Marilyn Miller

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Marilyn Miller (1898-1936)

Marilyn Miller (* 1. September 1898 in Eansville, Indiana; † 7. April 1936 in New York City, bürgerlich Mary Ellen Reynolds) war in den 1920ern ein bekannter US-amerikanischer Musicalstar und eine Stepptänzerin. Sie spielte in den Filmen Cilly (1929), Sunny (1930) und Her Majesty, Love (1931) die Hauptrolle.

Ihre Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Mary Ellen Reynolds wurde in Evansville, Indiana als die jüngste Tochter von Edwin D. Reynolds einem Telefonisten und seiner ersten Ehefrau Ada Lynn Thompson geboren. [1][2]

Im Alter von 4 Jahren debütierte sie als "Mademoiselle Sugarlump" im Lakeside Park in Dayton (Ohio) in der familieneigenen Vaudville Show dem Columbian Trio. Das Trio bestand aus ihrem Stiefvater Oscar Caro Miller und ihre Schwestern Ruth und Claire. Nachdem sich ihre Mutter und Marilyn dem Trio angeschloßen haben, benannte sich die Gruppe in Five Columbians um. Die Familie tourte für 10 Jahre durch Amerika und Europa, bis sie 1914 im Lotus Club von London von Lee Shubert entdeckt wurde.

Karriere[Bearbeiten]

Jack Pickford und Marilyn Miller

Von 1914 bis 1915 trat sie in The Passing Show, des Winter Garden Theatre am Broadway auf. Es folgten weitere Broadway-Stücke wie The Show of Wonders (1916) und Fancy Free (1918). Zum Star wurde sie erst durch Florenz Ziegfeld der sie mit seiner Sohw den Ziegfeld Follies zum Star machte. Sie stand zusammen mit Eddie Cantor, Will Rogers und W. C. Fields auf der Bühne. In der Show Follies of 1919 tanzte sie zu dem Lied Mandy das aus der Feder von Irving Berlin stammt. Durch das Stück Sally aus dem Jahr 1920 das mit ihr im Jahr 1929 unter dem Titel Cilly verfilmt wurde erreichte sie erste größere Prominenz.

Ihre Karriere waren von Stücken wie Peter Pan, Sunny, Who?, Smiles und Rosalie geprägt. Allerdings wurde das Stück Rosalie ein Kassenflop obwohl in diesem Stück auf auch Fred Astaire auftrat.

Es folgte eine kurze aber erfolglose Filmkarriere für die sie ihre erfolgreiche Bühnenkarriere aufgab. 1933 bis 1934 versuchte sie mit der Hilfe von Irving Berlin und Moss Hart ein Broadway-Comeback mit dem Stück As Thousands Cheer in welchem sie als Produktionsnummer der Easter Parade auftrat. Dies wurde ihr letzter Auftritt auf einer Bühne, nachdem ihr Freund und späterer Ehemann Chester O'Brien gefeuert wurde.[3]

Nach ihrem Tod wurde Irving Berlin gebeten die Musik für den Film Gehn wir bummeln zu übernehmen, die widmete er ihr. Bis vor ihrem Tode lebte sie im Ruhestand.

Privatleben[Bearbeiten]

Das Mausoleum von Marilyn Miller

Marilyn Miller hatte eine kurze Beziehung mit Michael Farmer, der kurze Zeit später der Ehemann von Gloria Swanson wurde. [4] 1932 wollte sie eigentlich den Schauspieler Don Alvarado zu heiraten, aber die Heirat kam nicht zustande. [5]

Verheiratet war sie mit

  • Frank Carter, einem Tänzer und Schauspiler, den sie am 24. Mai 1919 in der Church of the Ascension in New York City geheiratet hat. Allerdings starb er bei einem Autounfall in Cumberland, Maryland, am 9. Mai 1920.
  • Jack Pickford, Schauspieler und Bruder von Mary Pickford. Er war allerdings drogen- und alkoholabhängig. Beide heirateten im Jahr 1922 und ließen sich 1926 in Frankreich wieder scheiden.[6]
  • Chester Lee O'Brien, einen Tänzer heiratete sie am 4. Oktober 1934 in Harrison, New York.[7][8]

Sie litt unter einer Sinusitis, die ihre Gesundheit negativ beeinflußte. Diese versuchte sie mit Alkohol zu kompenisieren. Laut mehrerer Berichte besuchte sie März 1936 kurz vor ihrem Tode ein Krankenhaus in New York nach dem sie mehrere Nervenzusammenbrüche hatte.[9] Drei Wochen später erlitt sie eine toxische Reaktion durch eine Komplikation während eines operativen Eingriffes an ihren Nasenhöhle. Sie starb am 7. April 1936 in New York City im Alter von 37 Jahren. Bei ihrer Beerdigung in der Saint Bartholomew's Church in der Park Avenue waren 2.500 Menschen zugegen unter anderem auch Jimmy Walker, Beatrice Lillie und Billie Burke.

Sie wurde auf dem Woodlawn Cemetery in der Bronx beerdigt und neben ihrem ersten Mann Frank Carter in einem Mausoleum begraben.

Popkultureller Einfluß[Bearbeiten]

Über ihr Leben wurde 1949 der Film Stern vom Broadway gedreht, des Weiteren kam bereits 1946 der Film Till the Clouds Roll By in die Kinos, in der ebenfalls ihr Leben verfilmt wurde. Im Jahr 2004 kam eine Dokumentation namens Broadway, the American Musical im Fernsehen in der seltene Aufnahmen von ihr zu sehen sind.

Marilyn Monroes Künstlernamen setzt sich aus dem Namen ihrer Mutter und dem Vornamen von Marilyn Miller zusammen.

Weblinks[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. "Marilyn Miller's Mother Dies", The New York Times, 20 March 1942, page 19
  2. Marilyn Miller, Stage Star, Dies. In: New York Times, April 8, 1936. Abgerufen am 22. Juli 2010. 
  3. The Theatre: Prank. In: Time, 15 October 1934. Abgerufen am 12 May 2010. 
  4. "Marilyn Miller Engaged to Wed". The New York Times. 24 March 1930.
  5. "Marilyn Miller To Be Wife of Don Alvarado". The New York Times. 10 December 1932.
  6. "Marilyn Miller Gets French Divorce", The New York Times, 3 November 1927
  7. "Marilyn Miller Wed to Chester L. O'Brien: Musical Comedy Star Bride of Dancer Who Was in Chorus", The New York Times, 4 October 1934
  8. "Charge of Support By Wife Irked O'Brien: Marilyn Miller's Sister Says He Resented Talk -- Neglect of Her Denied in Court", The New York Times, 20 April 1937
  9. "Marilyn Miller Worse", The New York Times, 31 March 1936