Xanadu

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Filmdaten
Deutscher TitelXanadu
OriginaltitelXanadu
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1980
Länge92 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieRobert Greenwald
DrehbuchRichard Christian Danus
Marc Reid Rubel
ProduktionLawrence Gordon
MusikBarry De Vorzon
KameraVictor J. Kemper
SchnittDennis Virkler
Besetzung
Synchronisation

Xanadu ist ein amerikanischer Musicalfilm des Regisseurs Robert Greenwald des Jahres 1980. Die Hauptrollen übernahmen Olivia Newton-John, Michael Beck und Gene Kelly.

Inhaltsverzeichnis

Handlung[Bearbeiten]

 
Das Pan-Pacific Auditorium diente dem Film als Kulisse für die Bar Xanadu
 
Gene Kelly (1986)

Der Film beginnt damit wie neun Musen auf die Erde kommen, um besondere Menschen zu Ideen zu verhelfen. Während dieser Zeit arbeitet Sonny Malone als Maler für Schallplattencoververgrößerungen bei Mister Simpson und muss sich immer wieder vorwerfen lassen, dass er seinen Arbeiten einen eigenen Stil verleiht, während die Cover oftmals etwas anderes zeigen. Als er spazieren geht, wird er auf einmal von einer wunderschönen Frau geküsst und fühlt sich inspiriert. Diese Frau verschwindet allerdings so schnell wie sie gekommen ist. Auf einem Felsen begegnet er den träumenden Klarinettenspieler Danny McGuire, der seit 1945 nur noch in der Baubranche tätig war und seinen Beruf als Barbesitzer aufgegeben hat. Er träumt immer noch von seiner Vergangenheit, bei der zusammen mit Glenn Miller und weiteren Künstlern aufgetreten ist. Außerdem ist er damals Kira begegnet, um mit ihr gemeinsam vor das Pubilikum zu treten.

Sonny folgt dem Rat von Danny und beginnt nach ihr zu suchen. Er findet sie schließlich und kommt zusammen mit ihr und Danny auf die Idee das alte und verfallene Pan-Pacific Auditorium in die Bar Xanadu zu verwandeln. Hierfür zitiert sie ein Gedicht von Samuel Taylor Coleridge über die Sommerresidenz des Kublai Khan. Am nächsten Tag kündigt Sonny seinen Job und beginnt mit der Vorbereitung für die Eröffnung der Bar. Allerdings gesteht ihm Kira kurz vor der Eröffnung, dass sie eine Muse ist und wieder zurück nach Helikon muss, dem legendären Ort, an dem sie zu Hause ist. Sie kehrt dorthin zurück und Sonny ist an der Eröffnung nicht mehr interessiert.

Allerdings ermutigt ihn Danny sie zu suchen und schlägt ihm vor, sich ein gewisses Bild anzusehen, auf der neun Musen zu sehen sind. Sunny fährt mit den Rollschuhen durch das Bild nach Helikon und sieht Kira. Als sie über die Liebe spricht die sie für Sonny empfindet mischen sich Zeus und Mnemosyne in das Gespräch und helfen ihr für einen kleinen Augenblick, der auch eine Ewigkeit sein könnte damit auf die Erde zurück zu kehren. Kurz darauf wird die Bar Xanadu feierlich eröffnet und Kira verschwindet und wird zu einer Bardame, die mit Sonny zusammen leben kann.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Xanadu basiert in großen Teilen auf der Handlung des Musical-Komödie Eine Göttin auf Erden (1947) mit Rita Hayworth. Ursprünglich sollte der Film als Low-Budget-Produktion in Szene gesetzt werden, um das Thema Roller Disco besser vermarkten zu können. Allerdings konnte für den Film eine ganze Reihe an A-Listen-Schauspieler gewonnen werden und somit wurde der Film mit mehr Budget produziert.

Ursprünglich sollte Sonny als Künstler vorgestellt werden der das Gemälde der neun Musen erstellt habe und damit eine stärkere Verbindung hierzu hätte. Allerdings wurde das Skript so sehr verändert, dass Sonny ein erfolgloser Künstler wurde, der zu seinem langweiligen Job zurückkehren musste.[1] retained the more strongly emphasized connection between Sonny and the painting.

Die Figur von Danny McGuire tauchte in Gene Kellys Film Es tanzt die Göttin aus dem Jahr 1944 auf, und wurde auch von ihm gespielt. In Xanadu verkörperte er die ältere Version von Danny McGuire. Mit diesem Film beendete er seine Filmkarriere. Die Koreografie stammte von Kenny Ortega und Jerry Trent.

Für die Außenaufnahmen wurde das Pan-Pacific Auditorium in Los Angeles und dessen Strand verwendet. Die Szenen von Xanadus Nachtclub entstanden auf der Stage 4 der Hollywood Center Studios (1040 N. Las Palmas Avenue, Hollywood) während des Jahres 1979.[2]

Oliver Kalkofe und Peter Rütten präsentierten Xanadu in ihrer Reihe Die schlechtesten Filme aller Zeiten.

Der Begriff Xanadu[Bearbeiten]

 
Shangdu (Ciandu) auf einer Karte des französischen Geographen Nicolas Sanson, um 1650

Der Begriff Xanadu manchmal auch Shangdu war der Name für die Sommer-Residenzstadt Kublai Khans, des damaligen Kaisers von China. Dieser Ort wurde 1256 angelegt. 1275 soll Marco Polo Shangdu besucht haben und 1369 wurde dieser Ort von Ming-Truppen erobert und zerstört. Das bereits erwähnte Gedicht Kubla Khan aus dem Jahr 1816 von Samuel Taylor Coleridge wurde der Film inspiriert.[3] An einer Stelle des Films zitiert Kira die erste Strophe des Gedichts:

In Xanadu schuf Kubla Khan
Ein prunkvolles Vergnügungsschloss.
Wo Alph, der heil’ge Strom, durchfloss,
die tiefen Höhlen, unendlich groß,
hinab zum dunklen Ozean.[4]

Soundtrack[Bearbeiten]

Hauptartikel: Xanadu (Soundtrack)

Während der Film an den Kinokassen floppte konnte sich das Musikalbum mit den Stimmen von Olivia Newton-John und dem Electric Light Orchestra erfolgreich verkaufen und erreichte weltweit 7-fach Platin und gehört damit zu den erfolgreichsten Filmmusiken überhaupt. Im Film sind folgende Lieder zu hören:

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Xanadu erhielt 1981 den Razzie Award (Goldene Himbeere) für Robert Greenwald als schlechtesten Regisseur; nominiert war er darüber hinaus in den Kategorien „Schlechtester Schauspieler“ (Michael Beck), „Schlechteste Schauspielerin“ (Olivia Newton-John), „Schlechtester Song“, „Schlechtester Film“ und „Schlechtestes Drehbuch“. Im Jahre 2005 war er außerdem für den Sonderpreis „Schlechtestes Musical unserer ersten 25 Jahre“ nominiert.

Kritiken[Bearbeiten]

„Eine Mischung aus altem Hollywood-Musical mit neuem Sound und moderner Choreografie, Phonstärken und Lichteffekten nach Disco-Art. Gut inszeniert, aber von penetranten Kitscheinbrüchen belastet.“

– „Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997

„[…] Wenn sich Olivia Newton-John und Michael Beck in einer Liebesszene abrupt in Zeichentrickfiguren verwandeln, deren Süßlichkeit selbst Disney peinlich berührt hätte, ist der Höhepunkt des kitschigen Schwachsinns erreicht. Und ein Tiefpunkt in der Geschichte des Musicals.“

Helmut W. Banz: Die Zeit, 17. Oktober 1980[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. GCD :: Issue :: Marvel Super Special #17. Abgerufen am September 23, 2017.
  2. The Xanadu Story chapter two. Abgerufen am September 23, 2017.
  3. Volltext unter: https://www.poetryfoundation.org/poems/43991/kubla-khan
  4. Volltext unter: https://www.poetryfoundation.org/poems/43991/kubla-khan
  5. Filmtips, Die Zeit, 17. Oktober 1980