Jack Pickford

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Jack Pickford

Jack Pickford (John Charles Smith, Jr.; * 18. August 1896 in Toledo, Kanada; † 3. Januar 1933 in Paris, Frankreich) war ein kanadischer Schauspieler. Er war Bruder der Stummfilmstars Mary und Lottie.

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf[Bearbeiten]

Jack Pickford wurde am 18. August 1896 als John Charles Smith in Toledo, Kanada geboren. Seine Eltern waren John Charles Smith und Charlotte Hennessy Smith. [1] Sein Vater hatte ein Alkoholproblem und verließ die Familie die in Armut lebt. Aus der Not heraus erlaubte sie ihren Töchtern Gladys und Lottie auf der Bühne aufzutreten. Die Familie hatte durch diese Auftritte ein gutes Einkommen und zog im Jahr 1900 nach New York City. Die Familie war auf vielen amerikanischen Bühnen zu sehen, dadurch war die Familie regelmäßig von einander getrennt.

1910 unterschrieb Gladys einen Vertrag mit den Biograph Studios und änderte ihren Namen in Mary Pickford um. Auch ihre Familie übernahm den Namen für ihre Bühnenarbeit. [2] Der neue Star ermöglichte es der Familie in Filmen des Studios einige Rollen und Arbeiten zu übernehmen. Auch der damals 14jährige Jack erhielt eine Chance bei den Biograph Studios. Kurz darauf verlegte das Studio seinen Sitz nach Hollywood, CA und Jack wollte ebenfalls dem Studio betreten. Allerdings kam es während des Umzug des Studios im Zug zu einem Streit zwischen seiner Mutter und ihm und so warf sie ihn unter Protest bei der nächsten Zugstation raus. [3] In Hollywood übernahm er einige Nebenrollen.

1917 unterschrieb Mary Pickford schließlich einen Vertrag über 1 Million US-Dollar mit First National Pictures, an dem Vertrag war auch ihre Familie beteiligt. John Charles Smith erhielt unter seinem Künstlernamen Jack Pickford ebenfalls einen lukrativen Vertrag mit dem Studio. [4]

Für First National Pictures war er in den folgenden Jahren bei über 95 Filmproduktionen beteiligt. Er galt als guter Schauspieler, der niemals sein Potential ausgeschöpft hat. [5] Zu seinen bekanntesten Filmen zählte eine Adaption von Tom Sawyer aus dem Jahr 1917 und Waking Up the Town von 1925, in dem einige haarsträubende Stunts mit einem Bären zu sehen sind. Im selben Jahr hatte er neben Constance Bennett in The Goose Woman unter der Regie von Clarence Brown seinen letzten großen Erfolg. Dennoch sind die meisten seiner Filme B-Filme. 1928 drehte er seinen letzten Film mit Gang War ab. Er galt als netter Junge von nebenan oder als All-American-Boy. [6]

Privatleben[Bearbeiten]

 
Olive Thomas die erste Ehefrau von Jack Pickford

Abseits seines Images war sein Privatleben geprägt von Alkohol, Drogen un Frauen. Er litt unter einer Alkoholsucht und unter Syphilis. Er ging mit seinem Geld sehr freigiebig um und musste mehrmals seine Mutter und seine Schwester um Geld bitten, da sein Lebenstil es ihm schwer machte mit neuen Filmen Geld zu verdienen. [7] Kurz nach dem Ersten Weltkrieg schloß er sich der United States Navy an, allerdings sorgte sein Lebenswandel 1923 dafür das er beinahe unehrenhaft entlassen wurde, tatsächlich steht in seiner Entlassungsurkunde das er aus gesundheitlichen Gründen entlassen wurde. Vermutet wird das Mary diese Entlassungsart ermöglicht hat, allerdings gilt das nicht als erwiesen. [8]

Jack Pickfords Beziehungen sorgten regelmäßig für Skandale. Er heiratete insgesamt drei Mal ein Ziegfeld Girl, das zu einem Filmstar wurde. 1916 lernte er Olive Thomas in einem Nachtclub in Santa Monica kennen und heiratete sie heimlich in New Jesey gegen den Willen seiner Familie. Die Ehe war von heftigen Zerwürfnissen und leidenschaftlichen Versöhnungen geprägt. Im August verbrachten sie ihre zweite Hochzeitsreise in Europa. Im Pariser Hôtel Ritz nahm sie in der Nacht vom 5. zum 6. September 1920 eine tödliche Dosis Quecksilber(II)-chlorid zu sich und starb am 10. September im American Hospital in Neuilly ihren Vergiftungen. Die Polizeiermittlungen und die Autopsie ergaben, dass dieser Tod durch ein tödliches Versehen zustande kam. Dennoch kamen mehrere Gerüchte zu Tage, bei der von Selbstmord bis zum Mord an seiner Frau. [9] Über die Hochzeitsreise ist bekannt, das beide lang und ausgiebig in Nachtclubs gefeiert haben. Daneben benutzte Jack Pickford das Quicksilber-chlorid um seine Krankheit in den Griff zu bekommen. Diese Tatsache hat er allerdings bewußt nicht preisgegeben.

1922 heiratete er Marilyn Miller. [10] Die Ehe war ebenfalls von Alkohol und Drogenproblemen geprägt. 1926 ließen sie sich bei in Frankreich scheiden. [11] Danach heiratete er Mary Mulhern, mit der einige Zeit verbrachte. Allerdings kam es vor kurz vor seinem Tod zur Trennung. [12]

Tod[Bearbeiten]

1932 besuchte er seine Schwester Mary, laut ihrer Autobiografie sah er heruntergekommen und krank aus. Als er sie verließ hatte sie eine Vorahnung als Jack in seinen Wagen stieg. Er sagte beim Wegfahren:"Don’t come down with me, Mary dear, I can go alone." (Komm nicht mit mir runter, Mary meine Lieb, ich kann alleine gehen.) und ihre innere Stimme sagte zu ihr:"That’s the last time you’ll see Jack" (Das ist das letzte Mal das wir uns sehen Jack). [13]

Am 3. Januar 1933 starb Jack im Alter von 36 Jahren im American Hospital in Paris. Als Todesursache wurde fortschreitende Neuritis der zentralen Hirnnerven angegeben. Mary Pickford sorgte dafür seine Sterblichen Reste nach Los Angeles überführt wurde. Dort wurde in Glendale im Forest Lawn Memorial Park Cemetery beerdigt. [14]

Jack Pickford erhielt später einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Foster, Charles (2000): Stardust and Shadows: Canadians in Early Hollywood
  2. Pickford: The Woman Who Made Hollywood
  3. Pickford: The Woman Who Made Hollywood
  4. Pickford: The Woman Who Made Hollywood
  5. Pickford: The Woman Who Made Hollywood
  6. Pickford: The Woman Who Made Hollywood
  7. Pickford: The Woman Who Made Hollywood
  8. Pickford: The Woman Who Made Hollywood
  9. http://de.wikipedia.org/wiki/Olive_Thomas
  10. Slide, Anthony (2005). Silent topics: Essays on Undocumented Areas of Silent Film. Scarecrow Press. S. 34
  11. "Marilyn Miller Wed to Chester L. O'Brien: Musical Comedy Star Bride of Dancer Who Was in Chorus", The New York Times, 4 October 1934
  12. Pickford: The Woman Who Made Hollywood
  13. Pickford, Mary (1955), Sunshine and Shadow
  14. Foster, C. (2000): Stardust and Shadows: Canadians in Early Hollywood