Tarzan – Herr des Urwalds

Aus Film-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Tarzan – Herr des Urwalds
Originaltitel Tarzan The Ape Man
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1981
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie John Derek
Drehbuch Tom Rowe
Gary Roddard
Produktion John Derek
Musik Perry Botkin Jr.
Kamera John Derek
Schnitt James B. Ling
Besetzung

Vorlage:Infobox Film/Wartung/Originaltitel existiert nicht als Lemma

Tarzan – Herr des Urwalds ist ein US-amerikanischer Abenteuerfilm des Regisseurs John Derek aus dem Jahr 1981. Der Film wird häufig zu den schlechtesten Filmen, die jemals produziert wurden gezählt.

Handlung[Bearbeiten]

Chandran Rutnam zusammen mit John und Bo Derek. Sie arbeiteten gemeinsam an der Verwirklichung des Films.

Jane Parker reist nach Afrika um, dort ihren Vater James Parker mitzuteilen, dass ihre Mutter gestorben ist. Der Abenteurer James Parker hat sich, seit ihrem ersten Lebensjahr nicht mehr um seine Tochter gekümmert und begegnet ihr mit einer gewissen Distanz. James benimmt sich gottgleich und herrschsüchtig. Unterstützt wird er von Harry Holt und seiner Freundin Africa. Gemeinsam wollen sie den Urwald erkunden, um ein wenig Publicity zu haben.

Die ersten Tage dieser Expedition sind beschwerlich und gefahrvoll. Sie begegnen wilden Elefanten und hören eines nach zum ersten Mal den Schrei von Tarzan. James erzählt seiner Tochter, dass Tarzan ein wildes Affenähnliches Wesen von 10 Meter Länge ist, der wie ein wildes Tier seine Gegner tötet. Er beauftragt einen seiner Leute nach ihm zu suchen, er verschwindet spurlos. Gemeinsam erklimmen sie am nächsten Tag einen steilhohen Berg, deren ebenfalls einem von James Männern das Leben kostet. Auf dem Berg finden sie den Zugang zum Meer.

Jane beschließt dort zu baden, um sich von den Straphazen zu erholen. Dort wird sie von einem Löwen entdeckt, der sie am liebsten angreifen würde. Zu ihrem Glück erscheint Tarzan und er verscheucht den Löwen, allerdings hat Jane Angst vor diesem wilden Menschen und weigert sich retten zu lassen. In diesem Augenblick kommt ihr Harry Holt zusammen mit ihrem Vater zur Hilfe.

Am gleichen Abend wird Africa die Freundin von James Porter entführt. James beschließt, dass Tarzan dafür verantwortlich ist und möchte ihn töten. Allerdings entführt Tarzan Jane in den Dschungel und versucht ihr näher zu kommen. Als Jane von einer Würgeschlange in den Würgegriff genommen wird, rettet er sie und wird bewußtlos. Einige Affen und ein Elefant kommen ihm zur Hilfe und bringen seinen bewußtlosen Körper zum Fluss. Dort wird er von Jane verarzt und gewinnt so das Vertrauen der Tiere.

Jane wird schließlich von Harry Holt entdeckt und zurückgebracht. Allerdings wird sie kurz darauf wiedermals entführt. Dieses Mal schwört ihr Vater Rache und stößt auf einen wilden Stamm, der nicht nur Jane sondern auch Africa gefangenhält. Während Jane einer rituellen Waschung zur Vorbereitung für die sexuellen Begierden des Chefs des Stammes unterzogen wird, versucht ihr Vater ihr Mut zu zu sprechen. Als Tarzan seinen Schrei ertönen lässt, bohrt er James Porter einen Stoßzahn in den Oberkörper. Tarzan rettet Jane und sie bleibt mit ihm zusammen.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Inspirationen für den Film

John Derek war mit der Hauptdarstellerin Bo Derek verheiratet. Gedreht wurde auf Sri Lanka und den Seychellen.

In einem Interview aus dem Jahr 2012 verriet Gary Roddard dem Filmmagazin Filmfax, dass er ursprünglich an einem Drehbuch zu einer Marvel Comicverfilmung zu der weiblichen Comicheldin Dazzler schrieb. Hierbei entstanden bereits 30 Seiten Material, allerdings wurde das Projekt aufgegeben und stattdessen entstand das Drehbuch zu Tarzan, The Ape Man, der ursprünglich den Titel Me, Jane vermarktet werden sollte.[1]

Im Film selbst wurden neben den Figuren von Erfinder Edgar Rice Burrough, auch der Tarzanschrei von Johnny Weissmuller aus den Filmen der 1930er Jahren wird verwendet.[2]

Für Miles O’Keeffe wurde der Film sein Filmdebüt, er zog 1980 nach Los Angeles und sandte sein Foto an die Macher von Tarzan, Herr der Affen.[3] Er erhielt die Rolle nachdem Lee Canalito ursprünglich für die Rolle vorgesehen war. Nur ein Jahr später übernahm er die Hauptrolle von Ator – Herr des Feuers dessen Fortsetzung Ator II – Der Unbesiegbare ebenfalls mit ihm zu den schlechtsten Filmen aller Zeit gezählt wird.

Der Film konnte mit einem Budget von 6.5 Millionen US-Dollar insgeamt 36,565,280 US-Dollar einnehmen und war somit ein finanzieller Erfolg.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde 1982 für insgesamt sechs Goldene Himbeeren in folgenden Kategorien nominiert. Hiervon wurde nur Bo Derek mit einem Negativpreis bedacht.

Im Jahr 1990 wurde Bo Derek wiedermals für ihre Rollen in Tarzan – Herr des Urwalds und in Bo Derek’s Ekstase als Schlechteste Schauspielerin des Jahrzehnts ausgezeichnet. Im Jahr 2000 folgte für Bo Dereks Leistungen sogar eine Nominierung als Schlechteste Schauspielerin des Jahrhunderts.

Kritiken[Bearbeiten]

Der film-dienst bezeichnet den Film als „eine quälend langweilige Neuauflage der alten Kintopp-Geschichte, die sich als ebenso peinliche wie lächerliche Personality-Show für die Hauptdarstellerin erweist.“[6]

Leonhard Maltin schrieb über den Film:

„... it lacks action, humor and charm, and considered it to be so bad that it nearly forced editors of this book to devise a rating lower than BOMB.[7]

Leslie Halliwell described Tarzan the Ape Man as "certainly the worst of the Tarzan movies and possibly the most banal film so far made; even the animals give poor performances". [8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Moore, David J.: Me, Jane! im Filmfax 131 aus dem Sommer 2012, S. 63–64}}
  2. Leslie Halliwell, John Walker, Halliwell's Film Guide. HarperPerennial, 1996 (S. 1119)
  3. http://www.imdb.com/name/nm0641509/bio?ref_=nm_dyk_qt_sm#quotes
  4. http://www.boxofficemojo.com/movies/?id=tarzantheapeman.htm
  5. Goldene Himbeere 1982
  6. vgl. Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
  7. Maltin, Leonard (2003). Leonard Maltin's Movie and Video Guide 2004. Signet. ISBN 0-451-20940-0.
  8. Leslie Halliwell, John Walker, Halliwell's Film Guide. HarperPerennial, 1996 (p. 1119)