Laura Ingalls Wilder

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Laura Ingalls Wilder im Alter von 23 Jahren in ihrem schwarzen Hochzeitskleid

Laura Elizabeth Ingalls Wilder (* 7. Februar 1867 in Pepin, Wisconsin; † 10. Februar 1957 in Mansfield, Missouri) war eine US-amerikanische Schriftstellerin, die vor allem unter ihrem Mädchennamen Laura Ingalls zu Weltruhm gelangte.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Laura Ingalls wurde als 1867 als zweiter Tochter von Charles und Caroline Ingalls geboren.

1874 zogen die Ingalls´aus dem waldreichen Pepin ins beschauliche Plum Creek (Minnesota), wo die damals siebenjährige Laure die Schule in Walnut Grove besuchte. Dort verband sie mit Nellie Owens eine innige Hassliebe. Anfang November 1875 wurde im Plum Creek ihr jüngerer Bruder Freddie geboren und die Familie Ingalls zog nach Anfang 1876 nach Burr Oak (Iowa), wo Vater Charles eine Zeit lang als Hotelmangager arbeitete. Auf ihrem Wege dorthin starb unerwartet der jüngste Ingallsspross Freddie und ward in South Troy (Minnesota) begraben. So kehrte die Familie Ingalls 1877 nach Walnut Grove zurück, wo ihr Vater Charles ein Haus inmitten der Stadt baute. Dort übte er auch eine Vielzahl an Berufen aus; so zum Beispiel als Verkäufer, Metzger oder Friedensrichter.

Als Elfjährige verdiente Laura Ingalls bereits durch Babysitten und anderen diversen Tätigkeiten etwas Geld, mit dem sie ihre Familie unterstützte, als im Frühjahr 1879 ihre Schwester Mary schwer erkrankte und in der Folge erblindete. So endete Laura Ingalls Leben 1879 in Walnut Grove, als ihre Familie nach Vinton (Iowa) zog, damit Mary dort eine Blindenschule besuchen könne.

Das Leben im Dakotaterritoium[Bearbeiten]

Eines Tages erschien ihre Tante Docia, die eine Schwester ihres Vaters war, in Vinton und schlug ihrem Bruder Charles vor, er solle mit ihr und seiner Familie ins Dakotaterritorium ziehen, wo Familien wie sie bessere Chancen haben würden. So zogen die Ingalls´ bereits 1882 ins Dakotaterritorium, während Mary noch bis 1889 in Iowa blieb.

Obwohl Laura Ingalls in ihrer Kinderzeit die Schule nicht mochte, machte sie 1882, als fünfzehnjährige, in De Smet (South Dakota) ihre Prüfung zur Lehrerin. Dort lernte sie auch die Lehrerin Eliza Jane Wilder kennen und verliebte sich in deren jüngeren Bruder Almanzo. Obgleich zehn Jahre Altersunterschied zwischen ihnen bestand, verlobte sich das ungleiche Paar, um, drei Jahre später, am 25. August 1885, zu heiraten.

Almanzo Wilder hatte hart um sie werben müssen, bis Laura ihn erhörte. Denn Laura wollte als Lehrerin und nicht als Farmerin arbeiten. Darauf hin machte ihr der Farmer Almanzo den Vorschlag, sie solle das Leben als Farmerin für vier Jahre testen. In dieser Zeit kamen ihre Tochter Rose (5. Dezember 1886) und ihr unbenannter Sohn (1889) zur Welt. Letzterer starb vier Tage nach seiner Geburt vermutlich an den Poken.

Alles in Allem waren die vier Jahre in De Smet von Schicksalsschlägen geprägt: So brannte durch einen Unfall das gemeinsame Haus nieder und kurze Zeit darauf erkrankten die Eheleute an Diphterie. So brach die Lauras Familie in den Westen auf, um dort eine neue Zukunft zu finden.

Endstation Mansfield[Bearbeiten]

1894 kamen kamen sie in die Südstaaten, wo sie sich in Mansfield (Missouri) niederließen und sich eine Farm, die spätere „Rocky Ridge Farm“, kauften. Um ihr Leben zu finanzieren, arbeiteten die Eheleute hart. So arbeitete Ehemann Almanzo bei einem Lieferservice und Laura bei der Eisenbahn. Etwa gleichzeitig mit der Ankunft in Mansfield begann Laura für verschiedene Zeitungen zu arbeiten: bereits 1894 erfolgte ihre erste Veröffentlichung, in der sie sich uneingeschränkt hinter die amerikanischen Ureinwohner stellte:

„If I would have been an Indian, I think I would have scalped more white Folks.“

„Wenn ich ein Indianer gewesen wäre, ich glaube, ich hätte mehr Weiße skalpiert.“

Laura Ingalls-Wilder

Laura Ingalls zeichnete sich aus, dass sie in ihren Essays immer wieder Stellung zu gesellschaftlichen, aber auch zu ethnischen Problemen bezog. Obgleich nicht progressiv eingestellt, war sie Neuem sehr offen aufgeschlossen. Als ihre Tochter Rose zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Kontakt zu den Suffragetten trat, sah es Laura Ingalls gelassen. Ihre Tochter Rose war es, die sie bewegte, ihr Leben in Buchform zu veröffentlichen und ihre Tagebücher und Notizen zur Basis zu nehmen. So veröffentlichte Laura Ingalls Wilder 1932 ihr erstes Buch, das den Namen „Laura im großen Wald“ trug. Allerdings lehnte der Verlag die reine Tagebuchform ab, sodass Laura Ingalls Wilder die klassische Geschichtsform wählen musste. Dort erzählt ihre Heldin Laura ihre Erlebnisse in der Ich-Form. Drei Tage nach ihrem neunzigsten Geburtstag verstarb Laura Ingalls Wilder, nachdem sie ihren Mann Almanzo um fast ein Jahrzehnt überlebt hatte.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Laura Ingalls Wilder schrieb insgesamt neun Bücher, die sich über ihr Leben drehten:

  • Laura im großen Wald
  • Farmer Boy
  • Laura in der Prärie
  • Laura und ihre Freunde
  • Laura am Silbersee
  • Laura und der lange Winter
  • Laura in der kleinen Stadt
  • Lauras glückliche Jahre
  • Almanzo und Laura

Wissenswertes[Bearbeiten]

  • 1954 erhielt Wilder einen nach ihr benannten Preis, den Laura Ingalls Wilder Award.
  • Zahlreiche Schulen, Bibliotheken und auch Straßen in den USA sind nach ihr benannt.
  • Es gibt zahlreiche Laura-Ingalls-Wilder-Gesellschaften, vor allem in den USA, aber z. B. auch in Japan.
  • Die Familie Ingalls ist ausgestorben.
  • Ihre Bücher waren die Vorlage für die bekannte Fernsehserie Unsere kleine Farm, die allerdings mit dem Leben der historischen Laura Ingalls Wilder nur wenig zu tun hat.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Laura’s Album, A Remembrance Scrapbook of Laura Ingalls Wilder, compiled by William Anderson, Harpers Collins Publishers 1998

Weblinks[Bearbeiten]