Red Hot Riding Hood

Aus Film-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
OriginaltitelRed Hot Riding Hood
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1943
Länge7 Minuten
Stab
RegieTex Avery
ProduktionFred Quimby
MusikScott Bradley
Synchronisation

Red Hot Riding Hood ist ein US-amerikanischer Cartoon aus dem Jahr 1943, der unter der Regie von Tex Avery entstanden. Der Cartoon wurde am 8. Mai 1943 zusammen mit Dr. Gillespie's Criminal Case aus der Dr. Kildare-Filmreihe veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

Die Geschichte von Rotkäppchen soll auf klassische Art und Weise verfilmt werden. Allerdings finden dies alle Hauptdarsteller inklusive des Bösen Wolfes langweilig. Stattdessen möchten sie die Geschichte völlig neu präsentieren. Schließlich wird hierauf eingegangen und der Film erhält ein neues Setting und eine ganz neue Geschichte.

Der Wolf fährt mit seinem Auto in eine Nachtbar und möchte einen entspannten Abend genießen. Allerdings folgt dann der Gesangsauftritt von der absoluten Sexbombe Red, die sein Herz höher schlagen lässt. Er verfällt in Rage und zieht Red nach Ihrem Auftritt an seinen Platz. Dort bietet er ihr ein gemeinsames Leben mit ihr an, und möchte sie in seiner Luxusvilla verführen. Allerdings lehnt sie das völlig ab und behauptet zu ihrer Grandma zu fahren.

Er fährt ihr hinterher und geht zu ihrer Grandma. Dort wird er von liebessüchtigen Grandma empfangen, die ihn sofort vernaschen möchte. Allerdings versucht er zu fliehen und zieht sich hierbei schwerere Verletzungen zu. Er kehrt in den Nachtclub zurück beschließt seinem Leben mit der Pistole ein Ende zu setzen. Allerdings tritt in diesem Moment Red wiedermals auf und sein Geist fällt wieder in Rage.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Die bekannteste Szene des Cartoons wurde wie der Wolf als Wolfie in wilder Extase lustvoll und wild zu heulen beginnt, während Red zu singen beginnt. Die Hay Codes waren damals streng ausgelegt worden, dass der Film in dieser und anderen Szenen gekürzt wurde. Ein Offizier der Army bat Louis B. Mayer um eine ungekürzte Version des Cartoons um diesem Jungs in Europa zu zeigen.[1] Preston Blair der Animator von Red erinnert sich allerdings nicht an Kürzungen des Films.[2]

Ursprünglich sollte eine andere Schlussszene für den Cartoon produziert werden, bei der der Wolf die alte Grandma durch eine Shotgun Wedding heiraten muss. Kurz darauf wären sie unglückliche Eltern von halben Mensch-Wolfswesen geworden, die in Reds Show auftreten.[3]

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Der Cartoon erhielt folgende Fortsetzungen:

Daneben traten die Figuren in mehreren Cartoons, Filmen und Serien wie Tom and Jerry Meet Sherlock Holmes und Droopy der Meisterdetektiv auf.

Einfluss auf die Popkultur[Bearbeiten]

Der Cartoon hatte vor allem durch seine wilde Szene mit dem Wolf und dem erotischen Auftritt von Red einen ganz großen Einfluss auf die Popkultur. Einer der wichtigsten Einflüsse hat Red auf die Figur von Jessica Rabbit im Film Falsches Spiel mit Roger Rabbit.[4] Oder auf den Film Die Maske in der Stanley Ipkiss die Heulszene des Wolfes parodiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cohen, Karl F. (2004), "Censorship of Theatrical Animation", Forbidden Animation: Censored Cartoons and Blacklisted Animators in America, McFarland & Company, ISBN 978-0786420322, S. 37
  2. Cohen, Karl F. (2004), "Censorship of Theatrical Animation", Forbidden Animation: Censored Cartoons and Blacklisted Animators in America, McFarland & Company, ISBN 978-0786420322, S. 38
  3. Cohen, Karl F. (2004), "Censorship of Theatrical Animation", Forbidden Animation: Censored Cartoons and Blacklisted Animators in America, McFarland & Company, ISBN 978-0786420322, S. 38
  4. Corliss, Richard (August 8, 1994). "CINEMA: Like the Mask?". Time.