Gamera – Guardian of the Universe

Aus Film-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Gamera – Guardian of the Universe
Originaltitel ガメラ 大怪獣空中決戦
Gamera: Daikaijū Kūchū Kessen
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 1995
Länge 96 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Shusuke Kaneko
Drehbuch Matt Greenfield
Kazunori Itō
Produktion Matt Greenfield
Shigeru Ōno
Tsutomu Tsuchikawa
Seiji Urushido
Musik Kô Ôtani
Kamera Junichi Tozawa
Schnitt Shizuo Arakawa
Besetzung

Gamera – Guardian of the Universe (jap. ガメラ 大怪獣空中決戦, Gamera: Daikaijū Kūchū Kessen, dt. „Gamera: Riesenmonster-Luftentscheidungsschlacht“) ist ein japanischer Film um das Monster (Kaijū Eiga) Gamera, der auf dem Fantasy Filmfest 1995 sein Debüt in Deutschland gefeiert hat. Der Film stellt das erste Reboot der Gamera-Reihe dar, nachdem 1980 die ursprüngliche Reihe mit Gameras Kampf gegen Frankensteins Monster in dem Tod von Gamera beendet wurde.

Handlung[Bearbeiten]

Im Fukuoka Dome versucht Mayumi Nagamine die Gaose einzufangen
Der Tokyo Tower wird von Gyaos zum Nistplatz umfunktioniert.

Ein Schiff transportiert während einer stürmischen Nacht in der Nähe der Philippinen Plutonium, als in das Schiff ein Leck gerissen wird, ist die erste Sorge, ob radioaktive Strahlung freigesetzt wurden. Doch das ist zum Glück nicht der Fall. Trotzdem wird der Fall von einem Spezialteam untersucht. Marine-Offizier Yoshinari Yonemori möchte sich an der Untersuchung unbedingt beteiligen, da ihn der beinahe gefährliche Unfall nicht mehr aus dem Kopf geht. Währenddessen findet der Wissenschaftler Naoya Kusanagi einige Amulette aus Oreichalkos und eine Steinplatte mit Altitalischen Runen in einer Steinplatte.

Währenddessen wird die Ornithologin Mayumi Nagamine damit beauftragt, ein Dorf im Goto Archipelago zu untersuchen, das von einem gigantischen Vogel angegriffen wurde. Erst nachdem sie die Exkremente des Tieres untersucht und darin persönliche Gegenstände von Menschen findet, ist sie von der Vogeltheorie überzeugt. In einem Wald beobachten sie, wie ein großes Fledermausartiges Monster an ihnen vorbeifliegt. Mayumi und ihre Begleiter fliehen mit dem Hubschrauber von der Insel. Dort werden sie von den Monstern beinahe angegriffen, aber Mayumi versucht sie mit Blitzlicht zu fotografieren und entdeckt dadurch dessen Schwäche. Die Regierungsbeauftragten fordern sie kurz darauf dazu auf, die drei Fledermausartigen Monster einzufangen, da es sich hierbei um eine bedrohte Art handelt. Sie beschließt die drei Monster in das Baseballstadion namens Fukuoka Dome zu locken.

Währenddessen wird die Steinplatte mit den Runen zerstört und ein schildkrötenartiges Monster erwacht zum Leben. Hierauf entziffert Kusangi die Runen und erklärt Yonemori und dessen Tochter Asagi, dass auf der Steinplatte die Namen Gamera und Gyaos standen, daneben soll Gamera gegen Gyaos kämpfen. Außerdem schenkt er Asagi eines der Amulette, mit diesem ist sie spirituell mit Gamera verbunden. Die drei Gyaose fliegen in die vorbereitete Falle des Fukuoka Domes. Während es gelingt zwei der drei Gyaose zu fangen, kann der dritte entkommen, wird aber vom plötzlich auftauchenden Gamera getötet. Gamera greift das Stadion an und die zwei verbliebenen Monster können aus ihren Käfigen entkommen. Anschließend versucht Kusangi zusammen mit Mayumi Nagamine die Regierungsbeamten davon zu überzeugen, dass Gyaos vernichtet werden muss, allerdings ohne Erfolg. Diese haben sich Gamera als Gegner ausgesucht.

Gamera kämpft kurz darauf in der Nähe der Kiso Mountain Range gegen die zwei Gyaos, von denen er einen töten kann. Allerdings wird er anschließend von der Armee angegriffen und an der Hand verletzt. Auch Asagi wird durch die Verbindung mit Gamera verletzt und beide müssen sich vorerst ausruhen. Währenddessen greift der verbliebene Gyaos Tokio an und zerstört große Teile der Straßenbahn und benutzt den Tokyo Tower als Nest, um Eier auszubrüten. Gamera kann sich schließlich erholen und greift das Monster, um es in einer Chemiefabrik zu vernichten. Anschließend wird die spirituelle Verbindung zwischen ihm und Asagi getrennt.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film bedient sich der bekannten Stilelemente eines klassischen Kaijū-Films, wie Suitmation und Modellbauten, setzt aber auch auf CGI und Bluescreen. Das Reboot nimmt keinen Bezug auf die vorherigen Filme, sondern behauptet, dass Gamera nur in einer untergegangenen Zivilisation bekannt war und das Gyaos durch die Umweltverschmutzung dieser Zvilisation entstanden wäre. Produziert wurde der Film von Daiei Film, Hakuhodo und Nippon Television. Vermarktet wurde der Film von der Filmfirma Toho, was vor 1980 undenkbar gewesen wäre, da es sich bei Gamera um ein Konkurenzprodukt zu Godzilla handelt.

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Jahr Auszeichnung Kategorie Nominierter Resultat
1996 Award of the Japanese Academy Beste Nebenrolle Shinobu Nakayama Nominierung
Blue Ribbon Awards Best Supporting Actress Shinobu Nakayama Auszeichnung
Best Director Shusuke Kaneko Auszeichnung
17th Yokohama Film Festival Best Supporting Actress Shinobu Nakayama Auszeichnung
Best Director Shusuke Kaneko

(zusammen mit Shunji Iwai für "Love Letter")

Auszeichnung
Best Screenplay Kazunori Ito

(zusammen mit "Kokaku Kidotai")

Auszeichnung
Best Technical

(für Special Effects)

Shinji Higuchi Auszeichnung

Kritiken[Bearbeiten]

Haikos Filmlexikon schreibt über Gamera - Guardian of the Universe:

„Obwohl hier wieder jede Menge Spezialeffekte versprochen wurden, gab es im Endeffekt doch wieder nur Modelle und Gummipuppen zu sehen, also leider wirklich nichts neues. Auch von der Story her passiert wirklich absolut nichts neues: Ein böses Monster kommt und dann kommt ein gutes Monster und die kämpfen und es geht viel zu Bruch. Sicher, gegenüber den 60er Jahren kann man schon eine Steigerung erkennen, doch up to date sind die Effekte wirklich immer noch nicht. Trotz allem macht der Film natürlich Spaß und alleine das zählt.“[1]

Tofu Nerdpunk schreibt über den Film:

„Also wie gehabt gut umgesetzte Action und generell schön kurzweilig, nur der Kitsch nervt wie gewohnt und außerdem finde ich Gyaos nicht unbedingt so spannend als feindliches Monster.“[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]