Musik, Musik – da wackelt die Penne

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Filmdaten
OriginaltitelMusik, Musik – da wackelt die Penne
Musik Musik da wackelt die Penne Logo 001.svg
ProduktionslandBundesrepublik Deutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1970
Länge91 [1] Minuten
AltersfreigabeFSK 6
Stab
RegieFranz Antel
DrehbuchKurt Nachmann
ProduktionLisa Film (Karl Spiehs)
MusikGerhard Heinz
KameraHanns Matula
SchnittArnd Heyne
Besetzung

Musik, Musik – da wackelt die Penne ist ein deutscher Paukerfilm des Filmjahres 1970, der unter der Regie von Franz Antel entstand.

Handlung[Bearbeiten]

Das Schloss Ort diente dem Film als Kulisse für das Schloss Seeburg.

Nachdem Siggi, der Sohn des Unterrichtsministers, sein Abitur nicht bestanden hat, wird er vom Vater zur Rede gestellt und aufgefordert, das Nachabitur zu bestehen. Hierfür muss er in den Sommerferien an einer Schule für das kommende Abitur büffeln.

Siggi versucht seinen Vater dazu überreden, anstelle des Abiturs ein Musical wie Hair zu produzieren. Doch dieser zwingt ihn zum Abitur, in dem er androht den Geldhahn zu zu drehen. Die Vorbereitungen zum Abitur und dessen Ablegung soll Studienrat Wimmer überwachen. Dieser möchte jedoch lieber mit dem Minister über seine Reform "Zurück zu Zucht und Rohrstock" sprechen und übernimmt nun widerwillig die ihm vom Minister übertragene Aufgabe.

Siggi informiert seinen Freund Roman, der mit seinen Gruppe gerade bei den Proben des Musiacals ist. Gemeinsam beschließen beide, nun eine Schule zu suchen, bei der sie in aller Ruhe proben können. Das Bandmitglied Pepsi kommt auf die Lehranstalt Schloss Seeburg, die von ihrem Onkel Emmanuel Knieholz als Direktor geführt wird. Onkel Emmanuel möchte eigentlich dort seine Ferien genießen, während die Anstalt renoviert wird. Doch als er Roman allerdings singen hört, ist er gern bereit ihnen zu helfen, obwohl das sein Hausmeister Florian gar nicht gerne sieht.

Siggi informiert den Studienrat Wimmer darüber, dass er dort lernen möchte. Allerdings findet dieser ziemlich schnell heraus, dass die genannte Schule eigentlich geschlossen ist. Aus diesem Grund organisiert er zusammen mit der Studienrätin Schickedanz und dem Studienrat Stich ein Team für die Erprobung seiner Reformen und die Drei starten eine feindliche Übernahme der Schule.

Die Musiker entschließen sich nun, den Lehrern das Leben zur Hölle zu machen und spielen diesen einen Streich nach dem anderen. Unterstützt werden sie zusätzlich von den Stimmenimitator Pinky, die Stimmen der Lehrer nahezu perfekt kopiert und diese damit zur Weißglut treiben kann. Unter anderem sorgen sie dafür, dass Studienrat Stich von seiner Ehefrau beim Fremdflirt erwischt wird.

Indessen lernt Siggi die hübsche Grundschullehrerin Rosl Kainz lernen, deren Bruder Christian mit Musik Geld verdient. Sie sorgt dafür, dass Siggi sich auf das Abitur konzentriert und auf die Prüfungen vorbereitet. Christian hat kurz darauf einen Auftritt auf einem Raddampfer, bei dem auch eine Musikgruppe auftreten soll. Siggi möchte ihn unbedingt für sein Musical gewinnen.

Die Lehrer von Schloss Seeburg werden mit Schlaftabletten ausgeschaltet und die Gruppe organisiert ihren Auftritt, in dem sie die vorgesehene Musikgruppe mit einem Ablenkungsmanöver beschäftigt und selbst auftritt. In diesem Augenblick kommt der Unterrichtsminister in Schloß Seeburg an und erfährt, dass Siggi nichts fürs Abitur getan hat. Währenddessen hat Siggis Band auf dem Raddampfer Erfolg und kann dem Unterrichtsminister davon überzeugen, dass er tatsächlich durch die Musik etwas gelernt hat. Plötzlich kommt es zur Explosion von Sprengkörpern, die zwei Kinder auf dem Dampfer versteckt hatten. Die Schüler und Lehrer werden in den See katapultiert.

Musik, Musik vor dem Hintergrund des Filmjahres 1970[Bearbeiten]

Das Finale wurde auf dem historischen Raddampfer Gisela gedreht.

Der Film wurde als Mockbuster auf die im April 1968 erfolgreich gestartete Filmreihe Die Lümmel von der ersten Bank produziert, in der Hansi Kraus und Rudolf Schündler ebenfalls die Hauptrollen übernahmen. Karl Spiehs produzierte mit seinem Unternehmen der Lisa Film GmbH bereits die erfolgreiche Kopie Immer Ärger mit den Paukern, die dazu führte das für das Jahr 1970 die Filme Unsere Pauker gehen in die Luft und Musik, Musik – da wackelt die Penne produziert wurden. Daneben kam im gleichen Jahr Die Feuerzangenbowle von der Filmfirma Rialto Film in die Kinos.

1970 kam schließlich der 5. Teil der Lümmel-Filme mit dem Titel Wir hau’n die Pauker in die Pfanne in die Kinos.[2]

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film wurde während der Zeit vom 20. Juli bis 21. August 1970 in Gmunden am Traunsee gedreht. Die Kulisse für Schloss Seeburg war das Schloss Ort das ein Seeschloss ist, in dem auch die Fernsehserie Schlosshotel Orth gedreht wurde. Einige Außenszenen wie das Intro des Films wurden in München und auf dem Raddampfer Gisela gedreht.[3] Filmarchitekt Nino Borghi schuf die Kulissen des Films.[4]

Der Film war 2016 Bestandteil der Reihe SchleFaZ.

Filmmusik[Bearbeiten]

Der Film beinhaltete neben der Präsentation von einigen damals aktuellen Schlagern auch das eigens für den Film geschriebene Titellied Musik, Musik – da wackelt die Penne, dass von Gerhard Heinz wurde. Folgende Lieder sind im Film zu hören.

  • Peter Beil: Heute Nacht (El Cóndor Pasa)
  • Howard Carpendale: Das schöne Mädchen von Seite Eins
  • Graham Bonney: Der Sommer vergeht
  • Chris Roberts: Mein Teddybär
  • Ilja Richter: Wo Mädchen sind…
  • Graham Bonney, Kurt Stadel und Ilja Richter: Musik, Musik – da wackelt die Penne
  • Graham Bonney, Kurt Stadel und Ilja Richter: Mädchen – Mädchen
  • Kurt Stadel: Meine kleine Lady sowie Parodien auf Roy Black, Lale Andersen, Udo Jürgens und Tom Jones

Kritiken[Bearbeiten]

Die Zeitschrift Cinema urteilt über den Film:

„Fazit Wackelnde Penne geistiger Stillstand.[5]

Schlombies Filmbesprechungen sagt über den Film:

„Meidet diesen Film, wenn ihr nicht über Müll lachen könnt! Und könnt ihr dies, so seid dennoch gewarnt: „Musik, Musik - Da wackelt die Penne“ ist anstrengender als die meisten anderen deutschen "Komödien" dieser Zeit. Meiner Meinung nach ist er diese Mehrkonzentration des Zuschauers aber auch wert, gehört er in meinen Augen doch zu den amüsantesten und unterirdischsten Werken seiner Zeit.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 91 Minuten bei Kinoprojektion (24 Bilder/Sekunde), 88 Minuten bei Fernsehwiedergabe (25 Bilder/Sekunde), Filmlänge: 2496 Meter
  2. Joachim Kramp: Die Lümmel sind los! im Lümmel-Blog Reloaded
  3. Musik, Musik – da wackelt die Penne im Lümmel-Blog Reloaded
  4. Musik, Musik – da wackelt die Penne im Lümmel-Blog Reloaded
  5. Review der Zeitschrift Cinema
  6. Eintrag bei Schlombies Filmbesprechungen