They Planted a Stone

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Filmdaten
OriginaltitelThey Planted A Stone
ProduktionslandVereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1953
Länge25 Minuten
Stab
RegieRobin Carruthers
DrehbuchRobin Carruthers
ProduktionJames Carr
MusikElisabeth Lutyens,
John Hollingsworth
KameraRonald Anscombe
SchnittFrances Cockburn
Bewässerungskanäle und -felder der Dschazira-Ebene aus dem All, November 1997

They Planted A Stone ist ein britischer Dokumentar-Kurzfilm aus dem Jahr 1953. Der Film handelt hauptsächlich von dem Dschazira-Projekt. Produziert wurde der Film im Auftrag des Central Office of Information Overseas Departments.[1]

Inhaltsverzeichnis

Handlung[Bearbeiten]

Die Durchführung des Dschazira-Projekts wird aus dem Blickwinkel und Leben des ehemaligen Nomadens Hassan erzählt, der auf die landwirtschaftliche Nutzung des Nilwassers im Sudan angewiesen ist. Er wuchs mit dem Wissen auf, dass alle sieben Jahre eine Hungersnot aufgrund von Regenmangel entsteht. Des Weiteren erzählt er, dass sie zum Nomadentum gezwungen seien, da ihre Ziegen, die sie mit Milch und Wolle versorgen, grasen müssen und es nicht genug zum Fressen für sie gebe.

Schließlich berichtet der Film aus dem Blickwinkel eines Regierungsmitarbeiters, dass die Sudaner die Wasserquellen des Landes effektiver nutzen möchten, damit sie den fruchtbaren Boden des Landes vermehren können. Vor allem soll der Anbau der Sorghumhirsen erleichtert werden.

Hassan führt aus, dass er im Alter von 20 Jahren geheiratet hat, später ein Haus gebaut hat und dass er seinen ersten Sohn Said genannt hat. Schließlich erscheint eines Tages eine Delegation von hellhäutigen Männern, die einen Stein in die Erde pflanzten, was für Hassan nicht erklärbar war. Der Regierungsmitarbeiter berichtet schließlich, dass das Nilwasser mithilfe von Motorenkraft den Ebenen zugeführt werden soll. Es sollen Baumwollfelder entstehen, um die Exportgewinne des Landes zu erhöhen.

Hassan berichtet davon, dass dieses Projekt auch negative Auswirkungen habe, das Land konnte nicht für seine Ziegen nutzen, da er von den Baumwollfarmern vertrieben wird. Die hellhäutigen Männer versprechen ihm und den ganzen Dorf Wohlstand, dem Hassan zunächst keinen Glauben schenkt. Allerdings sorgt das Projekt dafür, dass er selbst zu einem Baumwollfarmer geworden ist, der später auch die technischen Mittel des weißen Mannes einsetzt und zum Field Inspector aufsteigt. Für ihn ist die Baumwolle ein Segen. Es werden moderne Brunnen errichtet und zwei Schulen gebaut.

Gegen Ende des Films wird die finanzielle Seite des Projekts und dessen weiterer Planungsverlauf präsentiert und die zum Abschluss des Films wird die Baumwolle als weißes Gold gepriesen und mit fröhlichen Dorfszenen beendet.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Film beschreibt das Dschazira-Projekt, dass als Projekt der sudanesischen Regierung zur Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion im Bereich der Dschazira-Ebene südlich von Khartum ins Leben gerufen wurde. Die Planung des Projekts geht schon auf das Jahr 1911 zurück. Hierbei wurde eine rund 8.820 km² Fläche bewässert und gilt damit als eines der größten Bewässerungsprojekte die bis zum heutigen Zeitpunkt vom Ministry of Irrigation (Ministerium für Bewässerung) und vom Sudan Gezira Board verwaltet wird. Die Fläche ist an 120.000 Bauern in Einheiten von durchschnittlich 8 ha verpachtet, es gibt kein privates Eigentum an den Feldern. Hierbei müssen die Anbauvorschriften der Verwaltung ausgeführt werden.[2]

Oscar-Nominierung[Bearbeiten]

Der Film wurde bei der Oscarverleihung 1954 in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]