Upskirt

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Beispiel für ein Upskirt-Foto aus dem Jahr 1920

Upskirt ist ein Ausdruck für ein voyeuristische Foto oder eine voyeuristische Filmaufnahme. Diese gibt den Blick frei was eine Frau unter dem Rock trägt oder nicht blickt. Es kann eine Momentaufnahme sein oder absichtlich erstellt werden, indem einer Frau eine Kamera unter den Rock gehalten wird, zum Beispiel mit der Hilfe eines Mobiltelefons oder einer professionellen Filmkamera („Fotohandy“).[1]

Verwendung des Upskirts in der Kunst und im Film[Bearbeiten]

Jean-Honoré Fragonards Gemälde Les Hasards heureux de l'escarpolette

Das Konzept des Upskirts ist uralt, der Maler Jean-Honoré Fragonard malte mit dem Bild Les Hasards heureux de l'escarpolette eine Szene in der ein Mann einer Dame unter den Rock sehen kann, die schaukelt.[2] Diese Szene gehörte allerdings nicht zum guten Ton der Gesellschaft, stattdessen war es angenehmer, wenn die Damen freiwillig den Rock hoben, beispielsweise als Zote oder beim Tanzen des Cancan, was als völlig harmlos angesehen wurde.

Die Technik des Upskirts wurde bereits zu Beginn der Filmgeschichte eingesetzt. 1901 wurde das beispielsweise in dem Film What Happened on Twenty-third Street, New York City angedeutet. Die bekannteste Upskirt-Szene stammte allerdings aus dem Jahr 1954 aus dem Film Das verflixte 7. Jahr. Hier stellte sich Marilyn Monroe auf einem U-Bahnschacht um den Rock hochwehen zu lassen. Die Szene wurde auch als Monroe-Effekt bezeichnet. Der Minirock verhalf dem Upskirt mit der Hilfe des Erotik- und Pornofilms zu neuen Szeneneinsätzen.

Die Bezeichnung Upskirt hingegen kam mit dem Pornofilm auf.

Illegale Verwendung[Bearbeiten]

Häufig werden solche Aufnehmen ohne das Wissen oder Einverständnis der betroffenen Frau gemacht.[3] Es gibt mehr als hundert Websites, die unter anderem auf – meist professionell inszenierte – Upskirt-Fotos spezialisiert sind.[1][4] Upskirt-Fotos sind für den Betrachter eine Form des Voyeurismus.[1] Paula Justice von der Old Dominion University beschreibt die Eigenschaft des Verbotenen als den Reiz dieses Genres, es sei „wie in ein Fenster zu spannen“.[5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 The Future of Reputation, Daniel J. Solove, Yale University Press, 2007, Seite 166
  2. Farber, Allen (2006-04-05). "Fragonard's The Happy Accidents of the Swing". State University of New York at Oneonta. Retrieved 2009-01-18.
  3. Sex in Consumer Culture, Tom Reichert, Jacqueline Lambiase, Routledge, 2006, ISBN 0-8058-5090-2
  4. „Handy-Spanner“: Die nackte Unwahrheit. FAZ vom 11. August 2003.
  5. Sex Crimes Investigation: Catching and Prosecuting the Perpetrators, Robert L. Snow, Greenwood Publishing Group, 2006, ISBN 0-275-98934-8, S. 146