Hell’s Hinges

Aus Film-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Hell’s Hinges
Hell's Hinges.jpg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1916
Länge 64 Minuten
Stab
Regie Charles Swickard
William S. Hart (uncredited)
Clifford Smith (uncredited)
Drehbuch C. Gardner Sullivan (screenplay and story)
Produktion Thomas H. Ince
Musik Victor Schertzinger (uncredited)
Kamera Joseph H. August
Besetzung

Hell's Hinges ist ein US-amerikanischer, christlicher Western aus dem Jahr 1916, der unter der Regie von Charles Swickard, William S. Hart und Clifford Smith entstanden ist.

Handlung[Bearbeiten]

Reverent Robert Henley ist den lokalen Geistlichen ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund wird er damit beauftragt, in das kleine Westernstädtchen Hell's Hinges zu gehen, um dort das Wort Gottes zu verkünden. Begleitet wird der Reverent von seiner Schwester Faith Henley, die ihn bei allen Aufgaben unterstützt. Der Saloon- und Tanzhallenbesitzer Silk Miller beauftragt jedoch den Revolerhelden Blaze Tracey, als Henley in der Stadt auftaucht, diesen zu vertreiben. Als der Revolverheld allerdings Faith Henley erblickt, verliebt er sich sofort sie.

Für den ersten großen Gottesdienst, der in einer Scheune abgehalten wird, organisiert Silk Miller zusammen mit Blaze, eine gewaltige Störaktion. Die Saloongäste und Bardamen sollen in der Scheune feiern, um den Gottesdienst zu stören. Als Blaze hinzukommt und sein Blick auf Faith fällt, beginnt er diese Aktion zu beenden und hört sich den Gottesdienst ohne Emotionen an. Erst als Faith spricht, beginnt er Emotionen zu zeigen: Kurz darauf wird eine neue Kirche gebaut.

Blaze entwickelt eine immer tiefere Beziehung zu Faith, während Reverent Robert Henley gebeten wird, einen Gottesdienst für die Bardamen zu halten. Er begibt in den Saloon und predigt dort voller Imbrunst. Im Anschluss wird er von der hübschen Dolly angesprochen. Henley verliebt sich in sie und besucht sie nach einiger Zeit in ihrem Zimmer, um dort ihren Geburtstag zu feiern. Hierbei betrinken beide sich so sehr, dass er am nächsten Tag keinen Gottesdienst halten kann. Blaze kümmert sich um den betrunkenen Reverent und möchte einen Arzt holen, da er in kurzer Zeit zu einem Alkoholiker geworden ist.

Während Blaze nach einem Arzt außerhalb der Stadt suchen muss, begibt sich Reverent Robert Henley im angetrunkenen Zustand in den Saloon, und betrinkt sich dort, durch die Unterstützung von Silk Miller, masslos. Er fordert dort sogar, dass die Kirche verbrannt werden müsse. Es kommt nun zu kämpferischen Handlungen, bei dem viele Stadtbewohner sterben und die neue Kirche ein Opfer der Flammen wird. Auch Reverent Henley wird in der Folge getötet. Während ihn seine Schwester beweint, beginnt Blaze einen Rachefeldzug zu starten. Er tötet Silk Miller sowie einiger seiner Leute und setzt dessen Saloon in Brand. Schließlich geht die ganze Stadt in einem Meer der Flammen unter. Während die Stadtbewohner die Flammen löschen, nimmt sich Blaze Faith und der Leiche des Reverends an. Er beginnt mit ihr ein neues Leben in einer unbekannten Zukunft.

Hintergrundionformationen[Bearbeiten]

Produziert wurde der Film von Kay-Bee Pictures und New York Motion Picture.[1]

1994 rückte der Film wieder mehr in den Blick der Öffentlichkeit zurück, nach dem das Film Center of the School of the Chicago Art Institute den Film in einem Revival präsentiert hat.[2]

Kritiken[Bearbeiten]

Im Jahr 1916 war der Film Kritikererfolg und brachte dem Film eine positive Werbewirkung ein.[3]

Das wichtige Filmmagazin Moving Picture World widmete dem Film beispielsweise folgende Kritik:

„Brilliant in subtitle, strong in treatment with occasional notes of true pathos, the marks of creative ability and sure craftmanship are there .... the cast is without flaw.“

Brilliant in Untertiteln, in den Merkmalen der kreativen Fähigkeiten und des Handwerk sicheren und mit starker Behandlung des gelegentlichen Pathos, der nur Rande zu spüren ist ... die Besetzung ist zweifellos makellos.[4]

Filmkritiker Michael Wilmington vom Chicago Tribune bezeichnete den Film als Meisterwerk, vielleicht als bester Western der vor Ringo produziert wurde.[5]

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]

1994 wurde der Film im National Film Registry des Library of Congress als "kultureller, historisch interessanter oder ästhestsicher Film" aufgenommen. Die Musikgruppe Caledonia Mission schrieb das Lied The Ballad of Blaze Tracy nach dem sie von dem Film gesehen haben.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hell's Hinges.
  2. Michael Wilmington (1994-09-01). "Cowboy Pioneer Before Tom Mix Hit His Stride, William S. Hart Dominated the Western". Chicago Tribune.
  3. Critics Go Wild Over Ince's 'Hell's Hinges': New York Press Says It Combines All the Elements That Make for Dramatic Success (advertisement), The Evening Tribune, Albert Lea, MN. 11. Mai 1916. 
  4. "Review of Hell's Hinges". Moving Picture World. 1916-02-19.
  5. Michael Wilmington (1994-09-01). "Cowboy Pioneer Before Tom Mix Hit His Stride, William S. Hart Dominated the Western". Chicago Tribune.
  6. Caledonia Mission (Spring 2008). "The Ballad of Blaze Tracy". Esopus.