Schwarzfahrer (1992)

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Filmdaten
Originaltitel Schwarzfahrer
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 10 Minuten
Stab
Regie Pepe Danquart
Drehbuch Pepe Danquart
Produktion Alberto Kitzler
Musik Michel Seigner
Kamera Ciro Cappellari
Schnitt Mona Bräuer
Besetzung

Schwarzfahrer ist eine deutsche Kurzfilm-Komödie aus dem Jahr 1992. Regie führte Pepe Danquart der für diesen Film auch das Drehbuch verfasste.

Handlung[Bearbeiten]

Ein junger schwarzer Berliner betritt die Straßenbahn und setzt sich neben eine bürgerlich wirkende ältere Dame. Kurz vor ihm steigt ein weißer Mann ein, ohne einen Fahrschein zu lösen, da zuvor dessen Moped nicht angesprungen war.

Die Dame beginnt ihren Sitznachbarn und alle Ausländer zu beschimpfen, der Schwarze bleibt ruhig und gelassen neben ihr sitzen. Auf diese Beschimpfungen reagieren nur ein alter Mann, der dem Gerede der alten Frau zustimmt und zwei Türken, die sich gegenseitig in ihrer Landessprache etwas zuflüstern.

Schließlich steigt ein Fahrkartenkontrolleur und als die alte Dame ihren Fahrschein vorzeigen möchte, steckt ihn sich ihr Sitznachbar in den Mund und isst diesen auf. Er kann im Gegensatz zur Dame einen Fahrschein vorzeigen. Sie wird gebeten auszusteigen und erhält jede Menge Ärger. Der echte Schwarzfahrer hingegen kommt ungestört an sein Ziel.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Titel Schwarzfahrer ist ein reines Wortspiel, das sich gleich auf mehrere Beteiligte des Films bezieht. Hier hätten wir zum einen den echten Schwarzfahrer, der einfach einsteigt, ohne einen Fahrschein zu lösen. Dann wird die alte Dame wegen Schwarzfahrens erwischt. Beim Held des Films bezieht sich der Begriff Schwarzfahrer auf seine Hautfarbe, da er ihretwegen von der Dame beschimpft wird und von dieser vermutlich für einen echten Schwarzfahrer gehalten wird. Der Film wurde in Schwarz-Weiß gedreht.

Die Geschichte basiert auf einer Urban Legend.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde im Jahr 1994 mit einem Oscar für den besten Kurzfilm ausgezeichnet. Außerdem gewann der Film das Melbourne International Film Festival in der gleichen Kategorie.

Weblinks[Bearbeiten]