produktionen verwendet. Beispielsweise werden die Anhänger dieses Genres auch unter dem Begriff Yiff vermarktet.[6][7][8][9]

Fursuits[Bearbeiten]

Typischer Fursuit

Die anthropomorphen Tierkostüme werden in der Öffentlichkeit am stärksten wahrgenommen, da hier die Figuren mit einfachen Masken, falschen Schwänzen, Ohren, etc. bis hin zu aufwendig gestalteten Kostümen mit Animatronik (z. B. bewegliche Teile) dargestellt werden. Das Wort Fursuit bedeutet übersetzt Pelz-Anzug oder Fell-Kleid.[10]

Die Fursuits haben die Funktion eines Maskottchen oder die einer künstlerischen Ausdrucksform.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Patten, Fred: Retrospective: An Illustrated Chronology of Furry Fandom, 1966–1996, Flayrah. 15. Juli 2012. 
  2. Fred Patten: The Yarf! reviews. In: ANTHRO. Abgerufen am 24. September 2007. 
  3. University of California, Davis Department of Psychology (May 5, 2007). "Furry Survey Results". Retrieved 2007-05-05.
  4. Alex "Klisoura" Osaki. "Furry Survey". Retrieved 2008-08-08.
  5. Amadhia Albee: The Experimental Short Film, Kaze - Ghost Warrior. kazeghostwarrior.com, abgerufen am 15. Oktober 2014.
  6. Bardzell, Jeffery, and Shaowen Bardzell. Sex-Interface-Aesthetics: The Docile Avatars and Embodied Pixels of Second Life BDSM. Indiana University, 2005.
  7. Stuttaford, Thomas; Godson, Suzi: I like dressing up as a bear during sex. In: The Times, December 8, 2007. Abgerufen am 11. Dezember 2007.  (further details)
  8. Melissa Meinzer: Animal Passions: The furries come to town — and our correspondent tails along. In: Pittsburgh City Paper, June 29, 2006. Abgerufen am 25. Mai 2007. 
  9. Padva, Gilad. Dreamboys, Meatmen and Werewolves: Visualizing Erotic Identities in All-Male Comic Strips. Sexualities 8:5 (2005). 587–99
  10. Furry Poll Results. In: Klisoura.com. Abgerufen am 6. Dezember 2012 (englisch).