Paul Walker

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Paul Walker

Paul Walker (* 12. September 1973 in Glendale, Kalifornien; als Paul William Walker IV; † 30. November 2013 in Valencia, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf[Bearbeiten]

Frühe Jahre und Beginn seiner Karriere[Bearbeiten]

Paul Walker wurde am 12. September 1973 in Glendale, Kalifornien geboren.[1] Seine Eltern waren das Model Cheryl (Künstlername: Crabtree) und der Klempner Paul William Walker III.[2]Walker wuchs mit seinen beiden Brüdern Caleb und Cody sowie seinen Schwestern Ashlie und Amie in Südkalifornien auf. Er wurde als Mormone erzogen.[3] Er besuchte die Village Christian School und studierte später Meeresbiologie.[4]

Im Alter von 2 Jahren stand er erstmals in einem Werbespot für Pampers vor einer Kamera.[5] Seit 1985 trat er in mehreren Fernsehserien wie Ein Engel auf Erden, Wer ist hier der Boss?, Schatten der Leidenschaft und Ein Hauch von Himmel auf. Sein Filmdebüt gab er in der Horrorfilmkomödie Überfall im Wandschrank aus dem Jahr 1986.

1988 nahm er zusammen mit seiner Schwester in einer Folge der Fernsehshow I'm Telling! teil, gemeinsam konnten sie den zweiten Platz erreichen.[6] Die nächsten Filmrollen in Filmen wie Programmed to Kill oder Teenage T-Rex: Der Menschen-Dinosaurier brachten ihm nicht den vielversprechenden Erfolg.

Paul Walkers erste große Hauptrolle erhielt er in der Disney-Komödie Deedles - Die Surfer mit dem Brett vorm Kopf, der Film selbst konnte allerdings nicht sein Budget an den Kinokassen einspielen.[7] Seine darauf folgenden Rollen in Filmen wie Pleasantville – Zu schön, um wahr zu sein, Varsity Blues oder The Skulls – Alle Macht der Welt verhalfen ihm zu einem etwas größeren Bekanntheitsgrad.

 
Paul Walker fuhr in 2 Fast 2 Furious einen Nissan Skyline

The Fast and the Furious[Bearbeiten]

Hauptartikel: The Fast and the Furious und Brian O’Conner

Die Rolle seines Lebens wurde die des Undercover-Polizisten Brian O’Conner in der Filmreihe The Fast and the Furious. Der erste Teil des Reihe erzählt davon wie Brian O'Conner den ehemaligen Sträfling Dominic „Dom“ Toretto gespielt von Vin Diesel kennenlernt und schätzen lernt und dessen kriminellen Taten aufdecken soll und diesen schließlich laufen lässt. Daneben verliebt er sich in dessen Schwester Mia Toretto. Der erste Teil spielte 207.283.925 US-Dollar ein und verhalf Paul Walker zum Durchbruch. Die Reihe wurde bis zu seinem Tod fünf Mal fortgesetzt. Er verkörperte die Rolle von Brian O'Conner in fast allen Teilen der Reihe bis auf den Film The Fast and the Furious: Tokyo Drift, der eigentlich nach den Ereignissen des Films Fast & Furious 6 spielt. Viele Stunts der Filme wurden von Paul Walker selbst durchgeführt. Paul Walker war auch an den Dreharbeiten des siebten Teils der Reihe beteiligt.[8] Der am 11. Juli 2014 erscheinen sollte. Allerdings verstarb er vor der Beendigung der Dreharbeiten am 30. November 2013 bei einem Autounfall. Zahlreiche Fans der Reihe haben sich gegen eine Fortsetzung nach dem siebten Teil ausgesprochen.[9]

Andere Filmprojekte[Bearbeiten]

 
Die Meeresbiologie begleitete Paul Walker auch in seinem Filmischen Wirken

Neben seiner Hauptrolle in der Filmreihe Fast and the Furious, wirkte er an weiteren Filmprojekten wie Into the Blue oder Flags of Our Fathers als Schauspieler mit. In dem Film Into the Blue spielte er an der Seite von Jessica Alba einen Tauchlehrer, der bei einem Tauchgang mit seinen Freunden ein Schiffwrack voller Kokain entdeckt. Der Film selbst enthielt viele Unterwasseraufnahmen, die auf sein Studium der Meeresbiologie verwiesen, unter anderem wird der Angriff eines Tigerhais gezeigt. Im Jahr 2010 drehte er die Serie Expedition Great White ab, in der 11 Tage mit sieben weißen Haien verbrachte.[10] Im Jahr 2006 drehte er den Abenteuerfilm Antarctica – Gefangen im Eis, bei dem er dem Hundeführer Jerry Shepard spielte.

Im Mai 2007 kam Kill Bobby Z, nach einem Roman von Don Winslow, in die deutschen Kinos. Darin spielte er einen inhaftierten Ex-Elitesoldaten, der einen gefährlichen Deal mit der Drogenbehörde eingeht, um freizukommen. Im Film Das Lazarus-Projekt übernahm er die Rolle von Ben Garvey einem ehemaligen Sträfling der zum Tode verurteilt wird und sich nach seiner Hinrichtung in einer christlichen Irranstalt wieder findet. Der Film wurde direkt auf DVD veröffentlicht. Über den Film urteilte das Lexikon des Internationalen Films wie folgt:

„Thriller, der die chronologische Erzählstruktur zugunsten vielfältiger Verschachtelungen auflöst, ohne den Überblick zu verlieren. Spannende Unterhaltung mit einem überzeugenden Hauptdarsteller.“[11]

Neben seinem filmischen Wirken trat er in den Werbespots von Davidoff Cool Water for Men auf.

Seine letzten Filmprojekte waren Hours – Wettlauf gegen die Zeit, Brick Mansions und Fast & Furious 7. Kurz darauf war geplant das er die Rolle von Agent 47 in einer Hitman-Neuverfilmung übernehmen soll.

Tod[Bearbeiten]

Am 30. November 2013 verunglückten Walker und der befreundete Automobilrennfahrer Roger Rodas im kalifornischen Valencia auf der Fahrt zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung von Reach Out Worldwide zu Gunsten der Opfer des Taifuns Haiyan tödlich.[12][13] Rodas verlor die Kontrolle über den von ihm gesteuerten Porsche Carrera GT, der daraufhin zunächst gegen einen Laternenmast, dann gegen einen Baum prallte und danach in Flammen aufging.[14]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

 
Die Hauptdarsteller von Fast Five (v.l.): Dwayne Johnson, Ludacris, Jordana Brewster, Vin Diesel und Paul Walker

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]