Gameras Kampf gegen Frankensteins Monster

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Filmdaten
Deutscher Titel Gameras Kampf gegen Frankensteins Monster
Originaltitel 宇宙怪獣ガメラ
Uchū Kaijū Gamera
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 1980
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Noriaki Yuasa
Drehbuch Niisan Takahashi
Produktion Masaya Tokuyama
Shigeru Shinohara
Hirokazu Ohba
Musik Shunsuke Kikuchi
Kamera Michio Takahashi
Akira Uehara
Schnitt Zenko Miyazaki
Tatsuji Nakashizu
Shoji Sekiguchi
Besetzung

Gameras Kampf gegen Frankensteins Monster (Originaltitel: ガメラ対深海怪獣ジグラ oder Gamera tai Shinkai Kaijū Jigura) ist ein japanischer Monsterfilm (Kaijū Eiga) aus dem Jahr 1980 und der achte Film der Gamera-Reihe. Der Film stellt den letzten Film der klassischen Showa-Reihe dar und präsentiert Gameras Ende. Produziert wurde der Film durch die Daiei-Studios.

Handlung[Bearbeiten]

Eine bösartige außerirdische Macht namens Zanon plant die Erde zu versklaven. Auf der Erde leben, mit normalen Berufen ausgestattet, die Spacewomen, die allerdings von Zanon entdeckt und angegriffen werden, sobald sie sich transmorphieren. Aus diesem Grund sind die Spacewomen mit den Namen Kilara, Marsha und Mitan ziemlich hilflos und müssen erleben wie Zanon die Erde manipuliert und Erdbeben hervorruft. Ein besonderer Freund von Kilara ist Keiichi, der Schildkröten liebt und dem sie eine Schildkröte schenkt. Seine Mutter bittet ihn die Schildkröte freizulassen und somit lässt er sie schweren Herzens frei.

Kurz darauf greift das Monster Gaos an und zerstört ein Waldgebiet und eine Stadt. Daraufhin eilt Gamera zur Hilfe und kämpft gegen ihn und kann ihn besiegen. Kurz bevor Zanon Zigra freilässt, lernt Keiichi Zanons Handlangerin Giruge kennen, die ihm zum Strand bringt, wo Keiichi erlebt, wie Gamera gegen Zigra gewinnt. Da sich Giruge nicht über Gameras Sieg freut, bemerkt er, dass sie für den Feind arbeitet und versucht zu fliehen. Mit der Hilfe von Kilara kann er nach Hause zurückkehren und erfährt von ihr, dass sie eigentlich auch Außerirdische von einem zerstörten Planeten sind.

Gamera kämpft schließlich erfolgreich gegen Viras, Jiggar und gegen Guiron. Währenddessen versucht Giruge die Spacewoman zu töten, in dem sie ihren Schlafplatz in Luft sprengt. Nachdem Giruge in den Augen von Zanon versagt hat, schlägt sie ihm vor Gamera durch eine Gedankenkontrolle zu steuern. So beeinflusst greift Gamera einige Städte wie Tokio und einen Damm an, bis die Spacewomen auf die Idee kommen ihn zu röntgen. Daraufhin verwandelt sich Kilara und sorgt dafür das Zanons Strahlen die Gedankenkontrolle vernichten. Währenddessen versucht Giruge gegen Kilara zu kämpfen, aber sie verliert. Als der Augenblick gekommen wäre sie zu töten, wirft Kilara die Waffe weg und Giruge erkennt die Menschlichkeit und versucht sich selbst zu töten. Allerdings wird sie von Kilara und Keiichi davon abgehalten.

Schließlich gelingt Gamera der letzte Kampf gegen Barugon und er möchte sich mit Spacewomen und Keiichi treffen. Im Park kommt es dazu, dass Zanon die Spacewomen endgültig vernichten möchte. Giruge gibt ihm Koordinaten und wird anschließend selbst von einem tödlichen Strahl getroffen. Gamera hingegen entscheidet sich Zanon zu zerstören und rettet damit die Menschheit, auch wenn er bei der Explosion stirbt. Der traurige Keiichi wird von Spacewomen mit einem Flug durch die Nacht getröstet.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Nachdem Bankrott der Produktionsfirma Daiei im Jahr 1971 versuchte man 1974 die bestehenden Strukturen mit der Hilfe von Yasuyoshi Tokuma und der Firma Tokuma Shoten zu retten. Das gelang, in dem das Studio sich auf die Produktion von kleineren Filmen beschränken sollte, außerdem sollten die bisher produzierten Filme einfach nur noch vermarktet werden. Bis zum Jahr 1980 wurden keine neuen Filme von Daiei gedreht.[1]

1980 begann die Filmproduktion von ガメラ対深海怪獣ジグラ, (Gamera tai Shinkai Kaijū Jigura) hierfür wurde entschieden einen Abschlussfilm der Gamera-Reihe zu präsentieren, bei dem Gamera sich opfert. Die Kämpfe des Films stammen allesamt aus den Vorgängerfilmen. Einige Zeichentrickszenen stammen aus den Anime-Serien Ginga Tetsudō 999 und Uchū Senkan Yamato.[2] Einige wenige Gamera-Szenen wurden für den Film neu produziert. Die Geschichte um die Spacewoman soll an Superman erinnern, da im selben Jahr Film Superman II – Allein gegen alle veröffentlicht wurde. In einer Szene wurde von Gamera ein Godzilla-Werbeplakat umgestoßen.

Am 20. März 1980 kam der Film in die japanischen Kinos und wurde von New Daiei vermarktet.[2]

1995 folgte mit Gamera – Guardian of the Universe ein Reboot, dass zwei Fortsetzungen und den Fanfilm Gamera 4: Truth nach sich zog.

Kritiken[Bearbeiten]

Die Webseite reviews.ch.vu schreibt über den Film:

„Der Film hat mir deutlich besser zugesagt als der letzte Teil - zwar ist der Film noch immer kindisch (Vorspann, Soundtrack, Junge als einer der Hauptdarsteller, das kindliche Gamera Lied etc.) und erneut muss eine Alien Story als Ausgangspunkt dienen, dafür stimmte von Beginn an die Action! Im Vergleich zum letzten Film nehmen hier die Zerstörungs- und Monsteraction-Szenen gut mehr als die Hälfte aller Szenen bzw. der Laufzeit ein. Fazit: keine Längen, viele diverse Monster kommen vor, für Abwechslung wird gesorgt. Auch die Rahmenhandlung mit den Ladies (à la Power Rangers) war okay und bot etwas Neues!“[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Greg Shoemaker: Daiei: A History of the Greater Japan Motion Picture Company. In: The History Vortex. Abgerufen am 19 November 2017.
  2. 2,0 2,1 Stuart Galbraith IV: Japanese Science Fiction, Fantasy and Horror Films. McFarland, 1994, ISBN 0-89950-853-7, S. 312 (englisch).
  3. reviews.ch.vu