Sarah Palin

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Sarah Palin (2012) Sarah Palins Signatur

Sarah Louise Palin (geborene Heath; * 11. Februar 1964 in Sandpoint, Idaho) ist eine US-amerikanische Politikerin und Fernsehpersönlichkeit. Sie ist Mitglied der Republikanischen Partei und war von 2006 bis zum Juli 2009 Gouverneurin von Alaska. Bei der Präsidentschaftswahl 2008 wurde sie von John McCain für das Amt der Vizepräsidentin vorgeschlagen. Nach ihrem Rücktritt als Gouverneurin war sie bis 2013 als politische Kommentatorin u. a. bei Fox News tätig. Daneben ist sie als Aktivistin in der Tea-Party-Bewegung aktiv.

Lebenslauf[Bearbeiten]

Palins Familie während der Verkündung der Kandidatur als Vizepräsidentin
Todd Palin, Sarah Palin, Cindy Hensley McCain, John McCain (von links nach rechts) bei einem gemeinsamen Wahlkampfauftritt am 10. September 2008.
Sarah Palin bei ihrer Abschiedsrede vom Amt des Gouverneurs von Alaska.

1964 zog die Familie Palin von Idaho nach Skagway, Alaska um dort als ihre neuen Stellen als Lehrer und Schulsekretärin anzutreten. 1982 erreicht Sarah Palin ihren Schulabschluss an der Wasilla High School. Dort war als Basketballspielerin unter dem Spitznamen „Sarah Barracuda“ aktiv.[1] Auf einem Schönheitswettbewerb zur Miss Alaska des Jahres 1984 belegte sie den dritten Platz.[2][3]

Nach ihrer Schulzeit besuchte sie bis zum Jahr 1987 zwei Universitäten und zwei Colleges und erwarb 1987 einen Bachelor of Science in Kommunikation und Journalismus. [4] Sie heiratete schließlich den Unternehmer Todd Palin. Aus der entstammen fünf Kinder, wobei ihr im Jahr 2008 geborenes Kind mit dem Down-Syndrom auf die Welt kam.[5] Am 28. Dezember 2008 wurde sie zum ersten Mal Großmutter.[6]

2008 erreichte ihr Name auf Google den 1. Platz der Seiten mit den größten Steigerungen der Suchbegriffsabfragen vor Barack Obama.[7]

Palin bezeichnet sich selbst als Hockey mom. Bis zum Jahr 2002 gehörte sie der Pfingstlerbewegung.[8] Sie lebt mit ihrer Familie in Wasilla, etwa 65 Kilometer nördlich von Anchorage.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Ihre politische Laufbahn begann mit ihrer Volljährigkeit bei der Republikanischen Partei. 1992 wurde sie Stadträtin von Wasilla und 1996 folgte das Amt der Bürgermeisterin, dass sie bis zum Jahr 2002 inne hatte.[9] Ihre Politik als Bürgermeisterin wird als wirtschaftsfreundlich eingestuft, da sie für Unternehmen nur niedrige Steuern erhob und wenige Auflagen machte, konnte sie die Bevölkerungszahl Wasillas um etwa ein Viertel steigern. Allerdings gab es durch die wirtschaftliche Orientierung auch einige Belastungen der Umwelt in der Gegend. So weist der Lucille-See bei Wasilla erhöhte Konzentrationen von Phosphate]]n auf.[10]

2002 versuchte sie das Amt der Vizegouverneurin zu erlangen, allerdings unterlag sie bei der Bewerbung knapp ihrem Parteikollegen Loren Leman. Von 2003 bis 2004 saß sie im Aufsichtsrat des Kommissariats für die Öl- und Gasvorkommen in Alaska. Von diesem Posten trat sie aus Protest über die Amtsverfehlungen einiger republikanischer Parteigenossen (u. a. Arbeit für die Partei auf Staatskosten und die Weitergabe von vertraulichen Dokumenten der Öl- und Gaskommission an Lobbyisten) zurück.

2006 gewann sie die Vorwahl der Republikaner zum Amt des Gouverneurs und konnte sich am 7. November 2006 mit 48 Prozent gegen ihre Herausforderer Tony Knowles und Andrew Halcro durchsetzen. Sie wurde damit zum jüngsten und ersten weiblichen Gouverneur Alaskas.[11] Ihre Vereidigung erfolgte am 4. Dezember 2006. Politisch orientierte sie sich hauptsächlich an den Themen Infrastruktur, Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheitswesen und der öffentlichen Sicherheit.[12]

Am 26. Juli 2009 legte sie ihr Amt als Gouverneur nieder und übergab die Amtsgeschäfte an Sean Parnell.[13]

Sarah Palin kandidierte im Präsidentschaftswahlkampf 2008 erfolglos an der Seite von John McCain für die Vizepräsidentschaft der Vereinigten Staaten. Sie wäre die erste Frau gewesen, die dieses Amt bekleidet. 2016 unterstützte sie Donald Trump einmalig bei der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016. Nach dessen sagte sie, dass Gott in die Wahl eingegriffen hätte, um Trump siegen zu lassen.[14]

Nach dem Ende der Wahlkampagne schloss Palin zum 31. Dezember 2016 ihr Political Action Committee, was als Verzicht auf jede weitere politische Karriere gedeutet wird.[15]

Fernseh- und Filmpersönlichkeit[Bearbeiten]

Sie wurde während des Wahlkampfes von McCain als Medienphänomen wahrgenommen.[16] Durch die Sendung Saturday Night Live (SNL) wurde sie zu einer Parodiefigur, die durch Tina Fey verkörpert wurde durch den Kakao gezogen. Tina Fey wurde sogar für diese Figur mit einem Emmy prämiert. Die Politikerin trat auch in einer Folge der Show mit ihr zusammen auf.[17][18] Im gleichen Jahr wurde sie in der Pornoparodie Who’s Nailin’ Paylin? von der Pronodarstellerin Lisa Ann verkörpert.

In der Zeit von 2010 bis 2013 war sie als Kommentatorin bei Fox News tätig.[19][20]

Sie moderierte ab März 2010 auch die Show TV-Show „Real American Stories“, außerdem produzierte sie die achtteilige Reality-Show Sarah Palin's Alaska.[21] 2011 wurde über sie der Dokumentarfilm The Undefeated (2011) produziert, für den sie 2012 als Schlechteste Schauspielerin für eine Goldene Himbeere nominiert wurde.

In dem US-amerikanischen Fernsehfilm Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt (2012) wurde Palin von Julianne Moore dargestellt. 2012 hatte sie einen Gastauftritt in dem Film Der Ruf der Wale. Am 27. Juli 2014 startete sie einen eigenen TV-Kanal mit dem Sarah Palin Channel auf dem Sender ging es hauptsächlich um ihre Person.[22] Der TV-Kanal wurde am 4. Juli 2015 wieder eingestellt und auch keine der TV-Serien hatte dauerhaften Erfolg.

Im Sommer 2016 wurde eine Gerichtsshow Palins nach dem Muster von Judge Judy angekündigt, obwohl Palin keine juristische Ausbildung hat. Ein Netzwerk, das diese Show ausstrahlen würde, wurde nicht genannt.[23]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. McCain setzt bei Vizewahl auf Risiko, Spiegel Online vom 29. August 2008.
  2. Gov. Sarah Palin Was Second Choice in '84 Beauty Contest, US Magazine vom 29. August 2008 (englisch) – führt Palin als Zweite auf.
  3. Miss Alaska '84 Recalls Rival's Winning Ways, Washington Post vom 8. September 2008 (englisch) – führt Palin als Dritte auf.
  4. New York Times: Little-noticed college student to star politician
  5. Tagesschau (ARD): McCain nimmt Sara Palin als Vize – Mit einer Frau ins Weiße Haus? (Memento vom 30. August 2008 im Internet Archive)
  6. Welt Online: Sarah Palin ist jetzt Großmutter, Welt-Online vom 30. Dezember 2008.
  7. Sarah Palin schlägt Barack Obama, Focus Online vom 10. Dezember 2008.
  8. Spiegel Online: Die bigotte Glaubenswelt der Sarah Palin, Spiegel vom 9. September 2008.
  9. Mayor Palin: A Rough Record, Times am 2. September 2008.
  10. Matt Apuzzo, „Bohr, Baby, bohr!“ (Memento vom 22. Oktober 2008 im Internet Archive), Financial Times Deutschland vom 21. Oktober 2008.
  11. State of Alaska – 2006 General Election, November 7, 2006, Official Results (Memento vom 20. März 2007 im Internet Archive)
  12. National Governor Association
  13. Sarah Palin strebt nach Höherem, Spiegel vom 3. Juli 2009
  14. The Independent
  15. Washington Post: The end of Sarah Palin is here, 26. Januar 2017
  16. Sarah Palin spaltet Amerika Der Tagesspiegel Online vom 16. September 2008.
  17. Emmy für US-Komikerin Tina Fey. Spiegel online vom 13. September 2009.
  18. Chris Michaud: Palin drops in on "Saturday Night Live", Reuters, 19. Oktober 2008, abgerufen am 24. Juni 2009.
  19. Kommentatorin bei Fox News, Spiegel Online vom 12. Januar 2010.
  20. Peter Hambly: Palin and Fox News call it quits, CNN. 25. Januar 2013. Abgerufen am 25. Januar 2013. 
  21. Sarah Palin und die Pracht von Alaska, Spiegel Online vom 26. März 2010
  22. Marc Ptzke, TV-Show für Sarah Palin: Rückkehr der Demokraten-Jägerin, Spiegel Online vom 2. April 2014.
  23. http://heavy.com/entertainment/2016/05/sarah-palin-courtroom-law-rules-show-common-sense-judge-judy-net-worth-reality-hot-alaska/