Pat Powers

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Patrick „Pat“ Anthony Powers (* 8. Oktober 1870 County Waterford, Irland; † 30. Juli 1948 Manhattan, New York City) war ein US-amerikanischer Filmproduzent und Unternehmer.

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Lebenslauf[Bearbeiten]

Pat Powers wurde 1870 als Sohn von John und Mary (Shea) Power im irischen County Waterford geboren.[1]

1900–1907 verkaufte er mit Joseph A. Schubert, Sr. zusammen hauptsächlich Schallplattenspieler. Ab 1907 begannen sie gemeinschaftlich unter dem Namen Buffalo Film Exchange als Filmverleiher Filme an Nickelodeons zu verkaufen.[2]

1910 verließ Pat Powers die Firma, um nach New York City zu gehen und dort selbst als Filmproduzent tätig zu werden: Seine ersten Filme vermarktete er 1909–1930 unter dem Namen Powers Picture Plays und das von ihm geführte Studio produzierte über 850 Filme.[3] Beispiele sind The Woman Hater (1910) oder The Tale of a Dog (1914).

1912 tat er sich mit Carl Laemmles Independent Moving Pictures Company zusammen, um aus der Fusion heraus die Universal Pictures zu gründen, um dort in den ersten Jahre als Schatzmeister tätig zu sein.

1922/23 suchte er zudem nach neuen Investoren für das Film Booking Office of America und benannte das eigene Filmstudio kurzzeitig in Robertson-Cole/FBO um; ist aktuell jedoch nicht bekannt, ob jemals ein Film unter diesem Label veröffentlicht wurde.[4]

Nachdem Lee De Forest 1927 beinahe einen Bankrott erleben musste, investierte Powers in DeForest Phonofilm, um so das Unternehmen zu übernehmen. Allerdings scheiterte die (feindliche) Übernahme jedoch. Der Geschäftsmann engagierte William Garity einem ehemaligen Mitarbeiter von De Forests Firma um eine eigene Tonfilmfirma Cinephone zu eröffnen.

1929 verkaufte Pat Powers ein Cinephone-System an Walt Disney, der mit diesem die Tontechnik des Mickey Maus-Cartoons Steamboat Willie (1928) verwirklichte. Daneben wurden die ersten Cartoons mit der Maus in der Hauptrolle von Powers Filmfirma Celebrity Pictures vermarktet. Auch die ersten Silly Symphonies erschienen dort.

Nach dem Ub Iwerks die Disney-Studios verließ vermarktete Powers die mittelmäßig erfolgreichen Cartoons des Trickfilmzeichners. Die Reihen Flip the Frog, Willie Whopper und ComiColor konnten nicht an den Erfolg der ersten Disney-Cartoons anknüpfen und aus diesem Grund wurde das Studio 1936 geschlossen.

Als Filmproduzent produzierte Powers an die 300 Filme; einer der bekanntesten ist Der Hochzeitsmarsch, der 1928 unter der Regie von Erich von Stroheim veröffentlicht wurde.

Am 30. Juli 1948 verstarb Pat Powers nach kurzer Krankheit im Doctors Hospital, New York City, im Alter von 77 Jahren.[5]

Zusätzliche Literaturempfehlungen und Quellen[Bearbeiten]

  • Richard B. Jewell with Vernon Harbin, The RKO Story (New York: Arlington House/Crown, 1982) ISBN 0-517-54656-6
  • Betty Lasky, RKO: The Biggest Little Major of Them All (Santa Monica, Calif.: Roundtable, 1989) ISBN 0-915677-41-5

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.findagrave.com/cgi-bin/fg.cgi?page=gr&GRid=65205835
  2. http://www.saciol.com/o/g/pat_powers_%28businessman%29
  3. http://www.imdb.com/company/co0062234/?ref_=tt_dt_co
  4. Betty Lasky, RKO: The Biggest Little Major of Them All (Santa Monica, Calif.: Roundtable, 1989), S. 8+ 13 ISBN 0-915677-41-5
  5. New York Times, August 1, 1948.