Libero

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Libero ist ein deutscher Fußballfilm über das Leben von Franz Beckenbauer aus dem Jahr 1973. Der Film entstand unter der Regie von Wigbert Wicker.

Handlung[Bearbeiten]

Beckenbauer bei einem Spiel der Deutschen Nationalmannschaft

Franz Beckenbauer ist der Starspieler des FC Bayern und hat so manches Spiel schon gewonnen. Sein bester Freund ist der Schauspieler Harald Leipnitz, der ihn auch im Umgang mit den Medien bereitwillig zur Seite steht. Als sich einer seiner Kollegen bei einem Fußballspiel das Bein bricht und die Ärzte bei ihm die Diagnose stellen, das er möglicherweise nie wieder Fußball spielen kann beginnt Franz Beckenbauer über seine eigene Karriere nachzudenken. Er behauptet schließlich von sich selbst bisher nur Glück gehabt zu haben.

Zu diesem Zeitpunkt bietet ihm ein reicher Konsul eines großen Unternehmens einen großen Werbedeal an. Franz Beckenbauer wird von einem Werbefachmann auf diesen Auftrag hinangesprochen zu seinem Glück hat er ein Modell bei sich, mit dem ein inszensiertes Foto im Beisein von Franz Ehefrau geschoßen wird. Dieses Foto wandert erst einmal ins Archiv der Zeitungen. Bei Franz Beckenbauers Kollegen machen sich erste Anzeichen für eine Depression bemerkbar, was Franz Beckenbauer weiter ins Zweifeln bringt. Des Weiteren hat die deutsche Nationalelf, zu der Beckenbauer ebenfalls gehört, gegen Argentinien ein wichtiges Qualifaktionsspiel verloren.

Im weiteren Zentrum des Films steht ein kleiner Junge für den Franz Beckenbauer das Idol des Fußballs ist. Er versucht alles mögliche um in seine Nähe zu kommen, allerdings hatte bis zu einem folgenschweren Spiel keine Chance. Franz Beckenbauer ist vor diesem Spiel völlig unkonzentriert aber Trainer Udo Lattek, ist von seinen Qualitäten überzeugt und stellt ihn auf. Als die Mannschaft 1:0 hintenliegt, beginnt bei Franz Beckenbauer nach einem Schlag auf die Nase durch einen Gegenspieler die Nase zu bluten. Nach einiger Zeit muss er aufgeben, daneben brüllen die empörten Bayernfans dass der Trainer, Franz Beckenbauer vom Platz nehmen, da er so einen Mist zusammenspielt.

Am Abend nach diesem katastrophalen Spiel, denkt Franz Beckenbauer, daran aufzugeben, aber Harald Leipnitz ist davon überzeugt, dass Franz Beckenbauer ein großartiger Spieler ist. Allerdings reist eine wütende Meute zu seinem Haus und fordert seinen Rücktritt als Spieler. Harald Leipnitz schreit diese an und meint, dass er nur einen schlechten Tag gehabt hat.

Nachdem sich die Meute aufgelöst hat, entdeckt Franz Beckenbauer seinen kleinen Fan im Garten und nimmt bei sich auf. Er erlebt, wie er mit seinen Kindern wunderbar umgehen kann und behält ihn für diese Nacht bei sich, nachdem er berichtet hat, dass er von zu Hause ausgerissen ist, um Franz Beckenbauer kennenzulernen. Die Presse holt schließlich das Foto von Franz Beckenbauer und dem Modell aus den Archiven und verwendet es für ihren Sonderbericht mit folgenden Titel:

„So verliert man Spiele.[1]

Um dem Trubel zu entgehen reist er mit seiner Familie nach Israel und erlebt dort wunderbare Tage, bei der unter anderem auch auf Shmuel Rodensky trifft. Als er wieder zurückkehrt, wird sein Kollege auf Krücken entlassen und ist glücklich mit seiner Freundin. Franz Beckenbauer spielt wieder wie vor dem Unfall seines Kollegens und gewinnt ein Spiel nach dem anderen. Außerdem schlägt er das Angebot für diesen Werbedeal aus.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Wie bereits erwähnt, spielt der FC Bayern selbst nur eine Nebenrolle. Die Hauptrolle übernimmt Franz Beckenbauer, der entweder von den Massen bejubelt oder verstoßen wird.

Die Kritiker äußerten sich über diesem Film vernichtend. Außerdem wurde in diesem Film Product-Placement integriert. So wurden viele Produkte von Adidas, Marc O’Polo oder Mercedes-Benz wie zufällig verwendet. Außerdem wurden Werbeanzeigen während der Fußballspielszenzen groß in Szene gesetzt.[2]

In dieser Saison 1973/1974 wurde der FC Bayern Deutscher Meister. Der Film war im Jahr 2016 Bestandteil der Reihe SchleFaZ.

Die Mannschaft des FC Bayerns 1973[Bearbeiten]

Im Film selbst die komplette Mannschaft des FC Bayerns zu sehen, diese dient dem Film allerdings nur als Kulisse.

Trainer FC Bayern München
Udo Lattek.jpg
  • Tor: Sepp Maier (34/-)
  • Abwehr: Franz Beckenbauer (34/4); Paul Breitner (26/7); Johnny Hansen (32/1); Viggo Jensen (5/-); Hans-Josef Kapellmann (20/2); Gernot Rohr (3/-); Georg Schwarzenbeck (33/7); Herbert Zimmermann (1/-)
  • Mittelfeld: Bernd Dürnberger (30/8); Bernd Gersdorff (12/2); Erwin Hadewicz (12/-); Franz Roth (33/8); Conny Torstensson (16/1); Rainer Zobel (28/5)
  • Sturm: Uli Hoeneß (34/18); Willi Hoffmann (15/2); Gerd Müller (34/30); Edgar Schneider (7/-)
  • Trainer: Udo Lattek

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films beschrieb Libero als „eine filmische Ehrerweisung, die weder über den Sportler noch über seinen Sport wesentlich Neues bringt und deren ambitionierte Machart (Kamera, Musik) in keinem Verhältnis zum Ergebnis steht“[3]

Die Handlung sei „wirr, fußballirreal und in manchen Phasen und Szenen geradezu peinlich“, so Ludwig Maibohm damals in Die Zeit.[4]

Als der Film anlässlich des 65. Geburtstags von Franz Beckenbauer auf dem Heimatkanal gezeigt wurde, sagte er selbst über den Film:

„Kann man das noch verbieten? Der Film ist es wirklich nicht wert, dass man ihn sich anschaut. Die Handlung ist relativ spärlich, ich war dafür nicht gut genug.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]