One of Our Aircraft Is Missing

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Filmdaten
OriginaltitelOne of Our Aircraft Is Missing
OriginalspracheEnglisch/Niederländisch/Deutsch
Erscheinungsjahr1942
LängeUK: 102 Minuten
USA: 82 Minuten
Stab
RegieMichael Powell
Emeric Pressburger
DrehbuchMichael Powell
Emeric Pressburger
ProduktionMichael Powell
Emeric Pressburger
KameraRonald Neame
SchnittDavid Lean
Besetzung

One of Our Aircraft Is Missing ist ein britischer Propaganda-Kriegsfilm aus dem Jahr 1942, der unter der Regie von Michael Powell und Emeric Pressburger entstanden ist. Der Film wurde von dem Filmstudio Powell and Pressburger mit der Unterstützung der Royal Air Force und dem britischen Informationsministerium produziert.[1]

Handlung[Bearbeiten]

Ein Vickers Wellington Bomber, wie er im Film verwendet wird

Der Royal Air Force Bomber Vickers Wellington der Operation "B for Bertie" stürzt während des Zweiten Weltkriegs in den Niederlanden in der Nähe des Zuider Zee ab. 15 Stunden zuvor hat die Besatzung den Auftrag erhalten nach Stuttgart zu fliegen über der Stadt Bomben abzuwerfen. Hierbei werden sie abgeschoßen und stürzen ab. Von den sechs Besatzungsmitgliedern finden sich sofort fünf wieder. Sie werden von ein paar niederländischen Kindern entdeckt und zu ihrer Lehrerin Else Meertens gebracht.

Else Meertens misstraut ihnen zunächst und stellt ihnen mehrere kritische Fragen, die sie zu ihrer Zufriedenheit beantworten. Else Meertens organisiert, dass sie zu einem katholischen Priester gebracht werden. Sie geben sich als seine Verwandten aus und mit einer ähnlichen Erklärungen wie den Besuch eines Fußballspiels kommen sie in die nächste Ortschaft. Dort entdecken sie ihren sechsten Mann, der es irgendwie geschafft hat sich in dieser Ortschaft als Fußballspieler zu verstecken. Dieses Fußballspiel wird von den Nazis allerdings mit einer maximalen Besucherzahl von 200 Zuschauern reglementiert. Als sie ebenfalls den Platz verlassen wollen, müssen sie dem Spiel beiwohnen.

Später reisen sie mit einem Viehtransporter in das deutsche Lager das eigentlich Jo de Vries gehört und von den Deutschen besetzt wurde. Sie versteckt sie bei sich in ihren Wohnräumen und ermöglicht ihnen bei einem Angriff der Royal Air Force die Flucht. Die sechs Männer fliehen mit einem Ruderboot bis zu einer Klappbrücke. Hierbei werden sie allerdings von einem Wächter entdeckt. Sie werden beschoßen, hierbei Sir George Corbett der älteste der Gruppe getroffen. Es gelingt ihnen sich bis zur Nordsee durchschlagen und sich in einer deutschen Rettungsboje durchzuschlagen und diese zu besetzen. Sie werden schließen von der britischen Marine entdeckt und nach Hause gebracht.

Drei Monate später werden sie für den nächsten Angriff auf Berlin eingesetzt. Dem Niederlanden wird die baldige Freiheit versprochen.

Progandazitate aus dem Film[Bearbeiten]

Else Meertens: Do you think that we Hollanders who threw the sea out of our country will let the Germans have it? Better the sea.


Jo de Vries: [Ansprache während eines Angriffs der RAF-Bomber]
You see. That's what you're doing for us. Can you hear them running for shelter? Can you understand what that means to all the occupied countries? To enslaved people, having it drummed into their ears that the Germans are masters of the Earth. Seeing those masters running for shelter. Seeing them crouching under tables. And hearing that steady hum night after night. That noise which is oil for the burning fire in our hearts.[2]

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Peter Ustinov hatte in diesem Film sein Filmdebüt in der Rolle als Priester

Der Titel selbst kommt von der bekannten Phrase die den britischen Medien während des Krieges oft zu hören war:

„one [or often more] of our aircraft failed to return.“

Eines [oder oftmals mehr] unserer Flugzeuge hat es nicht geschafft zurückzukehren.[1]

Das Drehbuch soll während der Dreharbeiten nicht ganz fertigestellt worden sein.[1] Das eine Rettungsboje für den Film verwendet wurde war eine Idee des Informationsministerium.[3]

Die Darsteller des Films waren hauptsächlich Schauspieler vom Theater und Film, allerdings stellt der Film auch das Filmdebüt von Peter Ustinov dar. Der Fokus der Regisseure lag allerdings bei den weiblichen Charakteren, die von Pamela Brown und Googie Withers gespielt werden, und als selbstbewußte und starke Persönlichkeiten des Niederländischen Widerstandes auftraten.[4]

Die Aufnahmen des Bombers wurden in einer Attrappe produziert.[5]

The main leads, Hugh Burden, Eric Portman, Hugh Williams, Emry Jones, Bernard Miles, and Godfrey Tearle, formed the crew of "B for Bertie" and introduced themselves and their characters' positions on board the bomber in a progressive sequence that was filmed, like most of the aircraft interiors, in a Vickers Wellington "shell" supplied by the RAF, that nonetheless had working features such as lighting and electrically powered turrets.[5]

Der Flug über Deutschland und der Bombenabwurf wurde mit einem reisigen Modell in den Riverside Studios, Hammersmith erstellt. Die riesige Wellington-Attrappe war so groß wie der Studioboden, die Explosionen wurden mit Lichteffekten erstellt.[6]

Die Szenen die in den Niederlanden spielen wurden in Boston, Lincolnshire gedreht. Im Film selbst wurde kein Musikscore verwendet.[7] Im Gegensatz zur britischen Version wurde die Amerikanische Version um 20 Minuten gekürzt.[8]

Filmpreisnominierungen[Bearbeiten]

Bei der Oscarverleihung 1943 wurde der Film in folgenden Kategorien nominiert, allerdings konnte er keinen Oscar gewinnen.

Der Film in der Popkultur[Bearbeiten]

Der Film wird von James Clarke als einer bemerkswertes britischen Filme dieser Epoche bezeichnet.[10]

In der Zeichentrickserie Die Enterprise heißt eine Folge im Original One of Our Planets Is Missing. In der Fernsehserie Maverick heißt eine Folge One of Our Trains Is Missing. Auch der Film Wer hat unseren Dinosaurier geklaut? ist im Originaltitel One of Our Dinosaurs Is Missing. Diese Titelgebung stellt eine Hommage an diesen Film dar.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Powell, Michael. A Life in Movies: An Autobiography. London: Heinemann, 1986. ISBN 0-434-59945-X, S. 388
  2. "One of Our Aircraft Is Missing Memorable quotes." IMDb. Retrieved: 10 January 2010.
  3. Powell, Michael. A Life in Movies: An Autobiography. London: Heinemann, 1986. ISBN 0-434-59945-X, S. 390.
  4. Arthur, Nigel. "...One of Our Aircraft is Missing (1942)." BFI Screenonline, 13 February 2012. Retrieved: 18 May 2012.
  5. 5,0 5,1 Powell 1986, p. 393. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Powell p. 393“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  6. Powell 1986, p. 391.
  7. Powell 1986, p. 389.
  8. One of Our Aircraft is Missing
  9. Artikel über die Oscarverleihung des Jahres 1943
  10. Clarke, James. War Films (Virgin Film Series). London: Virgin Books Ltd., 2006. ISBN 978-0-753510-940.,S.78