Harold P. Warren

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Harold P. Warren (* 23. Oktober 1923; † 26. Dezember 1985), war Staubsaugervertreter und Manager einer Versicherungsgesellschaft der in El Paso lebte und als Statist in einigen Fernsehserien wie Route 66 mitgespielt hat. 1966 produzierte er den Horrorfilm Manos: Die Hände des Schicksals, der von den Kritikern als einer schlechtesten Filme, die jemals produziert wurden angesehen wird.[1][2][3][4]

Leben[Bearbeiten]

Harold P. Warren wurde am 23. Oktober 1923 geboren. Später arbeitete er als Erfinder und Manager der American Founder's Life Insurance Co. in El Paso.[5] Im Jahr 1966 schloß er mit Stirling Silliphant (Drehbuchautor des Films In der Hitze der Nacht) eine Wette ab, dass er einen Horrorfilm mit einem Budget unter 20.000 US-Dollar produzieren könnte.

Warren nahm 19.000 US-Dollar in die Hand und kaufte für die Filmproduktion eine gebrauchte 16-Millimeter Bell & Howell-Kamera, die allerdings nur etwa 30 Sekunden am Stücken filmen konnte.[6] Er selbst übernahm die Hauptrolle von Michael und besetzte die weiteren Rollen mit lokalen Schauspielern ohne ihnen etwas zu bezahlen. Stattdessen bot er jedem Schauspieler einen Prozentsatz am Profit.[6] Der Film wurde später synchronisiert, da die Kamera keinen Ton aufnehmen konnte.[6]

Häufig wird er als Staubsaugervertreter bezeichnet, da er nach der Produktion in diesem Beruf arbeitete. Er war mit Norma Friedman verheiratet und versuchte mit Wild Desert Bikers eine Fortsetzung zu drehen, allerdings wurde das Projekt auch nach der Umbenennung in Satan Rides a Bike nicht produziert. [7] Seine letzten 18 Jahre verlebte er in Arizona. Nach seinem Tod zog seine Witwe nach Colorado.

Sein Lebensmotto lautete:

„Always give 110% in everything you do, if you don't give it your all, there is no sense in doing it at all.“[5]

Viele Crewmitglieder bezeichneten die Arbeit mit ihm als schwierig. Allerdings war er auf den Film sehr stolz, obwohl er als schrecklich bezeichnet wurde. Er soll auf Halloween-Parties immer im Kostüm des Meisters aufgetaucht sein. Auch sein Sohn Joe führt die Tradition fort. [8]

Nachwirkungen[Bearbeiten]

Der Film wurde 1993 für eine Episode der Show Mystery Science Theater 3000 (MST3K) wiederentdeckt und somit zum Kultfilm.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ross, Dalton. The Worst Movie Ever Made, 1. Entertainment Weekly, 2005-06-06. Retrieved on 2006-11-04.
  2. IMDb Bottom 100. Internet Movie Database. Retrieved on 2007-04-24.
  3. Manos, The Hands of Fate (1966) Rotten Tomatoes. Retrieved on 2007-04-24.
  4. Bracken, Mike. MST3K: Manos: The Hands of Fate. ToxicUniverse.com, 2002-02-01. Retrieved on 2007-04-24.
  5. 5,0 5,1 IMDb: Personal Quotes
  6. 6,0 6,1 6,2 Hotel Torgo
  7. http://www.jophan.org/mimosa/m18/brandt.htm
  8. http://www.imdb.com/name/nm0912849/bio