Gamera 2 – Attack of the Legion

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Filmdaten
Deutscher Titel Gamera 2 – Attack of the Legion
Originaltitel ガメラ2 レギオン襲来
Gamera Tsū: Region Shūrai
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Shusuke Kaneko
Drehbuch Kazunori Ito
Produktion Tsutomu Tsuchikawa
Myuki Nanri
Naoki Sato
Satoyuki Minami
Tetsuya Ikeda
Takeyoshi Hosaka
Hideko Sawada
Tadamaza Tsuruta
Kazuto Kojima
Kazuhiro Igarashi
Musik Kow Otani
Kamera Junichi Tozawa
Schnitt Shizuo Arakawa
Besetzung

Gamera 2 – Attack of the Legion (Originaltitel: ガメラ2 レギオン襲来 oder Gamera Tsū: Region Shūrai) ist ein japanischer Monsterfilm (Kaijū Eiga) aus dem Jahr 1996 und der zweite Film der Gamera-Heisei-Reihe. Produziert wurde der Film von Daiei Film, Tokuma Shoten, Hakuhodo und Nippon Television. Vermarktet wurde der Film von der Filmfirma Toho.

Handlung[Bearbeiten]

Jesus Christus verbannt den Dämon Legion in Schweine, auf dieser Bibelstelle basieren die Monster mit dem Namen Legion

Nach dem Angriff von Gyaos vor einigen Jahren, ist Gamera nicht mehr aufgetaucht, bis aus dem Weltall ein Meteoritenschauer in der Nähe von Sapporo abstürzt. Diese Meteoriten werden sowohl vom Militär als auch von der Wissenschaftlerin Midori Honami untersucht. An den Absturzstellen sind keine Meteroiten zu finden, stattdessen wurde nur ein Stück Wald verbrannt und an der Absturzstelle ist nur ein großer Krater zu sehen. Kurz darauf werden in einer Bierfabrik von unbekannten Wesen sämtliche Flaschen zerstört. Ein Zeuge spricht der Polizei gegenüber von Insektenähnlichen Wesen, doch die Polizei glaubt ihm nicht. Erst Midori Honami und ihr Team kommen auf die Idee, dass die Meteoriten die außerirdischen Monster transportiert haben.

Schließlich greifen Insektenähnliche Wesen eine U-Bahn an und töten Menschen mit Kommunikationsgeräten und Brillen. Die Insekten beginnen die U-Bahn zu besetzen und die örtliche Polizei ist hilflos gegen diese Monster. Es kommt sogar soweit, dass die Insektenwesen eine riesige Pflanzenschote mit ihrem Samen errichten. Als das Militär diese Schote in die Luft sprengen möchte, hat Midori Zweifel an dem Versuch. Allerdings erscheint Gamera und zerstört die Schote mit einem gewaltigen Ruck und einem Feuerball. Allerdings stürzen sich tausende Insektenwesen auf Gamera und verletzen ihn schwer. Daraufhin zitiert ein japanischer Soldat das Markus-Evangelium der Bibel:

„Legion ist mein Name, denn wir sind viele.“[1]

Durch dieses Zitat erhalten die Insektenwesen ihren Namen Legion. Daneben wird Gamera stark verletzt und die Legion verlässt seinen Körper erst, als sie eine Stromquelle für sich entdeckt und dort stirbt. Gamera erholt sich kurz darauf von seinen Wunden. Schließlich entscheidet sich Legion die nächstgelegene große Stadt Sendai anzugreifen und pflanzt dort ebenfalls eine Schote. Die Stadt wird evakuiert und Midori begegnet dort Asagi Kusanagi die sich wieder mit Gamera verbunden fühlt, nachdem ihre spirituelle Verbindung abgerissen war.

Auch Gamera erscheint auf dem Flughafen von Sendai und wird von der Königin der Legion angegriffen. Gamera gelingt es mit letzter Kraft sie aufzuhalten. Allerdings kann er nicht dafür sorgen, dass die Schote nicht explodiert. Gamera steht im Zentrum der Explosion und wird durch die austretende Lava zu einer Steinstatue. Midori und Asagi entscheiden sich dafür nach Sendai zurückzukehren und mit ihrer Verbindung schaffen sie es Gamera wieder ins Leben zurück zu holen. Allerdings wird hierbei die Verbindung zwischen ihr und Gamera für immer getrennt.

Legion versucht währenddessen Tokio anzugreifen und Premierminister erteilt dem Militär das Kriegsrecht, um Legion aufzuhalten. Gamera fliegt ebenfalls nach Tokio und erlebt, wie das Militär mit hohen Verlusten gegen Legion kämpft. Er kämpft gegen die Queen der Legion und erhält vom Militär die Unterstützung. Während einer der Wissenschaftler versucht die kleinen Legion-Insekten in ein nahegelegenes Kraftwerk zu locken. Gemeinsam gelingt es ihnen Legion komplett zu vernichten und der Menschheit die Sicherheit wieder zurückzubringen.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Wie bereits in der Zusammenfassung erwähnt bezieht sich der Name Legion auf Markus 5, Vers 9 der Bibel in dem Kontext von Vers 6 - 15 wird folgende Geschichte erzählt: Jesus traf im Gebiet von Gerasa einen Mann der von zahlreichen Dämonen besessen war, die sich vor ihm fürchteten. Jesus vertrieb diese Dämonen aus dem Mann und fragte sie nach deren Namen. Sie antworteten ihm mit dem Namen Legion und er verbannte die Dämonen in eine Schweineherde mit etwa zweitausend Schweinen die in den nächsten See flüchteten und darin jämmerlich ertranken.[2] Gamera wird im Film von der Legion vollständig überdeckt und hat somit keine Chance die Masse.

Der Film wurde am 13. Juli 1996 von Toho in die Kinos gebracht.[3] Der Film wurde mit einem Nihon SF Taisho Award ausgezeichnet.[4] Diese Auszeichnung brachte unter Kritikern und den Japanese Science Fiction Fans eine heftige Kontroverse hervor, bei der von einem Niedergang der japanischen Sci-Fi-Literatur gesprochen wurde.[5]

Kritiken[Bearbeiten]

Die Webseite Mann beißt Film schreibt über Gamera 2:

„"Gamera 2: Advent of Legion" ist ein super gelungener Kaiju mit einem wirklich bedrohlichen Antagonisten und wuchtigen Monsterkämpfen. Der Film fasziniert mit gelungenen Spezialeffekten, einer packenden und vor allem einer spannenden Geschichte, die sich meilenweit von kindlichen Kaijufilmen der 70er bewegt. Da ist auch so manches Schlagloch im Drehbuch verziehen, und man darf sich auf den dritten Teil freuen!“[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Markus 5, Vers 9
  2. Markus 5, 6 - 15
  3. Stuart Galbraith IV: The Toho Studios Story: A History and Complete Filmography. Scarecrow Press, 2008, ISBN 1-4616-7374-7, S. 395 (englisch).
  4. 日本SF大賞 (Japanese) Science Fiction Writers of Japan. Abgerufen am June 1, 2009.
  5. Christopher Bolton: Robot Ghosts and Wired Dreams: Japanese Science Fiction from Origins to Anime. University of Minnesota Press, 2007, ISBN 1-4529-1346-3 (englisch).
  6. Mann beißt Film