Mr. Edwards (TV-Rolle)

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Isaiah Edwards ist ein Seriencharakter aus der TV-Serie Unsere kleine Farm und basiert auf der realen Person des Edmund Mason. Die Rolle wird in der TV-Serie mit Victor French besetzt.

Seriengeschichte[Bearbeiten]

Mr. Edwards stammt aus Tennessee, ist ein alter Freund der Ingalls' und kennen sich aus der gemeinsamen Pionierzeit in Kansas. Nachdem sie dieses im Frühjahr 1875 verlassen müssen, trennen sich ihre Wege.

Sein allgemeiner Rufname in Walnut Grove ist schlicht „Edwards“. Charles nennt ihn für gewöhnlich „Altes Haus“. Mr. Edwards beste Freundin ist, seit den gemeinsamen Tagen in Kansas, Laura Ingalls, die Tochter von Charles. Diese erinnert ihn sehr an seine verstorbene Tochter Alice, die zusammen mit seiner Frau in Kansas an den Pocken verstorben ist. Allein Laura bezeichnet ihn in jeder Situation voller Ehrfurcht und Hochachtung als „Mr. Edwards“, was dieser wiederum sehr zu schätzen weiß.

In Mankato trifft Charles Ingalls das alte Raubein im Spätsommer 1876 durch einen Zufall in einem Salon wieder. Mr. Edwards ist betrunken und droht jedem Prügel an, der ihn anfassen will. Als er jedoch Charles erkennt, beruhigt er sich wieder und beide verlassen den Saloon. Charles lädt ihn zu sich nach Hause ein und beide verlassen die Stadt. Offiziell löst Mr. Edwards ein Versprechen ein, dass er Laura in Kansas gegeben hat.

Doch diese liegt zurzeit mit einer Mandelentzündung krank im Bett. Als Mr. Edwards in Plum Creek bemerkt, dass die Kleine Fieber hat, erschrickt er sehr. Sofort muss er an seine verstorbene Familie denken und das er es war, der die Pocken nach Hause brachte. So gibt er eine lange Zeit Gott die Schuld und es fällt ihm schwer, mit diesem ins Reine zu kommen.

Caroline Ingalls kommt nun auf die Idee, Mr. Edwards mit der Witwe Snider zu verkuppeln. Diese arbeitet auf der Post und Mr. Edwards, der inzwischen mit Charles in Hanson's Mühle arbeitet, gefällt Grace Snider sehr und beide freunden sich an.

Als Charles jr. geboren wird, ist Mr. Edwards dessen Taufpate. Später heiraten beide und nehmen die Sanderson-Kinder bei sich auf. Der älteste Sohn John verlobt sich kurzfristig mit Mary Ingalls und alles scheint gut. Nach einer langen Regenperiode versuchen sich die Edwards mit den Ingalls' in Dakota als Goldsucher und ziehen im Anschluss daran nach Kalifornien.

Nach ihrer Rückkehr nach Minnesota lassen sich die Edwards in den nördlichen Waldgebiete nieder. Dort wird Mr. Edwards durch einen Unfall beim Holzfällen fast zum Invaliden und verfällt in Selbstmitleid. Laura und Charles Ingalls besuchen ihn und versuchen diesen aufzumuntern. Auf einem gemeinsamen Jagdausflug mit seinen Freunden bekennt er, dass er eine Zeit lang bei einem Stamm der Sioux gelebt hat und er daher seine Kenntnisse über die Wildnis hat. Auf diesem Jagdausflug versucht Mr. Edwards sich umzubringen. Durch einen Trick bringt Charles Ingalls ihn dazu, seinen Lebenswillen wieder zu entdecken. Nach seiner Rückkehr scheint es ihm letztendlich besser zu gehen.[1]

Doch als Mr. Edwards Adoptivsohn John 1885 in Chicago ermordet wird, verfällt dieser nach und nach dem Alkohol. Er wird seiner Familie gegenüber immer ungerechter. Sein Verhalten 1886 die Scheidung mit Grace zur Folge. So kehrt Mr. Edwards allein nach Walnut Grove zurück und verschweigt dort allen aus Scham seine Alkoholsucht, was fast den Tod von Albert Ingalls zur Folge hat. Alle Freunde und Bekannte wenden sich nun von ihm ab, allein Laura hält zu ihm. Mr. Edwards macht einen Entzug und wird der Patenonkel von Rose Wilder.

Mr. Edwards wird in der TV-Serie immer als bärbeißig und rüpelhaft dargestellt, der Poker, Raufereien und Kautabak liebt. So bringt er in Kansas der damals siebenjährigen Laura zum Leidwesen ihrer Mutter das Spucken bei. Im Grunde gilt bei ihm: harte Schale, weicher Kern. Das bemerken die Ingalls' bereits in Kansas, als sie dort 1874 ein gemeinsames Weihnachtsfest verbringen. Mr. Edwards läuft für dieses Fest fast 50 Meilen, um in der Stadt Independence für die Kinder Geschenke und Süßigkeiten zu kaufen. Durch einen plötzlichen Schneeeinbruch kommt er schließlich halb erfroren bei den Ingalls' an. Damit beginnt die tiefe und ehrliche Freundschaft zwischen den Ingalls' und Mr. Edwards. Als Charles Ingalls für Marys Operation bei der Eisenbahn als Sprengmeister anfängt, begleitet ihn Mr. Edwards. Denn es ist sein Wunsch, diesem dabei zu helfen, das Geld zusammen zu bekommen, um Marys Operation bezahlen zu können.

Diese versteckte Gutmütigkeit konnte auch schon eine ungewollte Komik entwickeln: So trifft er 1887 in der Prärie zufällig auf Buffalo Bill. Während dieser im Sterben liegt, nimmt er Mr. Edwards das Versprechen ab, für seine 3-jährige Blanche zu sorgen. Nichts ahnend, dass es sich hierbei nicht um ein Kind sondern um einen Orang Utan handelt, stimmt Mr. Edwards zu. Ein anderes Mal, im Sommer 1887, nimmt er den stummen dreizehnjährigen Matthew Rogers bei sich auf, als dieser als „Wolfsmensch“ mit einer „Freak Show“ nach Walnut Grove kommt. Als dieser mit seinem leiblichen Vater fortzieht, hat Mr. Edwards die Befürchtung zu vereinsamen. So zieht er bei Laura und ihrer Familie in die Pension ein. Dort macht Mr. Edwards die Bekanntschaft mit einem englischen Schriftsteller namens Sherwood Montague an, der dort ebenfalls wohnt.

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. In der Folge „Zeig mir der Weg“ erwähnt Mr. Edwards nach seinem von Charles Ingalls verhinderten Selbstmordversuch, dass er vor kurzer Zeit einen jungen Mann aus New York getroffen habe, der ihm davon berichtete, dass dort seit einiger Zeit der elektrische Stuhl zur Hinrichtung von Todeskandidaten eingesetzt würde. Es sei ungerecht, dass Menschen, die leben wollen, durch diesen Stuhl getötet und Menschen, die sterben wollten, dieses nicht dürften. (Der elektrische Stuhl wurde 1886 in New York in Betrieb genommen.)