Vampirfilm

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Wachsfigur von Bela Lugosi als Dracula im Witch's Dungeon Classic Movie Museum

Das Vampirfilm-Genre ist ein Subgenre des Horrorfilms das bereits in der Stummfilmzeit entstanden ist. Der Vampirfilm bedient sich häufig der Figur von Dracula die von Bram Stoker nach dem Vorbild von Vlad III. Drăculea entstanden ist. Am zweithäufigsten wurde der Roman Carmilla von Sheridan Le Fanu verfilmt. Auch die Legende um Elisabeth Báthory übte einen großen Einfluss auf Vampirverfilmungen aus.

Der Vampirglauben an sich[Bearbeiten]

Der Ursprung des Vampirglaubens wurden gemäß der Ansicht von Ethnologen im südosteuropäischen Raum geboren. Der Ursprung des Vampirglaubens ist unbekannt, allerdings gehen einige Quellen von Bulgarien, Serbien oder der Türkei. Hauptsächlich hat sich der Glaube an Vampire im Karpatenraum und in Transsilvanien, Ungarn, Österreich, Bulgarien, Albanien, Serbien und Griechenland verbreitet. Hauptsächlich wird davon ausgegangenen einzelne Dorfbewohner, durch Krankheiten, Missernten oder Ähnliches so geschädigt wurden, dass hierfür ein Verantwortlicher gesucht wurde. [1]

Es gab weltweit Mythen über Vampire oder Wesen, die den Eigenschaften eines Vampirs zu geschrieben wurden, bespielsweise bei folgenden mythologischen Wesen:

  • Asanbosam (Ghana, Togo, Côte d'Ivoire)
  • Aswang (Philippinen)
  • Baobhan-Sith (Schottland)
  • Dhampir (oder auch Vampir) (Albanien)
  • Vampir (Vampir), Vukodlak (Werwolf) (Serbien, Kroatien, Dalmatien)

Der erste größere und bekannte angebliche Vampir lebte anscheinend in Kroatien und war der Bauer Jure Grando aus dem kleinen Dorf Kringa der dort 1652 gestorben sein soll. Er soll die Menschen seines Dorf terrorisiert haben und von Johann Weichard Valvasor erstmals erwähnt. Der Aberglauben selbst geht auf die als Blutgräfing bezeichnete Erzsébet Báthory zurück, die im Blut von über 600 jungfräulichen Dienstmädchen gebadet haben soll, um sich jung zu halten.

Noch wichtiger für den Vampirglauben wurde Vlad III. Drăculea, der von Bram Stoker zum Graf Dracula erhoben wurde. Er war Draculas historisches Vorbild und war während der Türkenkriege für seine Grausamkeit gefrüchtet und verachtet. Er soll ein Menschenschlächter gewesen sein, der „dy iungen kinder praten“ ließ.[2] Der eine Vorliebe für Pfählungen hatte.[3]

Aus diesen historischen Persönlichkeiten entwickelte sich die Figur des Bluttrinkenden Wesens, dem manipulative Charaktereigenschaften zugeschrieben wurden. Die Figur diente für die Filmindustrie als große Inspiriationsquelle. [4] Auch wenn Vampire meist mit Horrorfilmen und manchmal auch mit Zombiefilmen in Verbindung gebracht werden, können sie auch in Kategorien wie Action, Science-Fiction, Romantik, Comedy oder Fantasy fallen.

Filmhistorische Entwicklung[Bearbeiten]

1896 wurde der vermutlich erste Vampirfilm mit dem Titel Le Manoir Du Diable von Georges Méliès veröffentlicht. Der Film zeigt wie eine Fledermaus sich in einen menschähnliches Wesen verwandelt und verschiedene Dinge hervorzaubert. Vampirfilm mit dem Wort Vampir wurde 1913 mit The Vampire von Robert G. Vignola veröffentlicht. In dem Film wurde nur eine Femme fatale dargestellt, die auf dem Gedicht The Vampire von Rudyard Kipling aus dem Jahr 1897 basierte. 1915 diente das Gedicht für den Film A Fool There Was erneut als Vorlage.[5]

In dem Jahren 1920 entstand die erste Dracula-Verfilmungen mit Drakula und 1921 entstand der ungarische Horrorfilm Dracula's Death in dem eine Frau in einer Irrenanstalt von Visionen über Graf Dracula geplagt wird.[6] 1922 entstand der erste deutsche Vampirfilm mit einem blutsaugenden Graf Orlok mit dem Titel Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens veröffentlicht wurde. Regie führte Friedrich Wilhelm Murnau, der Film basierte auf dem Roman von Bram Stoker und wurde auf Grund von Lizenzrechtlichen Problemen mit Graf Orlock anstelle des Graf Dracula ausgestattet.

1931 übernahm Bela Lugosi die Hauptrolle in der 1931 veröffentlichten Version des Films Dracula, die von Carl Laemmle jr. produziert wurde. Gleichzeitig wurde eine spanische Version des Films angefertigt, in der Carlos Villarías die Hauptrolle übernahm. Während Graf Orlock noch gruselig wirkte, war standen die Hollywood-Versionen für einen Hauch von Erotik und Charme und wurde vom Pubilikum besser angenommen.

Es folgten zahlreiche Filme in denen die erotische Präsenz der Vampire in den Mittelpunkt gestellt wurden.

Bedeutende Vampirfilme[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Vampirfilme

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Markus Heitz: Vampire! Vampire! – Alles über Blutsauger. Piper Verlag, München 2008. S. 133.
  2. Dieter Harmening: ‚Drakula‘. In: Burghart Wachinger u. a. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearbeitete Auflage, Band 2 (Comitis, Gerhard - Gerstenberg, Wigand). De Gruyter, Berlin/ New York 1980, ISBN 3-11-007264-5, Sp. 221–223.
  3. Thomas Garza, The Vampire in Slavic Cultures, 2010, Ed. Cognella, USA, S. 145–146, ISBN 978-1-60927-411-5
  4. „vampire n.“ The Concise Oxford English Dictionary, Twelfth edition . Ed. Catherine Soanes and Angus Stevenson. Oxford University Press, 2008. Oxford Reference Online. Oxford University Press. York University. 23 October 2011
  5. Per the Oxford English Dictionary, vamp is originally English, used first by G. K. Chesterton, but popularized in the American silent film The Vamp, starring Enid Bennett
  6. Ermida, Isabel (2015). Dracula and the Gothic in Literature, Pop Culture and the Arts. Brill/Rodopi. p. 139 pp. ISBN 978-9004306172.