Winsor McCay

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Winsor McCay (1906)

Zenas Winsor McCay (* 26. September 1869 oder 1871 in Spring Lake (Michigan); † 26. Juli 1934 in Brooklyn, New York) war einer der bekanntesten US-amerikanischen Karikaturisten und Comiczeichner des frühen 20. Jahrhunderts sowie ein Pionier des frühen Zeichentrickfilms.

Lebenslauf[Bearbeiten]

Little Nemo

Zenas Winsor McCay wurde am 26 September 1869 in Spring Lake (Michigan) geboren. Andere Quellen wie die New York Times berichten das er im Jahr 1871 geboren wurde. [1] Seine Eltern waren Robert McKay und Janet Murray McKay und er wurde auf den Namen Zenas Winsor McKay getauft. Der Vorname Zenas G. Winsor sollte den Arbeitgeber von Robert McCay ehren, allerdings gab er später den Vornamen auf.

Im Jahr 1886 besuchte er das Cleary's Business College in Ypsilanti um ein tüchtiger Geschäftsmann zu werden. Daneben lernte er am Michigan State Normal College von seinem Lehrer John Goodison die Grundlagen der Perspektive, die später für seine Arbeit als Zeichner markant wurden. 1889 zog er nach Chicago um dort am Art Institute of Chicago studieren zu können, allerdings fehlte ihm das nötige Kleingeld hierfür und so arbeitet er für die National Printing and Engraving Company die Plakate für Theater und Zirkusaufführungen produzierte. Zwei Jahre später zog er noch Cincinnati um dort als Künstler für das Kohl and Middleton's Vine Street Dime Museum zu arbeiten. Daneben heiratete er Maude Leonore Dufour. Sein Sohn Robert Winsor McCay kam 21 June 1896 auf die Welt und sollte sein Vorbild für die Figur von Little Nemo werden.

Seine erste Comicserie war A Tale of the Jungle Imps by Felix Fiddle in der 43 Panels zu sehen waren, die von Januar bis November 1903 im Cincinnati Enquirer veröffentlicht wurden. Die Geschichte des Comics basierte auf Gedichten von George Randolph Chester. 1906 verwirklichte er Chalk talk-Zeichnungen, die auch animiert wurden. [2] In seiner Vaudeville Show The Seven Ages of Man, zeichnete er zwei Gesichter die konutinierlich altern.[3]

Seine Comikcstrips Little Nemo und Dream of the Rarebit Fiend veröffentlichte er unter dem Pseudonym Silas. [4] In beiden Comicreihen fielen ihre Charaktere in tiefe Träume in denen sie Fantasyabenteuer erlebten. Sein einziger Konkurrent war der Zeichner und späterer Maler Lyonel Feininger.

Gertie und Winsor McCay

Daneben krerierte Winsor McCay einige animierte Cartoons deren Bildern aus mehreren tausenden Einzelzeichnungen bestanden, die von McCay und seinem Team animiert wurden. Meistens präsentierte McCay seine Filme auf Vaudeville-Shows. Der erste Film dieser Art wurde Winsor McCay, the Famous Cartoonist of the N.Y. Herald and his Moving Comics aus dem Jahr 1911. 1914 gelang sein größter Erfolg mit Gertie the Dinosaur, bei dem der erste richtige Cartoonstar geboren wurde. Gertie hatte schon ausgeprägten Charakter und wollte seinem Herrchen McCay nicht unbedingt gehorchen.

Daneben verwirklichte er auch den Propagandafilm The Sinking of the Lusitania, bei dem ein deutsches U-Boot die Lusitania versenkt. 1922 - 1927 entstand die The Barnyard Performance, sein der letzter Cartoonbeitrag wurde.

Er verstarb am 26. Juli 1934 in Brooklyn an den Folgen einer intracerebralen Blutung.

Zu seinen Ehren werden bei den alljährlichen Annie Awards Künstler, die sich im Bereich des Animationsfilms verdient gemacht haben, mit dem Winsor McCay Award für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Daneben gibt es mehrere Ausstellungen mit seinen Zeichnungen.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Haverstock, Mary Sayre; Vance, Jeannette Mahoney; Meggitt, Brian L. (2000). "McCay, Winsor Zenic (1869–1934)". Artists in Ohio, 1787–1900: A Biographical Dictionary. Kent State University Press. S. 549. ISBN 978-0-87338-616-6.
  2. Film reference: Winsor McCay
  3. Stabile, Carol A. and Mark Harrison. Prime Time Animation: Television Animation and American Culture. Routledge, 2003.
  4. McCay, Winsor: Dreams of the rarebit fiend, 1973, Courier Dover Publications, S. x