Gamera gegen Viras – Frankensteins Weltraummonster greift an

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Filmdaten
Deutscher Titel Gamera gegen Viras – Frankensteins Weltraummonster greift an
Originaltitel ガメラ対宇宙怪獣バイラス
Gamera tai Uchū Kaijū Bairasu
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Englisch
Erscheinungsjahr 1968
Länge 75 Minuten
Altersfreigabe FSK/JMK 12
Stab
Regie Noriaki Yuasa
Drehbuch Nizo Takahashi
Produktion Hidemasa Nagata
Musik Kenjiro Hirose
Kamera Akira Kitazaki
Schnitt Shoji Sekiguchi
Besetzung
  • Kojiro Hongo: Nobuhiko Shimada
  • Tôru Takatsuka: Masao Nakaya
  • Carl Crane: Jim Morgan
  • Michiko Yaegaki: Mariko Nakaya
  • Mari Atsumi: Junko Aoki
  • Junko Yashiro: Masako Shibata
  • Kôji Fujiyama: Commander der Jietat
  • Genzô Wakayama: Stimme des Bösewichts

Gamera gegen Viras – Frankensteins Weltraummonster greift an (Originaltitel: ガメラ対宇宙怪獣バイラス oder Gamera tai Uchū Kaijū Bairasu) ist ein japanischer Monsterfilm (Kaijū Eiga) aus dem Jahr 1968 und der vierte Film der Gamera-Reihe. Produziert wurde der Film durch die Daiei-Studios.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film beginnt damit, dass Gamera durch das Weltall fliegt und ein Raumschiff angreift, das plant die Erde zu erobern. Dieses Raumschiff wird durch Gameras Angriff so stark beschädigt, dass sich die Besatzung nur noch mit einer Rettungskapsel absetzen und einen Notruf zu ihrem Heimatplaneten abgeben kann.

Währenddessen findet auf der Erde in Japan ein Pfadfindertreffen statt das von Nobuhiko Shimada geleitet wird. Während die meisten Mitglieder wie Mariko Nakaya auf ihren Leiter hören, sind die beiden Jungen Masao Nakaya und Jim Morgan meistens unterwegs um irgendwelche Streiche auszuhecken. So steigen sie in einer Meeresforschungsstation in ein Unterseeboot und verändern die Steuerung. Als die Pfandfinder dazu eingeladen werden mit dem Unterseeboot zu fahren, reagiert das Boot mit der falschen Richtung und bringt den Leiter der Forschungsstation und Nobuhiko Shimada in Schwierigkeiten. Die beiden Jungen bieten an, dass Unterseeboot zu reparieren. Ihnen gelingt es ganz leicht das U-Boot wieder in Gang zu setzen. Bei ihrer Ausfahrt begegnen sie Gamera, mit dem sie um die Wette schwimmen. Allerdings wird Gamera von den Außerirdischen zusammen mit den Kindern von Strahlen erfasst, die Gamera und das Unterseeboot einsperren. Gamera gelingt es die Kinder aus dem Schutzwall zu befreien, während die Aliens sich mit seinem Leben und seinen Schwächen beschäftigen. Hierbei sehen sie seine vorangegangenen Kämpfe und seine besondere Verbindung zu den Kindern dieser Erde.

Die Aliens beschließen die beiden Jungen zu entführen und Gamera mit dem Leben der beiden zu erpressen, wenn ihre Gedankenkontrolle nicht funktionieren sollte. Die Kinder werden an einem Strand von den Außerirdischen entführt, während Gamera durch die Gedankensteuerung dazu gezwungen ist, Tokio anzugreifen und den Tokyo Tower zu zerstören. Die Kinder begegnen den Außerirdischen, die wie Menschen mit leuchtenden Augen aussehen und ihr Raumschiff durch Gedankenkontrolle steuern. Die Außerirdischen erpressen die Regierungen der Welt mit Gameras Kräften und den Leben der beiden Kindern. Die Regierungen haben Angst vor Gamera und entscheiden sich aufzugeben. Doch die Außerirdischen planen, die Menschheit trotzdem zu vernichten. Zusätzlich verfügen die Außerirdischen über Krakenähnliches Monster namens Viras, dass in einem Käfig lebt.

Durch ein kleines Funkgerät gelingt es den beiden Jungen ihre Eltern und Nobuhiko Shimada zu kontaktieren, der sie auf die Idee bringt, die Schaltkreise der Steuerung des Raumschiffes zu vertauschen, hierdurch gelingt es beiden die Gedankenkontrolle von Gamera aufzuheben. Gamera greift das Raumschiff an und zerstört dieses. Viras nimmt das Leben seiner Besatzungsmitglieder, die sich nur als Menschen getarnt hatten, um sich mit deren Kräften an Gamera zu rächen. Es kommt schließlich zum großen Kampf zwischen dem gestärkten Viras und Gamera, den Gamera für sich entscheiden kann.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Das deutsche Synchrondrehbuch für die Veröffentlichung der DVD-Fassung wurde von Bodo Traber geschrieben, der Film erlebte seine Deutschlandpremiere im Jahr 2012 erstmals auf der DVD und kam nicht in die deutschen oder amerikanischen Kinos.[1] Der Film richtete sich im Gegensatz zu den Vorgängern erstmals komplett an Kinder als Zielgruppe, diese Entwicklung war zwar bereits Gamera gegen Gaos – Frankensteins Kampf der Ungeheuer zu sehen, allerdings wurde hier noch ein erwachseneres Thema gewählt, hier ging es um ein Abenteuer, dass die beiden Lausejungen erleben dürfen.[1]

Eine richtige Synchronfassung des Films gibt es eigentlich nicht, da der amerikanische Junge Carl Crane bei den Dreharbeiten nur englisch sprach und der Rest der Besatzung nur japanisch. Aus diesem Grund wurde die japanische Fassung ebenfalls synchronisiert und am 20. März 1968 in die japanischen Kinos gebracht.[1] Die Dreharbeiten fanden direkt in dem Daiei-Tokyo Studio statt.[2] Auf Grund eines sehr geringen Budgets wurden zahlreiche Szenen aus den Vorgängerfilmen wiederverwendet, die Schwarzweißszenen aus dem ersten Gamera-Film wurden mit einer lila-Farbgebung koloriert.

Der Film wurde 1969 in Amerika von American International Television unter dem Titel Destroy All Planets erstmals im Fernsehen ausgestrahlt. Damit wollte der ausstrahlende Sender an den Erfolg des Godzilla-Films Destroy all Monsters anknüpfen.[2][1]

Kritiken[Bearbeiten]

Die Webseite MEDUSIS X – The wild side of japanese cinema schreibt über Gamera gegen Viras:

„Ein Film, bei dem das Gehirn des Zuschauers dahin schmilzt wie ein Eis in der Sommersonne.“[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 DVD Intro zu Gamera gegen Viras – Frankensteins Weltraummonster greift an
  2. 2,0 2,1 Stuart Galbraith IV: The Japanese Filmography: 1900 through 1994. McFarland, 1996, ISBN 0-7864-0032-3, S. 150 (englisch).
  3. MEDUSIS X – The wild side of japanese cinema