Gamera 3 – Revenge of Iris

Aus Film-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Gamera 3 – Revenge of Iris
Originaltitel ガメラ3 邪神〈イリス〉覚醒
Gamera Surī Jyashin Irisu Kakusei
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Shusuke Kaneko
Drehbuch Kazunori Itō
Shusuke Kaneko
Produktion Miyuki Nanri
Naoki Sato
Tsutomu Tsuchikawa
Musik Kow Otani
Kamera Junichi Tozawa
Schnitt Isao Tomita
Besetzung

Gamera 3 – Revenge of Iris (Originaltitel: ガメラ3 邪神〈イリス〉覚醒 oder Gamera Surī Jyashin Irisu Kakusei) ist ein japanischer Monsterfilm (Kaijū Eiga) aus dem Jahr 1999 und der dritte Film der Gamera-Heisei-Reihe. Produziert wurde der Film von Daiei Film. Vermarktet wurde der Film von der Filmfirma Toho.

Handlung[Bearbeiten]

1995 verlor Ayana Hirasaka ihre Eltern und ihre Katze Iris durch einen Kampf zwischen Gyaos und Gamera ihre Eltern. Gameras Feueratem hat dazu geführt, dass die Eltern verbrannten. Ayana ist seit dem von Hass erfüllt und muss als Waisin bei ihren Verwandten in einem kleinen Dorf leben. Währenddessen wird unter dem Meer ein Friedhof mit Gamera-Skeletten entdeckt. Die Ornithologin Mayumi Nagamine hingegen untersucht im Auftrag der Regierung weitere Gyaos-Vorfälle und kommt zu der Hyptothese dass sich diese weiterentwickeln. Außerdem versteht sie die Tiere immer weniger.

Ayana Hirasaka wird durch eine Mutprobe dazu gezwungen in einen örtlichen Tempel zu gehen, in dem sich ein Stein befindet. Ihr Klassenkamerad Shinya Kurata verhindert, dass sie den Stein wegbewegt. Allerdings findet Ayana ein Amulett aus Oreichalkos und bemerkt kurz darauf das aus dem Stein, bei dem es sich eigentlich um ein Ei handelt, ein kleines tentakelartiges Wesen schlüpft. Ayana nennt das Wesen liebevoll Iris und plant mit diesem ihre Rache an Gamera umzusetzen. Auch die Occultistin Miss Asakura und der hochinteligente Spieleprogrammierer Kurata Shinya sind an Gameras Tod interessiert, da die Gyaos der Menschheit den Untergang bringen soll. Hierfür programmiert er ein Dreamcast-Spiel, bei dem das Mana der Erde im Mittelpunkt steht und sendet dieses an Mayumi Nagamine die zunächst nichts damit anfangen kann.

Währenddessen greifen einige Gyaose eine Großstadt und Gamera kämpft gegen diese hierbei sterben mehrere Tausend Menschen und zahllose werden verletzt. Daraufhin wird Gamera zum Staatsfeind erklärt und soll getötet werden. Ayanas Monster Iris hingegen wächst in kürzester Zeit zum gewaltigen Monster heran und spinnt einen Cocoon um Ayana. Dort ist wie eine Gefangene während das Monster ihr die Lebenskräfte versucht zu rauben. Sie wird von ihrem Klassenkameraden aus dem Cocoon gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Das Monster hingegen saugt Menschen und andere Lebewesen aus und tötet 27 Menschen innerhalb von kürzester Zeit.

Währenddessen stößt Mayumi Nagamine auf das Dorf und zusammen mit dem ehemaligen Inspektor Osako erfährt sie dort etwas über Ayana und ihr Amulett. Daraufhin kontaktiert sie Asagi Kusanagi, die durch ein Amulett mit Gamera verbunden war. Ayana befindet sich in Trancezustand und kann nicht entscheiden was mit ihr passiert. Daraufhin wird sie von Miss Asakura und Kurata Shinya zu sich nach Hause gebracht, wo Miss Asakura versucht mit Iris Kontakt aufzunehmen. Mayumi und Asagi finden das Mädchen und bringen sie zum Bahnhof von Kyoto.

Dorthin fliegt Iris, da sie nach Ayana sucht und Gamera versucht das Monster aufzuhalten. Allerdings gelingt es ihm nicht, da sich Iris mit Ayana verbinden kann und sie in ihren Cocoon einspinnen kann. Währenddessen versucht Shinya Kurata zusammen mit Inspektor Osako nach Kyoto zu kommen, um ebenfalls den Kampf gegen Iris aufzunehmen. Währenddessen erlebt Ayana eine Vision über den Tod ihrer Eltern, wo sie erkennt, dass Gamera nicht alleine für den Tod ihrer Eltern verantwortlich war sondern das diese durch unglücklichen Umstände starben. Währenddessen versucht Shinya erfolglos sie aus dem Cocoon zu befreien. Gamera kämpft für sie und tötet Iris mit den letzten Kräften. Hierbei wird eine seine Pranken schwer verletzt, allerdings gelingt es ihm Iris zu töten. Kurz darauf erhält das Militär die Nachricht, dass ein Massenangriff von zahlreichen Gyaosen bevorsteht und den Befehl, dass Gamera vorerst in Ruhe gelassen werden muss.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Komponist Kow Otani hat die Musik zu allen drei Gamera-Filmen von Shusuke Kaneko geschrieben.

Zahlreiche Schauspieler und Crew-Mitglieder der vorherigen beiden Filme kehrten für diese Produktion zurück. Regisseur Shusuke Kaneko der bei allen drei Neuauflagen die Regie führte, übernahm erstmals die Mitarbeit am Drehbuch.[1] Hierbei wurde er von Kazunori Ito unterstützt, der bei den vorherigen Filmen das Drehbuch mitgestaltete.[2] Auch Komponist Kow Otani und Special Effects Director Shinji Higuchi haben wieder an dem Film mitgewirkt.[2] Die Verwendung der Dreamcast im Film war eine reine Produktplatzierung und wird im Plot der Geschichte nicht mehr weitergeführt.

Der Film wurde auf dem 1999 Toronto International Film Festival präsentiert und erhielt den Filmpreis der Mainichi Film Concours für das Beste Sound Recording.[3]

Der Film Gamera the Brave aus dem Jahr 2006 baut nicht auf den Plottwist des Vorgängers auf, sondern erzählt eine eigenständige Geschichte von Toto einem Gamera im Kindesalter. In Tokio wurde 2003 allerdings der 45-Minütige Fanfilm Gamera 4: Truth veröffentlicht, der nur dort zu sehen ist und direkt an die Ereignisse von Gamera 3 anknüpft.[4] 2015 wurde ein Faketrailer namens Gamera 2015 veröffentlicht, bei dem der Angriff der Gyaos zu sehen ist.[5]

Kritiken[Bearbeiten]

Das Filmmagazin Manifest schreibt über den Film:

„Vom Schwarz-weiß-Prolog bis zum finalen Farb-Overkill ist GAMERA - REVENGE OF IRIS eine psychedelische Erfahrung mit vorhandener, aber eher verspielt hingetupfter als streng durchgezogener Handlungslinie. Das Krautrock-Konzeptalbum des Monsterfilms. Beim Finale irgendwo zwischen Michael Bay und Stanley Kubrick ertappt man sich beim ketzerischen Gedanken: Ey, noch cooler wäre das höchstens in 3D, Alter.“[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Shusuke Kaneko. In: Allmovie. Rovi Corporation. Abgerufen am October 29, 2013.
  2. 2,0 2,1 Stuart Galbraith IV: The Toho Studios Story: A History and Complete Filmography. Scarecrow Press, 2008, ISBN 1-4616-7374-7 (englisch).
  3. 54th (1999) (Japanese) In: Mainichi. Abgerufen am October 29, 2013.
  4. Infos über Gamera 4:Truth
  5. Faketrailer
  6. Das Manifest