Santa Claus Conquers the Martians

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Filmdaten
OriginaltitelSanta Claus Conquers the Martians
Santa Claus Conquers the Martians 1.jpg
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1964
Länge81 Minuten
Stab
RegieNicholas Webster
DrehbuchGlenville Mareth
ProduktionPaul L. Jacobson
MusikMilton DeLugg
KameraDavid L. Quaid
SchnittWilliam Henry
Besetzung

Santa Claus Conquers the Martians ist ein US-amerikanischer Weihnachts-Science-Fiction-Film des Jahres 1964 der unter der Regie von Nicholas Webster entstand. Der Kinderfilm, in dem Santa Claus von Marsmenschen entführt wird, gilt bei Kritikern als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten.

Handlung[Bearbeiten]

Santa Claus zusammen mit Billy und Betty

Im Dezember berichtet der Außenreporter Andy Henderson vom Fernsehsender KID TV über die Arbeiten von Santa Claus in seiner Weihnachtswerkstatt, die auf Hochtouren laufen. Neben den Kindern der Erde wird die Sendung auch von den Kindern des Mars aufmerksam verfolgt. Die Kinder die wenig Freude am Leben spüren, da sie von Geburt ein Leben wie ein Erwachsener führen müssen, bereiten dem Anführer des Mars große Sorgen, da seine eigenen Kinder Bomar und Girmar ebenfalls an Appetitlosigkeit und Traurigkeit leiden. Daran kann der von Grund auf fröhliche und kindliche Dropo wenig ändern. Auf Grund der Traurigkeit aller Kinder des Mars beruft Kimar eine Sondersitzung seines Rates ein.

In dieser Sondersitzung besucht er den alten und weißen Chochem, der seit vielen Jahrhunderten auf dem Mars lebt. Er weiß dass wenn auf dem Mars Septober ist, auf der Erde das Weihnachtsfest naht. Aus dem Grund der fehlenden Freude entscheidet sich Kimar zusammen mit seinem Führungsstab dafür zur Erde zu fliegen und Santa Claus zu entführen. Eigentlich hat Kimar seinen Führungsstab für sich, allerdings stellt sich Voldar gegen ihn und möchte weder Santa Claus noch Spielzeuge auf dem Mars haben.

Während des Eintritts in der Erdatmosphäre werden die Marsmenschen kurz vor den Radarsystemen der US Air Force erfasst und die Erde vermutet dass Außerirdische die Erdoberfläche besucht haben. Die US Air Force sucht nach dem Raumschiff allerdings kann dieses nicht mehr gefunden werden. Kimar hat einen Schutzschirm aktivieren lassen, der sie für die Radarsysteme unsichtbar macht. Außerdem hat sich Dropo an Bord des Raumschiffes geschlichen und wurde entdeckt. Auf Grund der vielen Weihnachtsmänner die in den Städten der Welt zu finden sind, wissen die Marsianer nicht wo sich der echte Santa Claus befindet.

In einem Wald begegnen sie den beiden Geschwistern Billy und Betty, die sich nach der Heimat von Santa Claus befragen und die ihnen den Nordpol als Heimat angeben. Die beiden Kinder werden entführt und gelten auf wundersame Art und Weise als vermisst. Die beiden Kinder versuchen Santa zu warnen, allerdings kommen zu spät, da Kimar mit seiner Gefolgschaft sowohl seine Wichtel als auch Mrs. Claus außer Gefecht gesetzt hat. Schließlich ist Santa zusammen mit den Kindern gezwungen zum Mars mitzufliegen. Nach einem Mordanschlag von Voldar an Santa und den Kindern verschwindet dieser im Raumschiff und taucht vorerst nicht mehr auf.

Dort auf dem Mars bringt Santa den Kindern wieder das Lachen zurück und er beginnt eine eigene Werkstatt aufzumachen und mit den Kindern neue Spielzeuge zu produzieren. Voldar der zusammen mit einigen Anhängern sich in einer Höhle versteckt hat, möchte schließlich die Werkstatt auf dem Mars sabotieren und beschließt dort die Maschine zu manipulieren. Allerdings verkleidet sich Dropo als Santa Claus und wird in der Werkstatt von Voldar entführt. Als Santa am nächsten Tag Spielzeuge produzieren möchte sind alle Systeme durcheinander und Voldar versucht Kimar zu erpressen, damit die Erdlinge den Mars verlassen. Allerdings gelingt Dropo die Flucht und der echte Santa kann zusammen mit den Kindern Voldar besiegen und kehrt zur Erde zurück. Allerdings übergibt er Dropo die Aufgabe seine Aufgabe als Weihnachtsmann auf dem Mars zu übernehmen.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Bomar (Chris Month) und Girmar (Pia Zadora)

Die Geschichte des Films stammte von Paul L. Jacobson der bei dem Film auch die Aufgabe als Produzent übernahm. Hierfür gründete er die Filmfirma Jalor Productions und stattete den Film mit einem Budget von 200.000 Dollar aus.[1] Für die Filmfirma war der Film der erste und letzte Film, den diese produzierte und an dem sich Paul L. Jacobson beteiligte. In diesem Film hatte die Figur von Mrs. Claus ihren ersten Filmauftritt in der Filmgeschichte und wurde von Doris Rich verkörpert.

Gedreht wurde in den Michael Myerberg Studios in New York City. Die Kostüme wurden von Ramsey Mostoller erschaffen und die Filmbauten stammten von Maurice Gordon. Die Filmmusik schrieb Milton DeLugg, der Titelsong Hooray for Santa Claus stammt von Roy Alfred und Milton DeLugg. Der Film erlebte am 14. November 1964 in Chicago seine Premiere.[2] Pia Zadora hatte in diesem Film ihr Filmdebüt.

Einfluß[Bearbeiten]

Auf Grund seiner negativen Kritiken und Bezeichnung als schlechten Film entwickelte sich der Film zu einem Kultfilm. 1966 wurde ein Comic mit der Geschichte des Films von Dell Comics veröffentlicht.[3]

1998 versuchte David Zucker ein Remake zu produzieren, dass 2002 in die Kinos kommen sollte. Hierbei sollte Jim Carrey die Rolle von Dropo übernehmen. Der Film wurde allerdings nicht verwirklicht.[4]

Der Film war Bestandteil der Reihen Mystery Science Theater 3000, Cinematic Titanic und Rifftrax. Außerdem wurden Ausschnitte des Films in A Colbert Christmas: The Greatest Gift of All! und Eloise at Christmastime verwendet.

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film erhielt zahlreiche vernichtende Kritiken und wurde von Kritikern als einer der schlechtesten Weihnachtfsfilme aller Zeiten bezeichnet.

Howard Thompson von der New York Times bezeichnete im Jahr 1964 den Film, als durchschnittliches Spiel der Darsteller, der wie eine Kinderfernsehsendung wirkt, die für die Kinoleinwand vergrößert wurde.[5]

Die katholisch orientierte Filmzeitschrift urteilte über den Film:

„Low-budget clunker awash in humbug sentimentality.[6]

Auch Harry Medved und Randy Dreyfuss nahmen den Film 1984 in ihr Buch The 50 Worst Films of All Time mit auf. Time Out London nannte den Film „einen langlebigen Nach-Mitternacht-Kultstreifen“ und einen „urkomisch schlechten Science-Fiction-Versuch“[7]

Atlantic Weekly Daily listete ihn 2011 hinter Star Wars Holiday Special und vor Santa Claus mit Muckis auf Platz 2 der schlechtesten Weihnachtsfilme aller Zeiten.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. John M. Miller: Santa Claus Conquers the Martians (1964), tcm.com
  2. Vgl. Santa Claus Conquers the Martians auf Turner Classic Movies
  3. Mareth, Glenville (March 1966), Santa Claus Conquers The Martians (comic book), New York, NY: Dell Comics
  4. Variety - Film
  5. „Mr. Jacobson's economical production and Nicholas Webster's direction, not to mention the very broad acting, make the picture seem like a children's television show enlarged on movie house screens.“ Vgl. Howard Thompson: Santa Claus Conquers the Martians (1964). New York Times, 17. Dezember 1964.
  6. Santa Claus Conquers the Martians auf Catholic News Service
  7. „A staple after-midnight cult movie, this hilariously bad stab at sci-fi naturally earned a high position in the book The Fifty Worst Movies of All Time.“ Vgl. CR: Santa Claus Conquers the Martians. timeout.com
  8. ACW’s Weekend Hot Tub Party – Best & Worst Holiday Movies, 2. Dezember 2011