Lottie Pickford

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Lottie Pickford auf dem Cover eines Notenblattes
Lottie Pickford und Allan Forrest in They Shall Pay

Lottie Pickford geborene Charlotte Smith (* 9. Juni 1893 – † 9. Dezember 1936) war eine kanadische Schauspielerin der Stummfilmzeit. Sie war die Schwester von Mary Pickford und Jack Pickford. Ihre bekannteste Rolle erhielt sie im Jahr 1915, in dem Serial The Diamond from the Sky das unter der Regie von William Desmond Taylor entstand. Ihre Karriere war zur Stummfilmzeit erfolgreich, allerdings wird sie im Bezug auf die Filmgeschichte häufig übergangen, während ihre Schwester die größere Anerkennung erhielt.

Lebenslauf[Bearbeiten]

Sie ist die Tochter von John Charles Smith und Charlotte Hennessy.[1] Sie war das mittlere Kind in der Familie ihre ältere Schwester Gladys und ihr jüngerer Bruder John Charles Smith genannt Jack waren ihre Geschwister.[2]

Als ihr Vater im Jahr 1898 die Familie verließ übernahm Gladys die Verantwortung für die Familie und galt bei ihren Geschwistern als sehr streng.[3] Sie und ihr Bruder waren sehr eng mit einander verbunden.[4]

Ihre Schwester begann schließlich eine Karriere auf der Bühne. Da die Familie weitere Einnahmen benötigte begann sie ebenfalls als Schauspielerin zu arbeiten. Am 8. Januar 1900 feierte sie zusammen mit ihrer Schwester ihre Premiere in dem Stück The Silver King. Auch wenn ihre Bezahlung nur als Bestandteil des Pakets angesehen wurde, begann mit diesem Stück ihre Karriere.[5] Schließlich zog die Familie nach New York City um dort mehr Einnahmen erzielen zu können.[4]

Ziemlich schnell wurde Gladys zum Star und sie nahm den Künstlernamen Mary Pickford an. Somit übernahmen auch Lottie und Jack den Künstlernamen Pickford für ihre Karriere.[4]

1907 unterschrieb Mary Pickford einen Arbeitsvertrag mit der Filmfirma Biograph Company, die von D.W. Griffith gegründet wurde. Irgendwann kam es bei den Dreharbeiten zu einem Film, der unter der Regie von D.W. Griffith zu einem Streit, bei dem Charlotte ihre Schwester verteidigte.[6] Ab 1909 konnten auch ihre Geschwister für das Studio arbeiten.

Während Mary Pickford in der Zeit von 1909 bis 1910 über 80 Kurzfilme drehte konnte Lottie nur in 25 Filmen auftreten.[7]

Der Vertrag mit Biograph wurde für Lottie nicht verlängert, als das Studio nach Kalifornien umzog, während ihre Schwester weiter beschäftigt wurde.[8]

1914 erhielt sie ihre erste richtige Hauptrolle in dem Film The House of Bondage in dem sie eine Prostituierte spielte, der Film wurde von den Kritikern zerrissen.[9]

1915 hatte sie mit dem verschollenen Serial The Diamond from the Sky ihren größten Erfolg.[9] Allerdings wurde sie schwanger und landete somit auf unoffiziellen Hollywood-Blacklist und konnte in der Zeit von 1915 bis 1918 nur in fünf Filmen mitspielen und musste danach ihre Karriere unterbrechen.[9]

1921 kehrte sie mit dem Film mit They Shall Pay zurück. 1925 beendet sie mit dem Film Der Mann mit der Peitsche ihre Karriere.[10]

Am 6. Dezember 1936 erlag Lottie Pickford an den Folgen einer Herzattacke im Alter von 43.[11] Ihre Beerdigung fand am 13. Dezember 1936 in der Wee Kirk o' the Heather Church in Glendale, Kalifornien statt.[12]

Privatleben[Bearbeiten]

Lottie Pickford heiratete im Jahr 1915 den New Yorker Börsenhändler Alfred Rupp. Ihre gemeinsame Tochter Mary Pickford Rupp (1915-1984), benannte sich später in Gwynne Rupp um.[9] 1919 ließ sich das Paar scheiden und gab ihre Tochter zur Adoption frei, sie wurde schließlich von ihrer Großmutter aufgezogen, die ebenfalls in ein paar Filmen mitgespielt hat.[13]

1922 heiratete Lottie Pickford Allan Forrest.[14] Diese Ehe wurde 1927 geschieden in Paris geschieden.[15] .

Am 22. Juli 1929 heiratete sie den Totengräber Russel O. Gillard.[16] Ihr Ehemann soll extrem gewalt tätig gewesen und so kam es zur im Februar des Jahres 1933 zur Scheidung. Später heiratete sie John William Lock mit dem sie für den Rest ihres Lebens zusammenblieb.[11]

Genauso wie ihr Bruder hatte sie ein Alkoholproblem und feierte gerne Partys und konsumierte einige Drogen, was ihr den Ruf eines Partygirls einbrachte.[9]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Whitfield, Eileen. (1997). Pickford, The Woman Who Made Hollywood. University Press of Kentucky. S. 8 ISBN 0-813-12045-4
  2. Whitfield, Eileen. (1997). Pickford, The Woman Who Made Hollywood. S. 14 University Press of Kentucky. ISBN 0-813-12045-4
  3. Whitfield, Eileen. (1997). Pickford, The Woman Who Made Hollywood. S. 18 University Press of Kentucky. ISBN 0-813-12045-4
  4. 4,0 4,1 4,2 Whitfield, Eileen. (1997). Pickford, The Woman Who Made Hollywood. S. 42 University Press of Kentucky. ISBN 0-813-12045-4
  5. Whitfield, Eileen. (1997). Pickford, The Woman Who Made Hollywood. S. 22 University Press of Kentucky. ISBN 0-813-12045-4
  6. Whitfield, Eileen. (1997). Pickford, The Woman Who Made Hollywood. S. 95 - 96 University Press of Kentucky. ISBN 0-813-12045-4
  7. Whitfield, Eileen. (1997). Pickford, The Woman Who Made Hollywood. S. 89 University Press of Kentucky. ISBN 0-813-12045-4
  8. Whitfield, Eileen. (1997). Pickford, The Woman Who Made Hollywood. S. 110 University Press of Kentucky. ISBN 0-813-12045-4
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 Whitfield, Eileen. (1997). Pickford, The Woman Who Made Hollywood. S. 171 University Press of Kentucky. ISBN 0-813-12045-4
  10. Whitfield, Eileen. (1997). Pickford, The Woman Who Made Hollywood. S. 305 University Press of Kentucky. ISBN 0-813-12045-4
  11. 11,0 11,1 Lottie Pickford Dies After Lengthy Illness. In: The Evening Independent, December 10, 1936, S. 1. Abgerufen am February 4, 2013. 
  12. ASSOCIATES AT RITES FOR LOTTIE PICKFORD; More Than 150 Friends Gather at Wee Kirk o' the Heather for Funeral in Hollywood. In: The New York Times, December 13, 1936. 
  13. Niece of Mary Pickford Weds Radio Announcer. In: Ottawa Citizen, June 1, 1939, S. 23. Abgerufen am February 4, 2013. 
  14. Lottie Pickford To Wed For Second Time Tonight. In: The Baltimore Sun, January 7, 1922, S. 2. 
  15. Lottie Pickford Divorced. In: Reading Eagle, February 16, 1928, S. 4. Abgerufen am February 4, 2013. 
  16. Lottie Pickford on Third Honeymoon. In: Berkeley Daily Gazette, July 24, 1929, S. 7. Abgerufen am February 4, 2013.