Gamera gegen Barugon – Frankensteins Drache aus dem Dschungel

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Filmdaten
Deutscher Titel Gamera gegen Barugon – Frankensteins Drache aus dem Dschungel
Originaltitel 大怪獣決闘 ガメラ対バルゴン,
Daikaijū Kettō: Gamera Tai Barugon
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 1966
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK/JMK 12
Stab
Regie Shigeo Tanaka
Drehbuch Nisan Takahashi
Produktion Masaichi Nagata
Musik Chūji Kinoshita
Besetzung

Gamera gegen Barugon – Frankensteins Drache aus dem Dschungel (jap. 大怪獣決闘 ガメラ対バルゴン, Daikaijū Kettō: Gamera Tai Barugon, dt. „Duell der Riesenmonster: Gamera gegen Barugon“) (alternativ: Dragonwars – Krieg der Monster, Godzilla – Monster des Grauens, Godzilla – Der Drache aus dem Dschungel oder Panik! Dinosaurier bedrohen die Welt) ist ein japanischer Monsterfilm (Kaijū Eiga) aus dem Jahr 1966 und der zweite Film der Gamera-Reihe. Er ist der erste Film dieser Reihe in Farbe. Produziert wurde der Film durch die Daiei-Studios.

Handlung[Bearbeiten]

 
Die Kurobe-Talsperre wird von Gamera zuerst zerstört

Nach den Ereignissen des ersten Films, fliegt Gamera als Gefangener in einer Rakete in die Richtung des Planeten Mars, als ein Meteor mit dieser kollidiert. Daraufhin kann sich Gamera befreien und kehrt auf der Suche nach neuer Energie auf die Erde zurück. Dort greift er die Kurobe-Talsperre an und zerstört sie. Später wendet er sich einem ausgebrochenen Vulkan auf der anderen Seite der Welt zu und sammelt dort neue Kräfte.

Währenddessen kündigt Keisuke Hirata seinen Job als Pilot, um in Vertretung für seinen Bruder Ichiro an einer Expedition teilzunehmen. Bei dieser Expedition geht es um einen sehr großen und wertvollen Opal, den Ichiro während des Zweiten Weltkrieges gefunden hat und vor seiner Gefangennahme verstecken musste. Er wird von Kawajiri und dem verschlagenen Onodera begleitet. Die drei geben sich als Seemänner aus, die auf der Insel ihre im Krieg getöteten Kameraden bergen möchten. Als sie die Insel erreichen auf der Ichiro den Opal gefunden hat, werden von den Eingeborenen freundlich empfangen. Allerdings werden die drei von Dr. Satō und von Karen gewarnt nicht nach dem Opal zu suchen, da niemand aus der Höhle, in der sich dieser befindet, lebendig zurückgekommen ist. Die drei schlagen die Warnungen in den Wind und gehen zur Höhle im Tal des Regenbogens. Hier finden sie den Opal und Kawajiri wird von einem Skorpion vergiftet. Onodera nutzt seine Chance, um die Höhle in die Luft zu sprengen und verschwindet mit dem nächsten Schiff. Allerdings hat er sich eine Verletzung am Bein zugezogen.

Keisuke hat die Explosion überlebt und wurde von den Eingeborenen wieder ins Dorf gebracht, um dort medizinisch versorgt zu werden. Er berichtet Karen von dem Fund des Opals und sie und Dr. Matsushita bitten ihn den Stein wieder zur Höhle zurückzubringen, da dieser ein großes Unglück heraufbeschwört und kein Edelstein ist. Um was es sich hierbei handelt ist ihnen unbekannt, da entscheidet sich Karen zusammen mit t Keisuke nach Japan zu gehen und eine Katastrophe abzuwenden.

Auf dem Schiff wird Onodera von einem Arzt mit Infrarotstrahlen behandelt. Er betrachtet sich heimlich den Opal und steckt ihn in seine Hosentasche, während die Bestrahlung auf den Opal trifft. Als Onodera zu einem Mahjong-Spiel eingeladen wird, vergisst er die Bestrahlung und lässt die Lampe an. Aus dem Opal schlüpft ein Monster namens Barugon, der in rasend schneller Geschwindigkeit wächst und das Schiff kurz vor der Ankunft im Hafen von Kōbe zerstört. Die Besatzung, darunter Onodera, kann sich aber retten.

Das Barugon beginnt mit der Zerstörung der Stadt und es kommt zum Kampf zwischen ihm und Gamera. Barugon gelingt es mit seinem Eisatem Gamera zu betäuben und die Armee versucht einen Fernangriff durchzuführen, der durch einen Regenbogenstrahl beendet wird. Nach einigen Versuchen das Monster zu stoppen, bietet Karen der Armee an, einen wertvollen Diamanten als Köder für das Monster einzusetzen. Das Monster interessiert allerdings herzlich wenig für den Diamanten. Da Barugon den Infrarotstrahlen ausgesetzt war, beschließt die Armee den Diamanten ebenfalls den Strahlen auszusetzen. Das Monster folgt dem Diamanten in den nächsten See, wo es versinken soll. Allerdings versucht Onodera, nachdem er Ichiro und dessen Frau getötet hat, den Diamanten zu stehlen und wird hierbei zusammen mit dem Diamanten von Barugon gefressen.

Keisuke kommt auf die Idee einen Spiegel gegen das Monster zu bauen, damit an seinen eigenen Regenbogenstrahlen stirbt. Die Armee beschießt ihn mit ferngesteuerten Artilleriegeschützen und Barugon erzeugt einen Regenbogenstrahl, bei dem er zwar schwer verletzt wird, allerdings stirbt das Monster nicht an den Folgen der Verletzungen. In diesem Moment bricht Gamera aus seinem Kälteschlaf aus und kämpft nochmals gegen Barugon. Dieses Mal gelingt es Gamera das Monster zu töten, in dem er es in den See zieht wo Barugon ertrinkt. Gamera fliegt darauf hin weg und Keisuke beschließt, Karen nach Neuguinea zu folgen und dort zu leben, da er die Geldgier der Menschen nicht mehr ertragen kann.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Die deutsche Fassung wurde zuerst unter dem Titel Godzilla – Der Drache aus dem Dschungel vermarktet, um mit den erfolgreichen Godzilla-Filmen gleich ziehen zu können. Dazu wurden die Namen der Monster in diesem Film umgeändert; Gamera wird hier in der deutschen Synchronisation nach seinem Gegner Barugon genannt, während Barugon den Namen Godzilla erhielt. Später wurde der Film auch unter anderen Titeln wie Panik! Dinosaurier bedrohen die Welt oder Godzilla – Monster des Grauens. Die erste DVD-Veröffentlichung erhielt den Titel Dragonwars – Krieg der Monster. Erst mit der DVD-Veröffentlichung der Gamera-Reihe erhielt der Film seinen neuen Titel Gamera gegen Barugon – Frankensteins Drache aus dem Dschungel für diese Fassung wurde aber die ursprüngliche Synchronisation erhalten.

Der Film ist mit einem Budget von 80 Millionen Yen entstanden und für die Szenen in denen Gamera oder Barugon auftraten, wurde ein weiterer Regisseur engagiert, der sich nur um die Suitmation-Szenen kümmerte.[1]

Der Film war sowohl Bestandteil der KTMA-Staffel als auch der dritten Staffel der Reihe Mystery Science Theater 3000.

Uraufführungen[Bearbeiten]

  • Japan: 17. April 1966
  • Deutschland: 3. Mai 1967[2]

Kritik[Bearbeiten]

„Primitiver Horrorfilm, der nicht zur eigentlichen Godzilla-Serie gehört und auch nicht deren naiven Charme besitzt.“

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]