Gorillas im Nebel

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Filmdaten
Deutscher Titel Gorillas im Nebel
Originaltitel Gorillas in the Mist: The Story of Dian Fossey
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1988
Länge 129 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Michael Apted
Drehbuch Anna Hamilton Phelan
Produktion Arnold Glimcher,
Terence Clegg
Musik Maurice Jarre
Kamera John Seale
Schnitt Stuart Baird
Besetzung

Gorillas im Nebel ist eine US-amerikanische Filmbiografie aus dem Jahr 1988 über das Leben der Zoologin und Verhaltensforscherin Dian Fossey. Sie erforschte in Ruanda und im Kongo das Verhalten der Berggorillas.

Handlung[Bearbeiten]

 
Gorillamutter mit Baby im Karisoke Research Center, dem Wirkungsgebiet von Dian Fossey

1966 hält der weltbekannte Paläoanthropologe Dr. Louis Leakey einen Vortrag über das Leben von Berggorrillas, diese sind vom Aussterben bedroht. Er befürchtet, dass von den damals bekannten 500 Stück nur noch die Hälfte lebt. Dian Fossey ist von diesem Mann begeistert und hat ihn bereits mehrfach angeboten, für ihn auf Forschungsreise zu gehen. Er gibt ihr schließlich die Chance in den Kongo zu gehen, um dort im Auftrag des National Geographic die Berggorrillas zu zählen.

Das Gebiet vom Kongo wird von einem Bürgerkrieg bedroht, allerdings sieht Dr. Louis Leakey keine Gefahr in dieser Tatsache und schickt sie zusammen mit dem Fährtenleser Sembagare in den Dschungel, während er auf eine andere Forschungsreise geht. Zusammen mit Sembagare irrt sie mehrere Woche durch den Dschungel ohne auch nur die geringste Spur eines Gorillas zu entdecken. Kurz bevor sie die Suche abbrechen möchte findet sie eine erste Spur der Berggorillas und beginnt mit ihrer Aufgabe. Allerdings weitet sich der Bürgerkrieg auch in ihr Gebiet aus und sie des Landes verwiesen.

In Ruanda versucht sie es von der anderen Seite des Berges aus, die Berggorrillas zu finden und ist erfolgreich. Sie beginnt mit der Zählung der Gorillas und gewinnt nach änfänglicher Angst, das Vertrauen der Gorillas. Nach einiger Zeit ist die National Geographic Society von Dians Arbeit so beeindruckt, dass sie den Naturfilmer Bob Campbell zu Dian schicken. Nach anfänglicher Ablehnung seiner Arbeit, erlaubt sie ihm schließlich den Gorillas näher zu kommen. Er ist von ihrer Art und Weise begeistert. Er verliebt in sie und beginnt mit ihr eine Affäre.

Das trifft allerdings weniger auf den dort ansäßigen Batwanastamm zu, der Dian für eine rothaarige Hexe hält, die ihnen eine Möglichkeit nimmt, den Lebensunterhalt zu verdienen. Der Batwanastamm tötet schließlich einige Gorillas um ein Gorillababy zu entführen. Dian sieht wie sechs Gorillas brutal ermordet werden und bekommt einen kleinen Jungen zu fassen, dem sie mit einer Halloween-Maske Angst macht. Er verrät ihr, dass ein reicher Weißer, das Gorillababy haben wollte.

Dian sucht in der nächsten Stadt nach dem Auftraggeber und findet das Gorillababy und stellt den Verantwortlichen zur Rede. Allerdings wurde der Affe von der Regierung an einen Zoo verkauft. Sie bietet der Regierung, an dass sie das Gorillababy wieder aufpeppelt und sie drei Ranger ausbilden darf. Es gelingt ihr das Baby durchzubringen und Bob hält um ihre Hand an. Allerdings erhält einen neuen Auftrag und muss den Berg auf Dian lebt verlassen. Er möchte das sie mitkommt, allerdings beschließt sie auf dem Berg zu bleiben.

Fünf Jahre später ist Dian eine kranke Frau, die durch ihren Zigarettenkonsum geschwächt ist. Sie begrüßt eine Gruppe von Studenten, die ihr dabei helfen soll die Gorillas zu schützen. Dian bildet sie aus und erklärt ihnen, wie die Gorillas geschützt werden können. Vor allem freut sie sich, dass der Gorilla Digit, sehr bald Vater wird. Als allerdings Digits Familie von den Batwanas angegriffen wird, kommt Dian zu spät zur Hilfe. Digit wird getötet, hierbei werden seine Hände und sein Kopf abgeschnitten. Dian gelingt es einen der Täter zu fangen und jagt ihm Angst und Schrecken ein, in dem sie die Aufgabe des Henkers vortäuscht und ihn befragt. Sie begräbt ihn und legt für ihn einen Gorillafriedhof an.

Enttäuscht von ihren Studenten schickt sie diese nach Hause und beginnt mit einem harten Regiment. Für ihre Taten schämt sich sogar ihr langjähriger Freund Sembagare, der ihr sogar an Weihnachten ins Gewissen reden möchte. Allerdings ist sie taub für solche Themen und hört ihm einfach nicht richtig zu. Dian wird kurz darauf von einem Unbekannten ermordet und auf wird auf dem Gorillafriedhof beerdigt.

Durch ihr Engagement konnten das Überleben der Berggorillas gesichert werden.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

 
Blick auf den Mount Visoke, wo sich das Karisoke Research Centre befindet

Das Drehbuch zum Film verfasste Anna Hamilton Phelan nach den Berichten von Alex Shoumatoff und Harold T. P. Hayes. Teile des Films wurden im Karisoke Research Centre, im Volcanoes National Park, dem Shepperton Studios und in Kenia gedreht.[1]

Die Gorillas die im Film zu sehen sind, sind teilweise echte Gorillas, allerdings wurden für die Nahaufnahmen, in denen Sigourney Weaver mit ihnen Tuchfühlung geht, durch Darsteller in Grorillakostümen entstanden. Regisseur Michael Apted wollte dass soviele echte Gorillas wie möglich im Film zu sehen sind. Die damaligen Gorillakostüme waren zu leicht als Kostüme zu erkennen, also musste sich Rick Baker der Herausforderung stellen, Gorillakostüme zu entwickeln, die so lebensecht wie möglich wirkten.[2]

Ursprünglich sollte Jessica Lange die Hauptrolle von Dian Fossey übernehmen.

Der Berggorilla Digit (* 1965 † 1977) war bereits vor der Veröffentlichung des Films der wissenschaftlichen Welt bekannt, allerdings sorgte der Film dafür, dass Digit einem breiten Publikum bekannt wurde.[3] Der tatsächliche Tag an dem Dian Fossey getötet wurde ist, bis heute unbekannt. Es gibt Quellen die vom 26. Dezember 1985 oder den 27. Dezember 1985 ausgehen.[4]

An den Kinokassen konnte der Film folgende Einnahmen erzielen:

  • USA: 24,720,479 US-Dollar
  • International: 36,429,000 US-Dollar
  • Weltweites Gesamtergebnis: 61,149,479 US-Dollar[5]

Sigourney Weaver ist Ehrenvorsitzende des Dian Fossey Gorilla Fund, der sich für die Erhaltung der vom Aussterben bedrohten Berggorillas einsetzt. 2006 kehrte sie zum Schauplatz des Films zurück und drehte für die BBC die Dokumentation Gorillas Revisited.[6]

Soundtrack[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

 
Sigourney Weaver im Jahr 1989

Der Film wurde für mehrere Filmpreise wie beispielsweise für die Golden Globes oder den Oscar nomniniert. Ferner wurde der Film mit einem Genesis Award für den Besten Film ausgezeichnet.

Golden Globes für das Jahr 1988, Verleihung 1989[Bearbeiten]

  • Beste Hauptdarstellerin (Drama): Sigourney Weaver
  • Beste Filmmusik: Maurice Jarre
    • weitere Nominierung: Bester Film (Drama)

Oscars für das Jahr 1988, Verleihung 1989[Bearbeiten]

Nominierungen

  • Beste Hauptdarstellerin: Sigourney Weaver
  • Bester Filmschnitt
  • Beste Filmmusik
  • Bester Ton
  • Bestes adaptiertes Drehbuch

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films schreibt über den Film: Obwohl etwas zu einseitig der Faszination von Person und Aufgabe erliegend, entwirft der an Ort und Stelle gedrehte Film die eindrucksvolle Geschichte eines modernen wissenschaftlichen Abenteuers.[7]

Kritiker Hal Hanson schrieb das der Film kein schlechter Film ist, sondern das es sich hierbei um einen frustierenden Film handelt.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dian Fossey: Gorillas im Nebel. Mein Leben mit den sanften Riesen. Droemer Knaur, 2002, ISBN 3-426-04808-6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IMDB-Eintrag
  2. IMDB-Trivia
  3. Eintrag auf Gorillafund
  4. Für das genaue Todesdatum (26. Dezember abends oder 27. Dezember nachts) gibt es derzeit (6. Februar 2013) nur widersprüchliche Quellen.
  5. http://www.boxofficemojo.com/movies/?id=gorillasinthemist.htm
  6. http://gorillafund.org/Page.aspx?pid=657
  7. Gorillas im Nebel. In: Lexikon des Internationalen Films
  8. Hanson, Hal (23 September 1988). "Gorillas in the Mist". The Washington Post Company. Retrieved 13 June 2011.