Reefer Madness

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Filmdaten
Deutscher Titel Reefer Madness
Originaltitel Reefer Madness
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1938
Länge ca. 65 Minuten
Altersfreigabe FSK 0
Stab
Regie Louis J. Gasnier
Drehbuch Arthur Hoerl,
Lawrence Meade
Produktion George A. Hirliman
Kamera Jack Greenhalgh
Schnitt Carl Pierson
Besetzung

Reefer Madness ist ein Anti-Cannabis-Film aus dem Jahr 1936. Ursprünglich sollte der Film unter dem Titel Tell Your Children veröffentlicht werden. Allerdings wurde der Titel des Films später umbenannt. Der Film wird häufig zu den schlechtesten Filmen, die jemals produziert wurden gezählt.

Handlung[Bearbeiten]

Dr. Alfred Carroll ist über vielen Fälle des Drogenmissbrauchs von Jugendlichen aus den 1930er Jahren entsetzt und veranstaltet einen Informationsabend zu diesem Thema. Er erzählt seinen Zuhörern die Geschichte von Bill Harper. Bill Harper ist mit seiner Freundin Mary Lane glücklich. Außerdem ist er der gute amerikanische Junge mit guten Noten und einem zufriedenen Leben.

Das ändert sich allerdings als er von Freunden seiner Freundin zu einer Cannabis-Party mitgenommen wird. Diese wird von Mae Coleman, Jack Perry und Ralph Wiley organisiert um Marijuana und Cannabis zu verkaufen. Auf dieser Party raucht Bill seinen ersten Joint und erlebt einen Rausch. Später raucht er einen Joint nach dem anderen und wird süchtig. Er begleitet beispielsweise auch Ralph Wiley bei seinen Drogengeschäften und fährt hierbei im Rausch beinahe einen Menschen um. Die Polizei untersucht die Fahrerflucht und kommt auf Mary Lanes Wagen. Auch Dr. Carroll schöpft Verdacht das Bill Harper Drogen zu sich nimmt. Allerdings begründet Bill seine schlechte Noten damit, dass er familiäre Probleme habe. Dr. Carroll lässt ihn gehen.

Auf einer weiteren Party schläft Bill mit Blance. Als Mary Lane zur Party geht, um mit ihm über seine Probleme zu reden, wird sie von dem wirren Ralph Wiley beinahe vergewaltigt. Als Bill die Szene unter dem Einfluss der Drogen sieht, nimmt er an, dass sie ihn mit Ralph betrügt. Es kommt zum Kampf zwischen den beiden, als Jack mit einer Pistole hinzukommt, wird Mary von einer Kugel aus dem Lauf getroffen und Bill wird die Tat untergeschoben.

Das Gericht befindet ihn nach Absprache der Jury für schuldig und Bill soll hingerichtet werden. Kurz nach der Urteilsverkündigung ist Ralph immer verrückter geworden und leidet unter Verfolgungswahn. Als Jack mit ihm sprechen möchte, wird dieser von Ralph erschlagen. Kurz darauf wird die ganze verbleibende Bande bestehend aus Ralph, Mae und Blanche festgenommen. Mae gesteht schließlich alles und nimmt sich das Leben. Daraufhin wird Bill freigesprochen und Ralph wird vor Gericht gestellt. Das Gericht verurteilt ihn zu mehreren Jahren Aufenthalt in einer Psychiatrie.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film wurde ursprünglich von einer kirchlichen Einrichtung produziert, um auf die Gefahren des Missbrauchs von Cannabis hinzuweisen.[1][2] Produzent war zunächst George Hirliman, der ursprünglich einen anderen Film produziert hat.[3] Die Vertriebsrechte für den Film wurden allerdings von Dwain Esper gekauft, der für Exploitationfilme wie Marihuana oder Modern Motherhood verantwortlich war.[4] Er fügte dem Film neue Szenen hinzu und veränderte die Haupthandlung.[5] Der Film erhielt mehrere Titel wie Doped Youth oder The Burning Question.[6]

Da der Film in späteren Jahren nicht mehr auf dem Aftermarket des Filmverleihs vertrieben wurde und das Copyright für den Film nicht mehr erneuert wurde, handelt es sich bei diesem Filmtitel um einen Public-Domain-Film.[7] Im Frühling des Jahres 1972 erwarb Keith Stroup der Gründer National Organization for the Reform of Marijuana Laws eine Kopie des Films von der Library of Congress für 297 US-Dollar.[8]

Der Film wurde im Jahr 2004 von 20th Century Fox koloriert. Der Film galt als Kultfilm des schlechten Geschmacks auf Grund seiner Machart.[9]

Im Jahr 2005 wurde auf Grundlage des Films das filmische Musical Kifferwahn produziert.

Kritiken[Bearbeiten]

The Los Angeles Times urteilte das Reefer Madness, der erste Film war den eine Generation als schlecht angesehen hat.[10]

Leonard Maltin bezeichnete den Film als:

„the grand-daddy of all “Worst” movies (Großvater aller schlechten Filme)[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://web.archive.org/web/20060328163318/http://www.reefer-madness-movie.com/history.html
  2. Peary, Danny (1981). Cult Movies. New York: Delacorte Press. S. 203–205. ISBN 0-440-01626-6.
  3. http://www.tcm.com/tcmdb/title/87909/Tell-Your-Children/full-credits.html
  4. Murphy, Kevin; Studney, Dan. "The history of Reefer Madness". Archived from the original on 2005-10-28. Retrieved 2006-11-07.
  5. Murphy, Kevin; Studney, Dan. "The history of Reefer Madness". Archived from the original on 2005-10-28. Retrieved 2006-11-07.
  6. http://monsterkidclassichorrorforum.yuku.com/topic/37115/REEFER-MADNESS-questions
  7. http://www.law.columbia.edu/media_inquiries/news_events/2005_older/2003/May_2003/graduation_03
  8. Patrick Anderson (1981). "Chapter 5". High in America: The True Story Behind NORML and the Politics of Marijuana. Viking Press.
  9. Peary, Danny (1981). Cult Movies. New York: Delacorte Press. pp. 203–205. ISBN 0-440-01626-6.
  10. Joe Stemme: What's the Worst Movie Ever?. In: Los Angeles Times, September 4, 2005. Abgerufen am November 17, 2013. 
  11. Leonard Maltin (2003): Leonard Maltin's Movie and Video Guide 2004, Signet}}